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16. Dezember 2017 | 19:37 Uhr

Zwei Vereine mit gleichen Problemen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Verbandsliga Nord-Ost: Im Duell zwischen dem TSV Bordesholm und dem Osterrönfelder TSV treffen heute zwei Fehlstarter aufeinander

von
erstellt am 03.Sep.2015 | 19:42 Uhr

Es ist schon kurios, wie sich die Bilder gleichen. Vor dem direkten Aufeinandertreffen des Osterrönfelder TSV beim TSV Bordesholm (heute 19 Uhr) trennt die beiden Mannschaften in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost gerade einmal ein Törchen. Mit jeweils nur einem Sieg bei vier Niederlagen haben die Clubs den Saisonauftakt verpatzt. Bei der Ursachenforschung kommen die Verantwortlichen auf beiden Seiten zu ähnlichen Ergebnissen.

„Wir kommen irgendwie nicht in Tritt. Die Vorbereitung war mit einigen urlaubs- und verletzungsbedingten Ausfällen nicht optimal“, sagt Bordesholms Torhüter Daniel Jeromin vor dem Duell mit seinem Ex-Verein. Und wie Osterrönfelds Trainer Olaf Lehmann beklagt auch Jeromin die mangelhafte Chancenverwertung in den bisherigen Spielen. „Ich denke, es wäre einfach gut, wenn wir mal in Führung gehen würden und nicht immer einem Rückstand hinterherlaufen müssten.“ Ein Satz aus dem Munde des Bordesholmer Keepers, den allerdings auch Lehmann vor wenigen Wochen fast wortgleich formulierte. Somit treffen heute zwei Mannschaften aufeinander, die um die Umkehr des Negativtrends kämpfen. „Wir müssen uns das Selbstvertrauen wieder neu erarbeiten“, sagt Lehmann, der in dem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Kapitän keine besondere Brisanz sieht: „Das hat für mich keinerlei Einfluss.“

Für Jeromin indes ist es die zweite Reise in die Vergangenheit binnen einer Woche. Zuletzt traf er mit seiner Mannschaft auf den Büdelsdorfer TSV (0:3), wo er den Großteil seiner Jugend spielte. Heute geht es gegen den OTSV, den er vor einem Jahr verließ. „Das ist kein Spiel wie jedes andere für mich. Dazu kenne ich zu viele Leute dort“, sagt er. Die Konstellation sei zwar nicht schön, weil beide Mannschaften die Punkte dringend bräuchten, „aber wir müssen endlich aus dem Quark kommen.“ Beinahe hätte Jeromin heute zwischen den Pfosten des Osterrönfelder TSV gestanden. „Im Frühjahr gab es Gespräche, aber ich habe mich dann für Bordesholm entschieden“, verrät der Keeper. Damals habe er ein positives Signal im Kampf um den Klassenerhalt in der Schleswig-Holstein-Liga setzen wollen. Aktuell geht es für Jeromin und seine Bordesholmer darum, nicht gleich komplett durchgereicht zu werden.

Olaf Lehmann hätte seinen ehemaligen Torhüter zwar gerne wieder im Kader begrüßt, aber auf der Position plagen den Trainer in dieser schwierigen Phase kaum Sorgen. Vielmehr bastelt er an der passenden Formation seiner Defensive. Mit Sven Dollnick (Sprunggelenksverletzung), Felix Mosebach (beruflich unterwegs) und Felix Weihmann (Gelb-Rot-Sperre) stehen gleich drei Mitglieder der Vierer-Abwehrkette nicht zur Verfügung. Die Alternative mit Kai Zapfe und Dominik Sopha in der Innenverteidigung scheint demnach als die wahrscheinlichste. Dafür kehrt Stoßstürmer Florian Kuklinski in die Startelf zurück.

Das Saison-Aus hat hingegen aller Voraussicht nach Dennis Kock zu beklagen. Bei der MRT-Untersuchung hat sich die Knieverletzung aus der Partie gegen Inter Türkspor Kiel als ein Riss des vorderen Kreuzbandes herausgestellt. „Das ist ganz bitter bitter für ihn, weil er auf einem wirklich guten Weg war“, so Lehmann. Drei Auswärtspunkte heute in Bordesholm würden Kocks Schmerz sicherlich etwas lindern.

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