30 000 Blutspenden in 50 Jahren

Machten zum Jubiläum ihre Aufwartung: Manfred Irgens (rechts) begrüßte Wolfgang Krohn, Roland Krügel, Peter Daniel und Reinhold Kinle als Ehrengäste des Helfertreffens.
Machten zum Jubiläum ihre Aufwartung: Manfred Irgens (rechts) begrüßte Wolfgang Krohn, Roland Krügel, Peter Daniel und Reinhold Kinle als Ehrengäste des Helfertreffens.

Bilanz Das Tornescher DRK feiert ein besonderes Jubiläum / Vorsitzender lobt den Zusammenhalt im Ortsverein und bittet zum Essen

shz.de von
02. September 2017, 16:14 Uhr

Wenn Manfred Irgens über seinen DRK-Ortsverein im Allgemeinen und die ehrenamtlichen Helfer spricht, bekommt seine Stimme einen warmen Klang. „Ich bin gern Vorsitzender, weil bei uns eine große Harmonie herrscht, die gepaart ist mit einer außerordentlichen Leistungsbereitschaft. Das ist eine seltene Kombination“, sagt er. In dieser Woche hatte er einen besonderen Anlass, um die Helfer um sich zu versammeln: Die Mitglieder im Tornescher DRK blicken auf 50 Jahre Blutspende zurück.

Fünf Termine im Jahr richten die rund 60 Ehrenamtlichen aus und begrüßen dazu insgesamt rund 850 Spender. In zwölf Monaten kommen so rund 425 Liter Blut zusammen, vielleicht 30  000 Blutspenden waren es in den vergangenen 50 Jahrzehnten. Eine stolze Bilanz. Das sieht auch Irgens so. „Es zeigt auch, was durch das Ehrenamt möglich wird.“ Für den DRK-Chef steht und fällt alles mit der Atmosphäre im Team. „Unsere Helfer fühlen sich wohl miteinander und empfinden das DRK als ihre Heimat.“ Das DRK sei ihnen eine soziale Verpflichtung.

Das gute Miteinander ist für ihn einer der Gründe für die konstant große Resonanz Interesse der Spender. „Wir haben einen persönlichen Kontakt zu ihnen.“ Spender und Helfer kennen sich zum Teil lange und nutzen die Blutspendetermine auch, um mal wieder in Ruhe ins Gespräch zu kommen. Die Einteilung der Helfer ist Aufgabe von Hertha Holstein. Pro Blutspendetermin braucht sie etwa 25 von ihnen. Jeweils drei Tage lang sind die Teams gut beschäftigt. „Am Montag werden der Ablauf besprochen und die ersten Einkäufe erledigt. Am Dienstag wird der Rest eingekauft und gekocht. Am Mittwoch muss bis 14.30 Uhr alles fertig sein“, sagt DRK-Chef Irgens. Feierabend ist gegen 22.30 Uhr.

Für dieses unverzichtbare Engagement gab es viel Lob auch von Bürgermeister Roland Krügel (CDU), Bürgervorsteher Peter Daniel (SPD), DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Kinle und Kreisvorsitzendem Wolfgang Krohn, die als Ehrengäste am Helfertreffen teilnahmen.

Irgens denkt unterdessen schon über das Jubiläum hinaus. Sein Ziel ist eine Verjüngung des Helferteams. „Wir haben uns in der Arbeit in den vergangenen Jahren stark auf die Senioren konzentriert.“ Es sei an der Zeit für Angebote, die jüngere Menschen ansprechen. „Außerdem werden wir in den nächsten Monaten von Haustür zu Haustür gehen und um jüngere Helfer und Spender werben.“ Und dann ist da noch die Frage nach einem Nachfolger. Irgens ist seit 2012 Vorsitzender, seine zweite Amtszeit läuft noch bis 2019. Dann, so der 76-Jährige, könne er sich vorstellen, das Amt abzugeben. Bis dahin möchte er einen Nachfolger aufgebaut haben.

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