Zum Sparen verdammt

Ausbau geplant: Die Danziger Straße in Schacht-Audorf ist 40 Jahre alt. Foto: Becker
Ausbau geplant: Die Danziger Straße in Schacht-Audorf ist 40 Jahre alt. Foto: Becker

Schacht-Audorf plant im nächsten Jahr Investitionen von 1,2 Millionen Euro

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17. Dezember 2011, 08:11 Uhr

Schacht-Audorf | Die Rücklagen der Gemeinde schmelzen dahin. Es sei bedenklich, dass die liquiden Mittel sich von 2,5 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro halbieren, betonte der Finanzausschussvorsitzende Gerd Kähler bei der Vorstellung des Nachtraghaushalts 2011. Trotz höherer Einnahmen könnten die Ausgaben nicht ohne einen Griff in die Rücklagen gedeckt werden, machte er in der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag deutlich.

Auch für 2012 sind die finanziellen Aussichten nicht besser. Einnahmen von 4,8 Millionen Euro stehen Ausgaben von 5,7 Millionen Euro gegenüber. Ein Fehlbetrag von 900 000 Euro ist die Folge. Die liquiden Mittel werden dann voraussichtlich auf 150 000 Euro zurückgehen.

445 000 Euro für die Kindergärten, 765 000 Euro für den Schulverband, die Amtsumlage von 6 350 000 Euro und die Kreisumlage von 1,05 Millionen Euro seien feste Größen im Haushalt, auf die die Gemeinde keinen Einfluss habe, erklärte Kähler.

Bürgermeister Eckard Reese wies darauf hin, dass für das kommende Jahr Investitionen von immerhin 1,2 Millionen Euro getätigt werden sollen, unter anderem für ein neues Feuerwehrfahrzeug (300 000 Euro), die weitere Sanierung der Wasserleitungen (360 000 Euro) und Straßenausbesserungen (110 000 Euro). Reese teilte die Ansicht von Gerd Kähler, dass Vorsicht geboten sei bei einem Fünf-Millionen-Euro-Haushalt und schwindenden Rücklagen. Beide appellierten an die Fachausschüsse, weitere Investitionen zurückzustellen. Allerdings geht Reese davon aus, dass sich die Steuereinnahmen der Gemeinde positiver entwickeln werden als im Haushalt angenommen.

Für den geplanten Ausbau der Danziger Straße mit 31 Einfamilienhäusern und einem Wohnblock sagte Reese eine "Anwohnerbeteiligung von Anfang an" zu. Etwa 20 Grundstückseigentümer, waren zu der Sitzung gekommen, in der sie über den Zeitplan des Ausbaus informiert wurden. Nach einer Anwohnerversammlung im Frühjahr soll die Planung konkretisiert werden. Im Herbst ist mit dem Beschluss der Gemeindevertretung zu rechnen. Baubeginn für die 40 Jahre alte Straße soll im Frühjahr 2013 sein. Die Höhe der Beteiligung der Grundstückseigentümer hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

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