Unfall in Büchen : Audi rast in Tierarztpraxis

In Büchen raste ein Audi in eine Tierarztpraxis. Zwei Menschen wurden dabei verletzt, Teile des Hauses sind einsturzgefährdet.
In Büchen raste ein Audi in eine Tierarztpraxis. Zwei Menschen wurden dabei verletzt, Teile des Hauses sind einsturzgefährdet.

Am frühen Freitagmorgen werden die Bewohner eines Hauses aufgeschreckt: Ein Audi steht fast komplett im Erdgeschoss.

shz.de von
01. Mai 2015, 09:55 Uhr

Büchen | In Büchen (Kreis Herzogtum Lauenburg) ist am Freitagmorgen ein Autofahrer in eine Tierarztpraxis gerast. Der Fahrer hatte die Kontrolle über seinen Audi verloren und war an einer Straßenkreuzung schließlich geradeaus durch eine Mauer und einen Vorgarten in die Praxis im Erdgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses gefahren. Er und seine Beifahrerin wurden dabei nach Polizeiangaben verletzt.

Gegen 6.10 Uhr wurden die Bewohner des Hauses von einem gewaltigen Knall geweckt. Als sie nachschauten, entdeckten sie den Audi, der nahezu komplett in dem Haus stand. Fahrer und Beifahrerin stiegen aus. Während der Fahrer zunächst flüchtete und erst später von der Polizei geschnappt werden konnte, brach die Frau unweit der Unfallstelle auf dem Gehweg zusammen. Der Notarzt versorgte die Frau am Einsatzort.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr der Audi-Fahrer den Heideweg und übersah dann aus noch ungeklärten Gründen den Einmündungsbereich zur kreuzenden Möllner Straße. Der Audi raste zunächst über eine Mittelinsel und dann frontal in das Haus. Im Krankenhaus sollte dem Fahrer eine Blutprobe entnommen werden.

Dieses Bild zeigt das Ausmaß der Zerstörung.
Timo Jann
Dieses Bild zeigt das Ausmaß der Zerstörung.

„Wir sind mit dem Stichwort ,eingeklemmte Person nach Verkehrsunfall' alarmiert worden, das bestätigte sich dann aber bei unserem Eintreffen am Unfallort nicht. Unter den einsturzgefährdeten Gebäudeteilen wäre eine Personenrettung aus dem verunglückten Wagen auch kompliziert geworden“, erklärte Büchens Ortswehrführer Christian Bretzke. „Glücklicherwiese durchbrach der Audi die Außenwand im Bereich eines großes Fensters, sodass ein Träger die Decke abstützte.“

Vorsorglich holte die Feuerwehr sich Rat von einem Fachberater des Technischen Hilfeswerks, um das Wohnhaus abzusichern. Erst danach konnte der Audi geborgen werden. Der Schaden wurde auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

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