Zwei Männer - 100 Liter Blut

50 Liter Blut gespendet: Blumensträuße überreicht DRK-Referentin Daniela Hoffmann an die 100-maligen Spender Karl-Heinz Erichsen (links) und Jochen Mackowiak. Foto: böhm
50 Liter Blut gespendet: Blumensträuße überreicht DRK-Referentin Daniela Hoffmann an die 100-maligen Spender Karl-Heinz Erichsen (links) und Jochen Mackowiak. Foto: böhm

Karl-Heinz Erichsen und Jochen Mackowiak haben jeweils 100 Mal Blut gespendet

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17. Dezember 2011, 07:23 Uhr

ECKERNFÖRDE | Der Blutdruck stimmte immer. Stets befanden sich genügend rote Blutkörperchen in den Adern. Und niemals blieb nach dem Einstechen der Kanüle ein blauer Fleck in der Armbeuge zurück. So kamen im Laufe der Jahre jeweils 50 Liter Blut zusammen, die sich Jochen Mackowiak und Karl-Heinz Erichsen bei ihren 100 Spenden vom Deutschen Roten Kreuz abnehmen ließen.

"Das hat vielen Menschen das Leben gerettet", stellte Daniela Hoffmann vom Blutspendedienst Nord des DRK klar und bedankte sich am Donnerstagabend zum Abschluss des Spendentermins in der Pestalozzi-Schule für die Spendenbereitschaft der beiden Eckernförder. "Blut lässt sich nicht künstlich herstellen", fuhr die DRK-Referentin für Eckernförde, Rendsburg und Kiel fort. Es verbessere die Lebensqualität, da daraus auch Medikamente für Krebspatienten hergestellt würden.

Die beiden Männer erhielten Blumensträuße, Urkunden und Ehrennadeln zusätzlich zu dem üblichen kräftigenden Imbiss im Anschluss an eine Blutabnahme. Besonders den Kaffee, das Brot mit Ei und die Mettbrötchen genoss der 66-jährige Jochen Mackowiak. Den ersten halben Liter Blut ließ er sich im Alter von 19 Jahren bei der Marine abnehmen. "Dafür erhielt ich damals einen halben Tag dienstfrei", erinnerte er sich.

"Bei mir lief es genauso ab", schmunzelte Karl-Heinz Erichsen, der 1971 das erste Mal bei der Bundeswehr Blut abgab. "Nach einer Spende weiß ich, dass mein Blut gesund ist, und helfe anderen Menschen", nannte der 61-Jahre alte Erichsen seine Beweggründe, warum er sich wie Jochen Machowiak bis zu fünf Mal im Jahr zu den Blutspendeterminen des DRK geht.

"Zwischen zwei Blutabnahmen müssen Männer 56 Tage Pause einlegen", erläuterte DRK-Referentin Hoffmann. Frauen dürfen nur viermal im Jahr zur Ader gelassen werden. Bei jeder und jedem Spendewilligen untersucht ein Arzt Blutdruck und Hämoglobingehalt, die Menge des roten Blutfarbstoffes, und misst die Temperatur.

Wer nicht kräftig genug ist, darf kein Blut abgeben. "Das kommt öfter an Berufsschulen vor", berichtete Daniela Hofmann, "weil viele Schüler zu wenig trinken und nicht frühstücken." Bei Terminen wie in der Pestalozzi-Schule werde dagegen selten jemand abgelehnt.

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