Stadtwerke Kiel Gasknappheit: Warum es jetzt auch sinnvoll ist, Strom und Wasser zu sparen

30.08.2022, 00:00 Uhr

Nicht nur wer eine Gasheizung hat, muss durch die gestiegenen Beschaffungskosten tiefer in die Tasche greifen – auch den Strom- und Wasserverbrauch bewusster zu gestalten, ist jetzt wichtig.

ANZEIGE // Dass wegen der gedrosselten Gaslieferungen aus Russland hierzulande Gas gespart werden muss, um die Versorgung im Winter sicher zu stellen, ist derzeit in aller Munde. Doch auch in anderen Bereichen lohnt es sich, den eigenen Verbrauch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen – nicht nur, weil man so den durch die Inflation bereits strapazierten Geldbeutel schont. Warum wird derzeit auch dazu aufgerufen, Strom, Wasser oder Fernwärme zu sparen, um die Gasknappheit zu bekämpfen?

Warum muss jetzt auch Strom gespart werden?

Das Thema Stromsparen ist in den letzten Wochen etwa durch die Ankündigung, Fassadenbeleuchtungen auszuschalten und Klimaanlagen auch bei brütenden Temperaturen zu drosseln, weit oben auf der Agenda der Politik gewesen. Obwohl rückgängig, wird in Deutschland und auch bei den Stadtwerken Kiel noch immer ein beachtlicher Teil des Stroms aus Erdgas erzeugt. Das Einsparen von Strom leistet also einen Beitrag zur Sicherstellung der Energieversorgung.

So können Verbraucher etwa im Alltag darauf achten, Geräte nicht im Stand-By-Modus zu lassen, sondern durch Ziehen des Steckers oder durch eine Steckdose mit Kippschalter komplett auszuschalten. In der Küche kann man etwa darauf achten, eher mit Umluft als mit Ober- und Unterhitze zu backen - denn bei Umluft kommt man mit niedrigeren Temperaturen zu einem ähnlichen Backergebnis. Auch durch rechtzeitiges Auftauen gefrorener Lebensmittel spart man Energie, sowohl im Gefrierfach als auch beim Ofen.

Trinkwasserversorgung und Stromverbrauch

Beim Trinkwasserverbrauch gibt es Einsparpotenziale im Haushalt, da das Wasser zum Kochen, Spülen oder Duschen mit Strom erhitzt werden muss. Das Warmwasser, das bei den Endverbrauchern aus dem Hahn kommt, wird im Heizkessel, mit Durchlauferhitzern oder Boilern durch Erdgas oder aber durch Fernwärme (und somit auch durch Erdgas) erhitzt. Verbrauchen die Bürger also weniger warmes Wasser, indem sie etwa kürzer und weniger heiß duschen, wird auch weniger Energie verbraucht. Die Temperatur des Warmwassers selbst sollte nicht reduziert werden, da eine Temperatur von mindestens 60 Grad wichtig ist, um das Wachstum von Legionellen in den Leitungen zu verhindern.

Auch außerhalb der eigenen vier Wände hat die Höhe des Wasserverbrauchs Auswirkungen auf den Stromverbrauch, denn auch bei der Wasseraufbereitung in Kläranlagen und für den Transport des Wassers durch die Stadt wird Energie verbraucht.

Müssen auch Fernwärmekunden beim Heizen sparen?

Dass Bürger, die ihre Immobilie mit Gas heizen, durch die Gasknappheit besonders betroffen sind, liegt auf der Hand. Doch auch Fernwärme-Kunden müssen sich auf Teuerungen einstellen, da neben anderen Energieträgern auch Gas bei der Fernwärme-Produktion zum Einsatz kommt. Bei den Stadtwerken Kiel kommt die Fernwärme etwa aus dem Küstenkraftwerk, das ausschließlich mit Erdgas läuft. Allerdings wird das Erdgas hier besonders effizient genutzt, da durch den Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung die eingesetzte Energie gleichzeitig in Elektrizität und Nutzwärme umgewandelt wird.

Es ist also nicht nur für die persönlichen Finanzen eine gute Idee, in den nächsten Monaten auf das eigene Heizverhalten, den Wasser- und Stromverbrauch zu achten. Auf der Website der Stadtwerke Kiel finden sich zahlreiche Energiespartipps. Zudem können Privatkunden sich auch von den hauseigenen Experten individuell beraten lassen.

Mehr Informationen:

Stadtwerke Kiel AG

Uhlenkrog 32
24113 Kiel

Tel. (Kundenservice): 0431 9879 3000 
Montag bis Freitag 8:00 bis 18:00 Uhr

E-Mail: email@stadtwerke-kiel.de

Web: www.energie-sparen-jetzt.sh