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Anzeige Generationswechsel bei Fahrrad Petersen: Peter Junior tritt in die Fußstapfen seines Vaters

23.05.2022, 00:00 Uhr

Peter Petersen Junior soll das Fachgeschäft in spätestens fünf Jahren übernehmen. Wir haben mit Vater und Sohn über die Zukunft von Fahrrad Petersen gesprochen.

Er war 28 Jahre alt, als er die Verantwortung für das Familienunternehmen Fahrrad Petersen von seinem Vater übernahm: Peter Petersen, in Flensburg besser bekannt als „Peter Rad“. Seit mehr als drei Jahrzehnten führt er das Fachgeschäft am Hafermarkt in dritter Generation. Es waren und sind bewegende Jahre, in denen das Team von Fahrrad Petersen erfolgreiche Zeiten erlebte, aber auch so manches Tal durchlaufen ist. In diesem Jahr feiert Fahrrad Petersen 99-jähriges Jubiläum und will auch in Zukunft den Norden mit Fahrrädern, E-Bikes und Rollern versorgen. Der Generationswechsel ist eingeläutet, Peter Petersen Junior wächst schon jetzt in seine Führungsaufgaben hinein und soll das Fachgeschäft in spätestens fünf Jahren ganz übernehmen. Wir haben mit Vater und Sohn über die Zukunft von Fahrrad Petersen gesprochen.

„Bei Vaddi ist das Beeindruckendste die Kommunikation mit den Kunden“, antwortet Peter Junior anerkennend nach kurzer Überlegung auf die Frage, was er sich als zukünftiger Unternehmenschef bei seinem Vater abguckt. „Alles wahrscheinlich. Ich erkenne mich in vielem wieder, auch wenn ich als Kind mehr das Muttersöhnchen war“, lacht der 25-Jährige selbstironisch. Peter Junior übernimmt schon jetzt erste Führungsaufgaben im Familienbetrieb. Sein Vater, der 59 Jahre alt ist, wird sich in den kommenden Jahren mehr und mehr zurückziehen und zum Beispiel mal mit dem Wohnmobil durch das Land reisen. Die Freizeit und das Leben genießen möchte er, auch wenn er weiß, dass es ihn Überwindung kosten wird. „Ganz ohne Arbeit kann ich mir im Moment noch nicht vorstellen, aber das Leben ist ja auch endlich“, weiß Peter Petersen. Bislang stehe sein privates Wohnmobil an 350 Tagen im Jahr in der Garage herum. Das solle sich in Zukunft ändern.

Sein Sohn Peter Junior hat bei einem anderen regionalen Betrieb aus der Fahrrad-Branche eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel absolviert. Für seine zukünftige Aufgabe als Kopf des Traditionsgeschäfts ist er schon jetzt in jeden Bereich involviert. „Einmal im Monat gibt es zum Beispiel eine Besprechung in der Werkstatt, das macht er alleine mit den Jungs. Bestellungen machen wir zusammen mit den Verkäufern. Ich glaube, er könnte es auch allein. Vielleicht“, lacht Peter Rad.

Dass Peter Junior das Geschäft seines Vaters übernimmt, war seine freie Entscheidung. „Wir haben unsere Kinder nie unter Druck gesetzt, sondern gesagt, sie sollen machen, was sie wollen. Meine Tochter Lia zum Beispiel, die ein paar Jahre älter ist als Peter und den Laden genauso hätte übernehmen können, ist Diplom-Wirtschaftsingenieurin und lebt in Dresden“, berichtet Peter Rad. Klar freue er sich, dass sein Sohn weitermache, aber er hatte und habe immer auch die Wahl, etwas anders zu tun. Beim Vornamen seines Sohnes allerdings, da habe er sich schon sehr gefreut, eine Familientradition fortführen zu können, gibt er zu. Der Name Peter Petersen hat es ebenso wie das Fachgeschäft für Zweiräder bereits durch drei Generationen geschafft, auch wenn Ehefrau Silke zuerst ihre Bedenken hatte.

Höhen und Tiefen: Keine Schulden mehr und eine Erpressung

Wenn Peter Rad seinem Sohn in einigen Jahren die sprichwörtlichen Schlüssel zum Laden übergibt und seinen Platz im Büro räumt, dann tut er das mit einem sehr guten Fundament. „Seit 2015 sind alle Kredite für das Geschäft an die Bank zurückgezahlt. Das war der bisher beste Tag meiner Laufbahn, das haben wir geschafft“, sagt der Familienvater stolz. An seine dunkelste Zeit erinnert er sich ebenso gut. 2002 wurde Peter Senior innerhalb eines halben Jahres Vollwaise. Außerdem setzte ihm eine Erpressung einige Jahre später mental sehr zu. „Der Erpresser wollte Schutzgeld haben, hat mich und meine Familie bedroht. Man fühlte sich zuhause nicht mehr sicher. Drei Jahre lang hat er Ärger gemacht, bis es zum Prozess kam. Danach war alles gut. Aber es waren schwere Zeiten. Die Angst hat mich im Hintergrund immer begleitet“, blickt Peter Petersen zurück.

Eine klare Vision davon, wie Fahrrad Petersen in Zukunft aussehen wird, haben Vater und Sohn noch nicht. Ein Umbau wird wohl noch kommen, außerdem möchte Peter Junior moderne Arbeitszeitmodelle für das Team einführen. Was in jedem Fall bleiben soll, ist die Nähe zu den Kunden. „Wir haben ganz viele liebe Kunden, die ich teilweise schon kenne, seitdem ich ein Kind bin. Man hört ja von überall, es gäbe keine Stammkunden mehr. Da ist zwar was dran, aber das ist nicht die Regel. Wir bei Fahrrad Petersen haben viele langjährige Wegbegleiter. Darüber freuen wir uns sehr und hoffen, dass sie uns auch in Zukunft treu sind“, sagt Peter Rad. Das Familienunternehmen legt viel Wert auf eine persönliche Beratung und gute Qualität. „Für uns steht eine ehrliche Fachberatung an erster Stelle“, sagt Peter Junior. Und das soll auch so bleiben.

Über Fahrrad Petersen

Bei Fahrrad Petersen gibt es alles rund ums Zweirad: Mountainbikes, E-Bikes, Kinderräder, Trekking- oder City- und Transporträder und Lastenräder. Über 200 Fahrräder stehen im Geschäft zum Verkauf bereit, hinzu kommen 600 weitere im Lager. Auch Motorroller der Marken Vespa und den Töchtern Aprilia, Piaggio und Derby hat Fahrrad Petersen in seiner Produktpalette. Kleidung, Fahrradhelme, Packtaschen, Winterreifen und Material zur Pflege ergänzen das Sortiment. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 20 Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte davon arbeiten als ausgebildete Zweiradmechaniker in der 200 Quadratmeter großen Werkstatt. In der Glücksburger Straße 2, direkt neben dem Laden, gibt es einen großen Parkplatz für Kunden.

Weiterlesen: Vom kleinen Laden zum Fachgeschäft: 99 Jahre Fahrrad Petersen (Anzeige)

Adresse:
Fahrrad Petersen Hafermarkt 19
24943 Flensburg

Parkplatz: Glücksburger Straße 2

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9-13 Uhr und 14- 18 Uhr
Samstag: 9-14 Uhr

Tel.: 0461 / 141 310
Web: Fahrrad Petersen