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Lokales

22. August 2017 | 13:40 Uhr

Acht Millionen Euro für die Region

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die 17 Stiftungen der Sparkasse Holstein unterstützen rund 1000 Maßnahmen und Projekte in Ostholstein und Stormarn

Banken haben im Allgemeinen nicht das beste gesellschaftliche Image, doch die Sparkasse Holstein tut alles dafür, es zu verbessern. Und das mit gutem Recht, denn neben ihrem operativen Geschäft unterstützt das Geldinstitut mit seinen 17 Sparkassen-Stiftungen zahlreiche Vereine und Projekte in Stormarn und Ostholstein. Mehr als 6,3 Millionen Euro hat die Sparkasse Holstein im vergangenen Jahr für ihr gesellschaftliches Engagement in der Region aufgewendet.

Das vergangene Jahr war für die Sparkasse Holstein ein ganz besonderes, denn vor genau zehn Jahren entstand sie aus der Fusion der Sparkassen Ostholstein und Stormarn. Im Jubiläumsjahr gab es deshalb neben den 6,3 Millionen Euro, die in die Stiftungen flossen, noch einmal eine 1,7 Millionen zusätzlich. Gut eine halbe Million Euro hat die Sparkasse Holstein über Spenden und Sponsoring direkt an Vereine, Verbände und Initiativen ausgeschüttet. „Um unsere nachhaltige und langfristige Fördertätigkeit sicherzustellen, bleibt das Stiftungskapital in Höhe von rund 45 Millionen Euro unangetastet. Wir fördern nur aus den Zinserträgen sowie aus Spenden“, betont Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein.

Allerdings werde das in Zeiten darniederliegender Zinsen immer schwieriger. Die größte Herausforderung ist deshalb momentan die anhaltende Niedrigzinsphase. Man wolle sich daher in Zukunft verstärkt auf bestehende Projekte konzentrieren, anstatt neue zu initiieren, so Lüdiger. „Jetzt ist erst mal Schluss mit neuen Projekten. Wir wollen die vorhandenen erhalten und fortsetzen. Dabei sind wir auf einem guten Weg mit dieser tollen Mannschaft“, so der Sparkassenchef.

Außerdem wolle man den Kapitalstock weiter aufbauen. „Aus den Erträgen der Stiftungen muss ja auch weiterhin alles finanziert werden. Es soll alles weiter gehen und zwar ohne spürbare Einschnitte. Wir hängen nun mal an den Kapitalerträgen.“ Als Stiftung sei man aber trotz Niedrigzinsen sehr gut aufgestellt. „Wenn uns das Wasser mal bis zum Hals steht, dann sind die anderen schon ertrunken“, betont Dr. Martin Lüdiger mit einem Augenzwinkern und einem Seitenhieb auf die Konkurrenz.

Rund 1000 Förderanträge wurden im vergangenen Jahr gestellt. Oft halfen da schon kleine Beträge weiter. Und dann gibt es die wenigen, aber sehr großen „Leuchtturm-Projekte“, wie der Ahrensburger Marstall und die Galerie in der Trittauer Wassermühle, wo regelmäßig Ausstellungen präsentiert und gefördert werden.

Aber auch das Stormarner Kinderatelier, wo Kinder in Workshops arbeiten und an die Kunst herangeführt werden, wäre ohne die finanzielle Förderung der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn nicht denkbar, ebenso wie die Durchführung der alljährlichen Stormini-Kinderstadt. Und die Sparkassen-Sozialstiftung förderte mit knapp 140  000 Euro nicht nur Inklusionsprojekte, wie „Sport für alle“ des Kreissportverbandes, sondern auch Freizeitangebote für Kinder, die mit ihren Müttern im Ahrensburger Frauenhaus leben. Lüdiger stolz: „Mit unseren Aktivitäten belegen wir landesweit den 1. Platz aller Sparkassen-Stiftungen.“

Eine große Herausforderung ist und bleibt aber die Bewältigung der zukünftigen Finanzierung aller bestehender Projekte. „Es gibt Überlegungen, große privatrechtliche Stiftungen mit einzubinden“, sagt Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftungen. Die ist allerdings noch Zukunftsmusik.

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erstellt am 23.Feb.2017 | 16:25 Uhr

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