IKK - Die Innovationskasse Nicht nur für schöne Beine: Was tun für gesunde Venen?

26.08.2022, 00:00 Uhr

Langes Stehen und Sitzen können bereits bei jungen Menschen zu einer Erschlaffung des Bindegewebes, aber auch zu Varizen führen. Für Versicherte der IKK – Die Innovationskasse sind jetzt auch schonende Behandlungsverfahren kostenfrei.

Straffe Beine sind auf der „Wunschliste“ vieler Menschen ganz weit oben, wenn es um das Aussehen geht. Doch vor allem Frauen machen, teils bereits ab jungen Jahren, Cellulite und Varizen, auch bekannt als Krampfadern, oft einen Strich durch die Rechnung. Viele betrachten diese Leiden vor allem als kosmetisches Problem, doch gerade Varizen können zum ernsthaften Gesundheitsrisiko werden. Doch wie entstehen diese eigentlich?

Cellulite – Ursachen und Vorbeugung

Der ausschlaggebende Faktor bei der Entstehung von Cellulite ist ein schwaches Bindegewebe. Sie entsteht, weil Bindegewebsfasern, die Faszien, unter der Haut unterschiedlich straff sind – an den Stellen, an denen sie nachgeben, können sich Fettpölsterchen unter der Haut nach oben schieben, an den strafferen Stellen werden diese „an Ort und Stelle“ gehalten. So entsteht die auch als „Orangenhaut“ bekannte Hautveränderung.

Frauen sind hiervon häufiger betroffen als Männer, da ihr Bindegewebe von Natur aus schwächer ist. Dr. Jürgen Böhme, Gefäßchirurg aus Lüneburg, weiß:

„Cellulite lässt sich nicht medizinisch behandeln. Die gute Nachricht: Sie ist kein gesundheitliches Problem und man kann ihr durch regelmäßigen Sport, vor allem alles, was die Faszien geschmeidig hält – also durch sanften Ausdauersport wie Spazieren oder Radfahren, aber auch durch Dehnübungen und Massagen – gut vorbeugen.“
Dr. Jürgen Böhme
Gefäßchirurg aus Lüneburg

Krampfadern – Kein „Alte-Leute-Thema“

Anders sieht es mit dem Thema Varizen aus. Auch sie sind weit verbreitet: Etwa jede vierte Frau und jeder fünfte Mann leidet im Laufe des Lebens unter der Venenstörung, bei der das Blut aus den betroffenen Regionen, meist den Beinen, nicht mehr vollständig zurück zum Herzen gepumpt wird. Die dadurch blau hervortretenden Venen sind nicht nur ein kosmetisches Problem, wie der Venenspezialist erklärt:

„Man hat bei einer Krampfader eine permanente Überlastung des Venensystems, auch der gesunden Venen. Die gesunde und die kranke Vene arbeiten ständig gegeneinander. Wenn man die Krampfader nicht entfernt, wird also das gesunde Venensystem auch krank.“
Dr. Jürgen Böhme

Folgeerkrankungen nicht behandelter Krampfadern können von Hautveränderungen durch den Stau von sauerstoffarmem Blut im Bein bis hin zu Thrombosen führen, also einem Blutpfropf, der den Blutfluss lahm legt. „Krampfadern sind keine Erkrankung alter Menschen“, betont Dr. Böhme. „Wir beobachten dieses Venenleiden schon bei Patientinnen im vierzehnten Lebensjahr.“

Zu den größten Risikofaktoren gehören neben einer genetischen Veranlagung auch deutliches Übergewicht und ein Lebensstil, bei dem entweder viel gesessen oder viel gestanden wird, denn beides erschwert den Rücktransport des Blutes aus den Beinen zum Herzen. Vorbeugung durch regelmäßige Bewegung ist also auch hier die beste Medizin. Doch auch in der schonenden operativen Behandlung von Krampfadern hat sich in den letzten Jahren viel getan.

Venenstripping und minimal-invasive Verfahren

Unter https://www.die-ik.de/diagnosenorddeutsch-nicht-nur-fuer-schoene-beine#c9838 lesen Sie, welche minimal-invasiven Behandlungsverfahren es für Varizen gibt und wie sie von der IKK – Die Innovationskasse übernommen werden. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts #DiagnoseNorddeutsch entstanden, hier behandelt die IKK – Die Innovationskasse unterschiedliche Gesundheitsthemen.