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Zwei Verletzte : B5 bei Geesthacht: Schwerer Unfall bei missglücktem Überholmanöver

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Ein Audifahrer überholt vor einer Bergkuppe. Dort naht ein Volvo. Es kommt zum Zusammenstoß.

Geesthacht | Ein verbotenes Überholmanöver an völlig unübersichtlicher Stelle ist am Donnerstagmorgen auf der Bundesstraße 5 gründlich schief gegangen: Zwei Autos stießen seitlich zusammen. Der Überholende wurde dabei schwer verletzt, der zweite Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon. Es entstand ein Schaden von etwa 15.000 Euro. Aufgrund der nötigen Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Straße gut eine Stunde lang voll gesperrt, es kam zu Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr.

Die B5 hat ihren Ruf als Todesstrecke weg. Immer wieder kommt es auf der Bundesstraße zu schweren und tödlichen Verkehrsunfällen. Die B5 beginnt in Ellhöft an der dänischen Grenze im Kreis Nordfriesland und endet in Frankfurt an der Oder (Brandenburg).

Nach Polizeiangaben war ein 21 Jahre alter Lauenburger gegen 5.35 Uhr mit einem Audi A6 auf der B5 in Richtung Geesthacht unterwegs. Kurz vor einer Kuppe in der Fahrbahn in Höhe des Stausees des Pumpspeicherwerks setzte er zum Überholen an, obwohl wegen der Kuppe nicht zu erkennen war, ob Gegenverkehr naht.

Das war der Fall: Ein Hamburger (50) fuhr genau in dem Moment in Richtung Lauenburg. Beide Fahrer wichen nach links aus, konnten aber einen seitlichen Zusammenstoß nicht verhindern. Der Volvo kam auf der Gegenfahrbahn zum Stehen, der Audi kam links von der Straße ab, raste in eine Böschung und überschlug sich. Knapp neben einer dicken Eiche blieb der Wagen auf der Fahrerseite liegen. Der Wagen, den der Audi gerade überholen wollte, wurde nicht in den Unfall verwickelt.

Weil es hieß, es sei jemand in einem Auto eingeklemmt, wurden neben Notarzt und Rettungswagen auch die Feuerwehr alarmiert. „Auf der Anfahrt bekamen wir dann von der Leitstelle den Hinweis, dass laut Rettungsdienst niemand eingeklemmt sei, wir aber trotzdem anrücken sollten“, berichtete Ingo Schwarz, Zugführer der Feuerwehr. „Am Unfallort standen die vor uns eingetroffenen Rettungskräfte dann alle um den Audi herum, den Volvo, der 70 Meter weiter stand, hatten die noch gar nicht auf dem Zettel“, so Schwarz. Doch glücklicherweise war der Volvo-Fahrer leicht verletzt alleine ausgestiegen. Die Feuerwehr unterstützte so lediglich die Aufräumarbeiten.

Die Polizei sperrte den Unfallort, an dem Überholverbot und Tempo 70 gilt, zwischen Höchelsberg und Krümmelstraße bis gegen 7 Uhr voll.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 10:15 Uhr

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