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Parkplatz in Bad Segeberg : Baby allein im Auto: Polizei ermittelt gegen 31-jährige Mutter

vom
Aus der Onlineredaktion

Auf einem Parkplatz in Bad Segeberg steht ein Auto in der Sonne. Drinnen weint ein Baby. Gegen die Mutter wird ermittelt.

Bad Segeberg | Die Polizei und die Feuerwehr haben in Bad Segeberg einen Säugling aus einem Auto gerettet, das verschlossen in der Mittagshitze stand. Kurz nach 12 Uhr hätten sich Passanten vom Parkplatz Gieschenhagen den Notruf gewählt, teilt die Feuerwehr mit. Ein Baby würde in einem verschlossenen Fahrzeug schreien, von den Eltern sei aber keine Spur zu sehen. Sofort wurden neben der Polizei auch ein Rettungswagen und die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg alarmiert. Mittlerweile weiß die Polizei, wer die Mutter des Kindes ist: Gegen sie wird ermittelt.

„Beim Eintreffen der Feuerwehr verschaffte sich bereits die Polizei beherzt gewaltsam Zugang zum Fahrzeug“, heißt es in dem Bericht. Das Baby hatte zu diesem Zeitpunkt schon nicht einmal mehr geschrien, es schien weggetreten. Es konnte gerade noch rechtzeitig gerettet werden. In den umliegenden Supermärkten suchten die Einsatzkräfte zunächst vergeblich nach den Eltern.

Dann kamen die Mutter und eine Begleitperson selbst zum Wagen zurück - nachdem das Baby befreit worden war. Das Jugendamt ist laut Polizei eingeschaltet.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die 31-jährige Mutter sowie die Begleitperson. Beiden wird vorgeworfen, das Kind mindestens 50 Minuten im Fahrzeug zurückgelassen zu haben. Ob weitere Straftatbestände in Betracht kommen, bleibe zu prüfen.

Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass bei sommerlichen Temperaturen innerhalb von nur 15 Minuten Temperaturen im Inneren des Fahrzeugs entstehen, die tödlich sein können. „Die Temperaturen steigen schnell auf über 60 Grad. Dabei erhitzen sich dunkle Fahrzeug wesentlich schneller. Auch für Tiere kann der Hitzekäfig Auto zur tödlichen Falle werden.“ Die Feuerwehren würden immer wieder gerufen, um auch Tiere aus dieser gefährlichen Lage zu befreien.

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erstellt am 03.Jun.2016 | 16:26 Uhr

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