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sicher durch den verkehr Prüfung unter Realbedingungen

Von msr | 04.07.2014, 23:45 Uhr

Fahrradprüfung einmal anders: Nicht, wie gewohnt, auf dem Schulhof, sondern unter Realbedingungen im Straßenverkehr fand die Prüfung der Viertklässler unter Leitung der Wyker Polizei dieses Mal statt.

Fahrradprüfung einmal anders: Nicht, wie gewohnt, auf dem Schulhof, sondern unter Realbedingungen im Straßenverkehr fand die Prüfung der Viertklässler dieses Mal statt. Etwa 60 Kinder aller Föhrer Grundschulen erwarben den Fahrradführerschein, geleitet von der Polizei Wyk. Sie traten morgens beim Wellenbadparkplatz an – dort wurden alle Drahtesel auf Verkehrstauglichkeit geprüft. Polizistin Juliane Ingwersen musste niemanden nach Hause schicken, lediglich geringe Nachbesserungen galt es zu protokollieren und für die Mängelabstellung vorzumerken – eine Notiz an die Eltern gab es dazu. Jedes Kind durfte nur mit Fahrradhelm starten. Eineinhalb Kilometer war die Prüfungs-Distanz lang, sie führte vom Rebbelstieg über Lüttmarsch, Ohlhörnweg, Badestraße, Starklef, Halligweg und retour zum Rebbelstieg. Dort wurden die Radfahrer-Kids wieder empfangen.

Ein Rettungswagen war vorsorglich von der Wyker Rettungswache abgestellt worden, extra für den Trainingstag. Vor dem Start gab es von Polizistin Ingwersen und ihrem Ehemann, dem Sanitäter Ingwersen, Instruktionen zum Kursverlauf. Alle Starter sollten sich wohl fühlen und möglichst viel Sicherheit spüren. Bevor dieser Trainings-Tag umgesetzt wurde, war natürlich von Lehrerseite viel informiert worden. Auch verständigten die Schulen alle Eltern – es wäre ratsam, die Strecke mit ihren Kindern abzufahren.

Juliane Ingwersen hatte die Stoppuhr im Blick – mit Abstand von je zwei Minuten radelten die Viertklässler los. Anfeuerungsrufe von Schulkameraden begleiteten sie die ersten Meter. An den Jacken waren Nummern befestigt, um Überblick zu haben, wer aktuell das Training absolviert. Unterwegs gab es Streckenposten, „Fahrer-Mütter“ mit Klappstühlen und auch drei Polizisten mit Funkgeräten, die den Weg der Kinder beaufsichtigten.

Nach der Rückkehr zum Wellenbadparkplatz wurden die Kids zum Geschicklichkeitsparcours gelotst. Dort sollten per Fahrrad Hütchen umkurvt und eine Wippe befahren werden. Dann gab es viel Spaß bei einem Ring-Staffel-Wettbewerb. Von der Polizei erhielt jeder Teilnehmer einen Rad-Pass, als Beleg über die Prüfung.

Ausdrücklich dankte Juliane Ingwersen allen Eltern und Lehrern für die Mitwirkung im Vorfeld. Für den Fall, dass es stark regnen sollte, hatte Hafenbetriebschef Ulrich Koch die Lüttmarschhalle zur Verfügung gestellt. Ordnungsamtsleiter Jörg Michelsen genehmigte, dass der öffentliche Parkplatz beim Wellenbad als Basis genutzt werden konnte. Dort betreuten mehrere Helfer alle Teilnehmer, die ihrer Tour entgegen sahen oder bereits zurückgekommen waren.

Außer Kleinigkeiten, die im Schulunterricht nachgebessert werden, hatte die Polizei nichts am Verhalten der jungen Radler zu beanstanden. Anders war es mit den erwachsenen Verkehrsteilnehmern. Denn Streckenposten meldeten, dass einigen Kindern die Vorfahrt genommen worden war. „Es ist natürlich alles andere als vorbildlich, wenn Autos, gelenkt von Erwachsenen, keine Rücksicht nehmen“, ärgerte sich Ingwersen. Denn schon an der Nummer, die jedes Kind gut sichtbar trug, hätte man sehen können, dass etwas Spezielles ablief. „Auch gab es ja den Zeitungsbericht, wo Uhrzeit und Streckenverlauf exakt genannt wurden.“