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Ausgrabungsstätte am Jellenbek : Auf den Spuren ihrer Vorfahren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Liesbeth Gauer und Michael Struve, Nachfahren des Pastors Peter Struve aus Krusendorf, haben dessen letzte Ruhestätte an der Ausgrabungsstätte am Jellenbek besucht. Sieben Generationen liegen zwischen ihnen.

Vor 33 Jahren hätte Michael Struve wohl nie daran gedacht, dass er mal die sterblichen Überreste von seinem Vorfahren aus dem Jahr 1724 angucken kann. Gemeinsam mit seiner Cousine Liesbeth Gauer de Olaechea besuchte er am Dienstag die Ausgrabungsstätte der alten Kirche St. Catharina am Jellenbek, wo der 1724 verstorbene Pastor Peter Struve aus Krusendorf seine letzte Ruhe fand. „Sieben Generationen trennen mich von Peter“, erklärt Michael Struve.

Mit 24 habe er damals angefangen, sein Familienstammbaum zu erforschen. Dabei habe er festgestellt, dass auch seine Vorfahren bereits seit 70 Jahren Ahnenforschung betrieben. „Das hat mir sehr viel geholfen, weil Unterlagen teilweise schon vorhanden waren.“ Bis ins Jahr 1635 habe er nun schon das Leben seiner Familie zurückverfolgt.

Mit der Entwicklung des Internets hat sich die Suche vereinfacht. „Ich habe dann immer mal wieder diverse Namen eingetippt, um noch weitere Informationen zu bekommen. Peter Struve war auch dabei.“ Darüber sei er dann auf einen Zeitungsartikel über die Ausgrabungen bei Krusendorf gestoßen, in dem das Grab des toten Pastors erwähnt wurde. „Die Zeitung gab mir die Kontaktdaten des Leiters der Ausgrabungen, Donat Wehner.“ So habe er auch seine Cousine kennengelernt.

„Ich fing an in meiner Familie zu forschen kurz bevor meine Mutter starb“, erklärt die Fremdsprachensekretärin. Dabei habe sie viele Orte besucht, in denen ihre Familienangehörigen zum Teil bis heute leben – unter anderem Tensbüttel bei Dithmarschen. „Von dort erhielt ich dann einen Brief von meiner Großcousine. Sie schrieb mir, dass sie ebenfalls Ahnenforschung betreibe.“ Gemeinsam trugen sie also ihre bisherigen Ergebnisse zusammen. Dabei stellte Liesbeth fest, dass Peter Struve zu ihren Vorfahren gehört. Im Internet stieß sie auf denselben Artikel wie Michael Struve.

„Bei der Zeitung haben sie mir dann gesagt, ich sei nicht die erste, die deswegen anrufe. Sie gaben mir die Kontaktdaten von Michael.“ Gespannt habe sie dann ihren Cousin angerufen, der fünf Generationen von ihr entfernt ist und genau wie sie in Hamburg lebt.

„Das war vor zwei Jahren, seitdem haben wir schon viel zusammen erlebt.“ Es sei wirklich faszinierend, was man durch die Forschung alles herausfindet und ein wirklich toller Zufall, dass das Grab entdeckt wurde, sind sich die beiden Hobby-Ahnenforscher einig. In zwei Jahren wollen sie nun anlässlich des 350. Geburtstages von Peter Struve ein großes Familienfest auf die Beine stellen.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 06:00 Uhr

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