Kreis Pinneberg : Zwei Überfälle auf Rentnerinnen

Im Kreis Pinneberg sind zwei Seniorinnen in ihren eigenen Wohnungen überfallen und ausgeraubt worden. Eine von ihnen konnte sich erst nach mehreren Stunden aus den Fesseln der Eindringlinge befreien.

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17. Mai 2012, 02:48 Uhr

Halstenbek/Schenefeld | In Halstenbek (Kreis Pinneberg) ist eine 76-jährige Rentnerin in ihrer Wohnung überfallen und ausgeraubt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilt, ereignete sich die Tat bereits am ist Dienstagnachmittag gegen 14.15 Uhr. Inzwischen sei es den Beamten gelungen, einen 22-jährigen Tatverdächtigen festzunehmen, heißt es in der Mitteilung weiter. Er werde noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt.
Der Mann hat sich ganz plötzlich in der Wohnung befunden, hielt der Rentnerin ein Messer vor - so schildert die Geschädigte den Tathergang. Offenbar hatte es der Eindringling auf den Schmuck der älteren Dame abgesehen, flüchtete jedoch mit wenig Beute. Die 76-Jährige alarmierte umgehend die Polizei, die Beamten veranlassten eine Sofortfahndung. Mit Erfolg: Im Zuge der Ermittlungen gelang es der Polizei nach eigenen Angaben, einen dringend Tatverdächtigen festzunehmen. Es handelt sich um einen polizeilich bekannten 22-jährigen Drogen-Konsumenten. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat einen Untersuchungshaftbefehl beantragt.
87-jährige Schenefelderin in der eigenen Wohnung gefesselt
Unterdessen ist in Schenefeld (ebenfalls Kreis Pinneberg) eine 87-jährige Frau in ihrer Wohnung in der Lornsenstraße von zwei Räubern gefesselt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilt, hatten sich die Täter am Dienstagnachmittag als Mitarbeiter einer Wohnungsbaugenossenschaft ausgegeben. Angeblich müssten Wasserdruckprüfungen durchgeführt werden. Die Kriminalpolizei sucht die flüchtigen Männer, warnt eindringlich vor dem Einlassen Fremder und erbittet dringend Hinweise.
Am frühen Abend gegen 18 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis von der Tat. Nach Polizeiangaben war es dem Opfer erst um diese Zeit gelungen, sich aus den Fesseln zu befreien und die Polizei zu verständigen. Die Beamten trafen die Frau unverletzt in ihrer Wohnung an, sie habe jedoch sehr unter dem Eindruck des Geschehenen gestanden. Die Polizei geht davon aus, dass die Räuber zirka gegen 15.30 Uhr Zutritt in die Wohnung der Seniorin erhielten, sie dort fesselten und dann Schmuck sowie eine geringe Menge Bargeld erbeuteten.
Polizei warnt davor, Fremde in die eigene Wohnung zu lassen
Derzeit geht die Kriminalpolizei von mindestens zwei Tätern mit westeuropäischem Erscheinungsbild aus, die an dem schweren Raub mit Freiheitsberaubung beteiligt waren. Möglicherweise haben noch weitere nicht näher beschriebene Personen mitgewirkt. Einer der Täter wird auf 30 bis 40 Jahre geschätzt. Der Größere von beiden soll kräftig bis mollig gebaut sein, er hat helles, eventuell leicht rötliches, Haar. Zur Tatzeit trug er einen blau- weiß geringelten Stickpullover. Der zweite Täter, der dunkel gekleidet war, soll zirka 20 bis 25 Jahre alt und nur etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß sein. Beide sprachen akzentfreies Deutsch.
Die Kriminalpolizei fragt: Wer hat am Nachmittag in der Lornsenstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen? Gibt es Zeugen, die ebenfalls mit vermeintlichen Mitarbeitern einer Wohnungsbaugenossenschaft an der Haustür Kontakt hatten? Hinweise bitte umgehend an die Tel. 04101-202-0.
Zudem warnt die Polizei eindringlich davor, Fremde in die eigene Wohnung zu lassen. Es komme immer wieder vor, dass vor allem Senioren in ihren eigenen Wohnungen bestohlen oder gar beraubt werden.

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