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Anzeige: Itzehoer Aktien Club Inflation: Back to the Seventies?

07.05.2022, 00:01 Uhr

Jeden Monat schreibt Jörg Wiechmann in der sh:z Börsenkolumne über aktuelle Entwicklungen auf dem Aktienmarkt und der Welt.

Als Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC) erklärt Jörg Wiechmann in seiner aktuellen sh:z Börsenkolumne, warum die Ursachen der Inflation ähnlich sind wie in den 70ern – die Lösungsansätze aber andere sein müssen.

Das schreibt Jörg Wiechmann über die aktuellen Parallelen zu den 1970er Jahren:

Die Älteren unter uns erinnern sich noch: Die 1970er waren das Jahrzehnt der Schlaghosen, kurzer Röcke und des deutschen Schlagers. Allerdings: Es war auch die Zeit des Vietnamkriegs, zweier großer Ölkrisen und ausufernder Inflation. Inwieweit wir demnächst mit einer Neuauflage von Schlaghose und Schlager rechnen dürfen, ist fraglich. Die Neuauflage von Krieg, Ölkrise und Inflation hingegen haben wir bereits. Und es spricht viel dafür, dass die Inflation, wie in den 70ern, gekommen ist, um für Jahre zu bleiben.

Das sieht die EZB naturgemäß anders. Noch bis vor Kurzem versicherte sie uns, es handele sich um einen „transitorischen“ bzw. vorübergehenden Effekt. Wäre es nach den Notenbankern gegangen, wäre die Inflation bereits seit Ende letzten Jahres wieder auf dem Rückzug. Das ist sie jedoch nicht. Im Gegenteil: Im März stieg die Teuerung hierzulande auf 7,6% und ist damit so hoch, wie zuletzt in den 1970ern. Mittlerweile räumt selbst die EZB ein, dass sie sich geirrt hat und die Inflation dieses Jahr im Euro-Raum bei über 5% liegen dürfte. Allerdings: Da es die zentrale Aufgabe der Notenbanker ist, das Geld stabil und dafür notwendig die Inflationserwartung der Bürger niedrig zu halten, scheint erneut viel Zweckoptimismus im Spiel. Immerhin liegt die Teuerung bei unseren Nachbarn in Holland bereits bei fast 12% und in Litauen bei fast 16%.

Bleibt die Frage: Woher kommt die Inflation? Dazu Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman: „Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen“. Sprich: Weiten Politik und Notenbank die Geldmenge stärker aus als die Menge der ihr gegenüberstehenden realen Güter, verliert das Geld früher oder später an Wert. Folglich steigen die Preise, die Inflation ist da. In den 1970ern war die Inflation Folge des ausufernden Gelddruckens, allen voran der USA zur Finanzierung ihres Vietnamkriegs.

Ukrainekrieg nicht ausschlaggebend

Auch aktuell ist die Inflation mehr eine Folge des in den letzten Jahren exzessiven Gelddruckens als des jüngsten Energiepreisschocks wegen des Ukrainekriegs. Auch wenn die Notenbanker sich hinter diesem jetzt gern verstecken. Allerdings lag die Inflation bereits vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und damit vor dem Anstieg der Energiepreise bei über 5%. Bedenkt man zudem, dass seit Jahren sämtlichen Krisen – von der Finanzkrise 2009 über die Euro- und Corona-Krise bis hin zur aktuellen Ukraine-Krise – stets reflexhaft mit dem Rezept Gelddrucken begegnet wurde, schwant einem Böses. Nämlich, dass das mittlerweile aufgestaute Inflationspotenzial das der 1970er Jahre möglicherweise sogar noch übersteigt.

Der Inflation entgehen

Insofern stehen wir heute vor dem gleichen Problem, wie in den 1970ern: einer wohl über viele Jahre hohen Inflation. Allerdings haben wir nicht die gleiche Lösungsmöglichkeit wie seinerzeit: Anfang der 1980er wurde die Inflation nämlich schlussendlich eingefangen durch starke Zinserhöhungen – in den USA zeitweise auf über 15%. Die damals geringen Staatsschulden von nur rund 40% vom BIP machte das möglich. Angesichts der hohen Staatsschulden von heutzutage rund 100% im Euro-Raum und rund 130% in den USA sind derartige Zinserhöhungen als Medizin gegen die Inflation diesmal allerdings unvorstellbar.

Für Anleger bedeutet die Aussicht auf eine Neuauflage der 1970er in Sachen Inflation bei gleichzeitig andauerndem Null- und Niedrigzins der 2020er: Geldwerte sind der sichere Weg, um seine Lebensersparnisse in den kommenden Jahren an die Inflation zu verlieren. Schutz bieten nur Sachwerte. Allen voran internationale Qualitätsaktien, die von steigenden Preisen à la longue sogar noch profitieren.

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