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Wyk Neuer Träger in gewohnter Umgebung

Von oky | 18.03.2013, 08:02 Uhr

Elterninitiative löst sich nach mehr als 20 Jahren auf und reagiert damit auf die gestiegenen Anforderungen im Bereich der Kinderbetreuung

Seit Februar wird die beliebte Kindertagesstätte "Inselkinder" unter der neuen Trägerschaft des ADS-Grenzfriedensbundes geführt. Aus diesem Anlass hatten die Verantwortlichen zu einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür geladen. Der Wyker Bürgermeister Heinz Lorenzen lobte die exzellente Arbeit der Elterninitiative, die die Einrichtung vor mehr als 20 Jahren gegründet hatte. Peter Rodewald, Geschäftsführer des neuen Trägers, begrüßte die "Neuen" im Kreis der 30 Einrichtungen, die bereits als ADS-Kindertagesstätten betrieben werden.

"Im Jahr 1991 haben wir den Verein Inselkinder gegründet, da es zu diesem Zeitpunkt auf Föhr kein einziges Angebot für Ganztagsbetreuung gab", erinnerte sich Carola Feld, Gründerin der Elterninitiative. Viel hat sich seither bezüglich der Organisation, Kinderbetreuung und Qualifikation der Erzieherinnen im Bereich der Kindertagesstätten verändert. "Neue Auflagen haben den Betrieb so komplex gemacht, dass dies in Form einer Elterninitiative nicht mehr zu schaffen ist", erklärte Susanne Stelly-Planta, erste Vorsitzende des nun aufgelösten Vereins.

Heute werden in den Räumen im Amselweg 18 Kinder und sieben Krippenkinder von den vier Mitarbeitern Sabine Maus, Florian Hommel, Sabine Angermann und Hanna-Lena Stammer sowie Jenny Wotsch, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, begleitet. Das neue Krippenangebot, das seit einem halben Jahr angeboten wird, umfasst insgesamt zehn Plätze. Zwei Drittel der betreuten Kinder kommen aus Wyk, ein Drittel von Föhr-Land. "Einer der Vorteile unserer Einrichtung sind die langen Öffnungszeiten von 7.30 bis 17 Uhr", erläuterte Sabine Maus, Diplomsozialpädagogin und pädagogische Leiterin der "Inselkinder". Die Kinder könnten entspannt den ganzen Tag in vertrauter Umgebung verbringen - ein Angebot, das insbesondere während der Saison stark genutzt werde.

Für Christa Krewer, zuständige Referentin für die Kindertagesstätten des ADS-Grenzfriedensbundes, passen die Inselkinder zum pädagogischen Konzept des neuen Trägers, das neben Erziehung zur Selbstständigkeit und zum Übernehmen von Verantwortung auch Sprachenbegegnung umfasst. Derzeit sind bei den Inselkindern sechs Muttersprachen vertreten.

Am Ende blieb auch Zeit, Erinnerungen auszutauschen. Nicht nur an die Krippeneröffnung und Jubiläumsveranstaltung im vergangenen Jahr, sondern auch an das Jahr 2010, als der Kindergarten unter Wasser gestanden hatte und eine Generalsanierung notwendig geworden war. Ein lachendes und ein weinendes Auge also, mit dem die ehemals verantwortlichen Susanne Stelly-Planta, Kersten Ganzel, Peter Rodewald und Thore Riemann in die Zukunft blicken. "Wir waren ein tolles Team und hatten viel Spaß, es war aber auch viel harte Arbeit dabei", ist sich Susanne Stelly-Planta sicher, mit dem ADS-Grenzfriedensbund den idealen Partner gefunden zu haben, "der die Einrichtung in unserem Sinne weiterführen wird".