Ein Artikel der Redaktion

gemeinsam gefeiert Informativ und unterhaltsam

Von msr | 16.07.2014, 20:19 Uhr

In der Strandstraße richteten die Bund-Inselgruppe, die „Brücke“ und die Wohnungsgenossenschaft „föhreinander“ ein Sommerfest aus. Neben einem bunten Programm wurde auch Wissenswertes etwa über die Stromtankstelle vermittelt.

Ein Jahr nach dem Einzug in das neue Domizil in der Wyker Strandstraße wurde im Innenhof ein informatives Sommerfest ausgerichtet. Eine Gemeinschaftsaktion der Inselgruppe Föhr-Amrum des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund), der Selbsthilfeorganisation „Brücke“ und der Wohnungsgenossenschaft „föhreinander“. Angela Ottmann (Bund), Eva-Maria Findeisen (Brücke) und Anke Scheuermann („föhreinander“) lobten das gemeinsame Engagement der drei Zusammenschlüsse, die hier Tür an Tür arbeiten, wodurch ein guter Austausch ermöglicht wird.

Verzehrt wurden Kaffee, Kuchen und Würstchen vom Grill. Viel Eigenbarbeit lag dem Fest zugrunde, aber auch viel Geschmack. Passend dazu einige Themen des Treffens: „Regional und Bio einkaufen auf Föhr“ und „Plastikarme Inselumwelt“.

In den Räumen des Bund wurde die Ausstellung „Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren“ eröffnet. Rede und Antwort standen hier alle Kollegen, so dass umfassend informiert wurde. Maxi Huth, seit einer Woche wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Föhrer Bund, führte kompetent durch ein vom Umweltbundesamt eingerichtetes Internetportal. Mit diesem interessanten Tool zur Errechnung des ganzjährigen CO2-Anfalls, etwa eines Familienhaushaltes, konnten Erkenntnisse über die Auswirkung des eigenen Verhaltens gewonnen werden.

Die Stichworte waren unter anderem Ernährung, Mobilität und nachhaltiges Wohnen. Für jede Anfrage nahm sich Huth genügend Zeit und spielte die jeweiligen Modelle mit den Interessierten am Computer durch. Draußen zeigte Maxi Huth die Strom-Tankstelle, deren Anschaffungskosten bei zweieinhalbtausend Euro lagen. Leider finden „nicht alle Elektro-Autos der Insel“ den Weg hierher – so hat diese Station noch eher Symbol-Charakter.

Die Räumlichkeiten der „Brücke“ konnten ebenfalls besichtigt werden. Auch stand dort ein Treppenlift zur Verfügung. Der „Verein zur Unterstützung von Menschen in Not“ ist eine sehr wichtige Anlaufstelle, nicht nur auf Föhr. Bedürftigen Menschen in seelischen Ausnahmezuständen oder mit körperlichen Beschwerden wird hier beiseite gestanden. Ob durch Suchtprobleme, Vereinsamung oder chronische Krankheiten – hier bekommen die Betroffenen Rat und Hilfe.

Die „Energiegenossenschaft Föhr – die Zukunft in Bürgerhand“ war mit den Überschriften „Interessenausgleich“, „Lokale Wertschöpfung“, „Soziale Gerechtigkeit“, „Bedarfsgerechte Energiewirtschaft“ und „Insolvenzsichere Unternehmensform“ vertreten. Kurzfristig ist angestrebt, jegliche Energieversorgung des Föhr-Amrumer-Amtsgebäudes durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zu gewährleisten. Allen existentiellen Bereichen dieses Sommerfestes gebührte mehr Publikum. Jene Besucher jedoch, viele aus direkter Nachbarschaft, die sich an diesem Nachmittag eingefunden hatten, waren guter Dinge.