Anzeige: Unser Handwerk Reetdächer: typisch norddeutsch

12.04.2020, 00:00 Uhr

Traditionell und modern: Das Handwerk der Reetdachdeckerei erlebt zu Recht eine Renaissance.

Kaum ein Gewerk ist so signifikant für das Land zwischen den Meeren wie das der Reetdachdecker. An Nord- und Ostsee gibt es sie seit dem Ende der letzten Eiszeit. Damals wurden die Menschen sesshaft, zuerst an den Ufern der Gewässer. Gegen Niederschlag, Wind und Sonne nutzte man das Reet. Bereits damals war klar: Es gibt nichts Besseres!

Bis heute hat es sich als bedeutendes Material zur Dacheindeckung gehalten und erlebt just in diesen Jahren eine Renaissance. Vergessen ist die Phase der Arbeit mit Pappe und Asbestzementplatten. Die Menschen sind viel gesundheitsbewusster geworden und greifen, wo es nur geht, auf natürliche Materialien aus nachhaltiger Produktion zurück.

Reet hat viele Vorteile

Die Liste der Vorteile von Reet ist lang: Es ist regenscher, schneedicht, frostbeständig, diffusionsfähig, atmungsaktiv, luftfilternd, staubsicher und reguliert die Feuchtigkeit im Haus. Ein Reetdach ist absolut frei von chemischen Zusatzstoffen. Unter Reet ist es im Winter und im Sommer kühl. Es hält viele Jahrzehnte, ein Grund mehr, dass viele den höheren Anschaffungspreis akzeptieren.

Das individuelle Erscheinungsbild eines jeden Gebäudes wird vom Dach geprägt. Baustil und Dach werden Ausdruck einer inneren Überzeugung, wobei wohl kein Dach so viel Charakter ausstrahlt wie ein Reetdach. Jedes ist ein Unikat, behält im Alter seine Würde und strahlt einladende Wärme und Behaglichkeit aus.

Die Berufswahl: Das sollten angehende Reetdachdecker mitbringen

Solch gute Eigenschaften wie Naturverbundenheit, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und vor allem Teamfähigkeit sollten Reetdachdecker möglichst von Natur aus mitbringen. Denn besonders auf dem Dach kommt es darauf an, sorgfältig und vorausschauend miteinander zu arbeiten. Das Interesse an natürlichen Baustoffen und traditionellem Handwerk im Einklang mit modernen Elementen ist ebenso Voraussetzung bei der Wahl dieses Spezialbereiches im Dachdeckerhandwerk. Dazu kommt die Intention, an der Erhaltung von regionalem Kulturgut mitzuwirken.

Dieser Artikel ist nur einer von vielen, der am Donnerstag, den 26. März , in der Sonderbeilage „Unser Handwerk“ erschienen ist. Auf insgesamt 60 Seiten widmet sich das Magazin dem Handwerk in Nordfriesland und Umgebung. Das Themenheft wird von den Kreishandwerkerschaften in Husum und Niebüll sowie der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt. Ein Teil der Texte wird für alle sh:z-Leser unter shz.de/handwerk veröffentlicht. Außerdem können Sie unter diesem Link das E-Paper aufrufen: http://zeitung.shz.de/shzsonderbeilagen/673/ ​