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Notstromdiesel : Ausfall im Kernkraftwerk Krümmel

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Ein Probelauf im Kernkraftwerk Krümmel ist schief gegangen: Thermometer sind bei einem Notstromdiesel ausgefallen. Die Ursache ist bislang unklar. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe „N“.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2013 | 13:10 Uhr

Geesthacht | Im Kernkraftwerk Krümmel sind bei Probeläufen Widerstandsthermometer (Platin-Messwiderstände) an einem von sechs Notstromdieseln ausgefallen. Das berichtet das Ministerium für Energiewende. Die Bauteile kontrollieren die Kühlwassertemperatur der Diesel. Da die ausgefallenen Widerstandsthermometer gleichen Typs sind und der Ausfall wiederholt aufgetreten ist, müsse von einem systematischen und damit meldewürdigen Fehler ausgegangen werden.

Die Ursache stand zunächst nicht fest. Die Atomaufsicht habe eine Übertragbarkeitsprüfung auf die weiteren in der Anlage befindlichen Notstromdiesel veranlasst und technische Sachverständige hinzugezogen. Die Vattenfall-Betreibergesellschaft habe das Vorkommnis der Reaktorsicherheitsbehörde als meldepflichtiges Ereignis der Stufe „N“ angezeigt, so das Ministerium weiter.

Das Kernkraftwerk Krümmel hat mit der Atomgesetzänderung von 2011 die Erlaubnis zum Leistungsbetrieb verloren und muss stillgelegt werden. Im Kernkraftwerk befinden sich jedoch noch bestrahlte Brennelemente aus dem früheren Reaktorbetrieb, die ständig gekühlt werden müssen. Daher muss auch weiterhin die Funktionsfähigkeit der Notstromdiesel gewährleistet sein.

Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung werden meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

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