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3500 Syrien-Flüchtlinge wollen nach Schleswig-Holstein

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In diesem Jahr sollen weitere 5000 besonders schutzbedürftige syrische Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden, auf Schleswig-Holsteins entfallen davon 118 Personen. Doch der Bedarf ist viel größer. Die Ausländerbehörden haben dem Kieler Innenministerium bis Ende Januar mehr als 3500 Flüchtlinge gemeldet, die berücksichtigt werden könnten. Die Vorschläge kamen von syrischen Staatsangehörigen, die in Schleswig-Holstein leben.

Gestern hatte ein Gremium, bestehend aus Mitarbeitern des Innenministeriums, dem Flüchtlingsbeauftragten und der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Landesverbände die Aufgabe, 118 Namen aus der großen Menge der Vorschläge auszuwählen. Kriterien waren dabei die Zusammenführung von Eltern und minderjährigen Kindern sowie besondere humanitäre Einzelfälle.

„Es ist mehr als belastend, aus dieser großen Anzahl von Menschen mit unterschiedlichsten Flucht-Schicksalen nur 118 für eine Aufnahme auszuwählen zu müssen“, sagte Innenminister Andreas Breitner, der jetzt vom Bund „konkrete Vorschläge für eine Erweiterung des Aufnahme-Kontingents“ erwartet. Das Kieler Innenministerium prüfe bereits, welche Möglichkeiten das Land hat, um möglichst vielen Betroffenen, die aktuell noch nicht berücksichtigt werden können, schnell notwendige Hilfen zu verschaffen.

Die Sprecherin für Flüchtlingspolitik, die Kieler Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg, unterstützt Breitners Forderung: „Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, das Kontingent deutlich zu erhöhen und das Aufnahmeverfahren weiter zu vereinfachen.“

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erstellt am 19.Feb.2014 | 13:48 Uhr

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