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Die letzte Fahrt der Küstenwache : ZDF-Erfolgsserie aus Schleswig-Holstein wird endgültig abgesetzt

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Aus der Onlineredaktion

Fast zwei Jahrzehnte bekämpfte die Crew der „Albatross“ die Kriminalität auf der Ostsee. Jetzt endet die Erfolgsgeschichte der Vorabendserie. Das ZDF schickt die von Millionen liebgewonnenen Charaktere in den Ruhestand.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 20:40 Uhr

Neustadt | 19 Jahre spektakuläre Einsätze auf der Ostsee. 19 Jahre regelmäßig dem Tod ins (Bull-)Auge geblickt. 19 Jahre Szenen auf dem Wasser, die auch einem James Bond Film gut zu Gesicht stehen würden. Und das jede Woche aufs Neue. Doch jetzt, nach 19 Jahren ist damit Schluss. Am Mittwoch läuft die endgültig letzte Folge der Küstenwache im ZDF.

Der Sender nimmt den Vorabendklassiker nach 17 Staffeln und kurz vor dem zwanzigsten Geburtstag aus dem Programm. Damit endet eine Ära. Nie wieder werden Kapitän Ehlers oder Kapitän Sander von Neustadt aus in See stechen. Nie wieder wird der begriffsstutzig wirkende Polizeirat Herrmann Gruber auf seine eigene und sympathische Art die Ermittlungen behindern.

Die Serie unterhielt die Zuschauer seit Mitte der neunziger Jahre mit der Aufklärung von Verbrechen auf See und spektakulären Einsätzen vor der Küste Schleswig-Holsteins - eine Mischung aus Spannung, Action, Humor und maritimem Flair.

Die Fans erinnern sich gern an Kapitän Ehlers, der bis zur 16. Staffel stets das Wohl seiner Crew im Blick hatte und die „Albatross“ souverän und sicher von Fall zu Fall manövrierte. Oder an den etwas schusseligen Sanitäter Kai Norge, der mit seiner oft unüberlegten Art stets zu den Publikumslieblingen gehörte.

Und wie es sich für ein echtes Erfolgsformat gehört, traten in all den Jahren immer wieder Prominente Gaststars auf. Darunter Hollywoodgrößen wie der „Muskelmann“ Ralf Möller oder Kultschauspieler Rolf Zacher, Starkoch Steffen Henssler oder Schlagersänger Nino de Angelo.

Gedreht wurde die Küstenwache fast zwei Jahrzehnte lang im beschaulichen Neustadt an der Ostsee. Für die Region war die Serie dabei stets ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Jedes Jahr kamen Urlauber aus dem gesamten Bundesgebiet, um sich die Filmkulissen an zuschauen und sich einen Moment zu fühlen wie ein echtes Crewmitglied. Das ZDF-Küstenwache Studio 1 in Neustadt am Hafen kann seit 2003 sogar offiziell besichtigt werden. Tausende kommen seitdem jedes Jahr.

Kaum war jedoch bekannt, dass die Serie abgesetzt wird, formierte sich bereits der Widerstand. Im Internet wurden Petitionen gestartet und in den sozialen Netzwerken taten Fans ihr Bedauern über die Entscheidung des ZDF kund. Die Begründung des Senders ist die Modernisierung des Programms. So wurden vergleichbare Serien wie der Landarzt oder das Forsthaus Falkenau in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls nach vielen Jahren mit guten Quoten abgesetzt. Als die Küstenwache in der vergangenen Woche zum vorletzten Mal auf Sendung ging, schauten immerhin fast 3,9 Millionen Menschen zu.

Wenn die Crew der „Albatross“ am Mittwoch den 27. Januar, um 19.25 Uhr im ZDF, letztmalig für einen Einsatz in See sticht, werden viele Fans mit feuchten Augen vor den Fernsehern sitzen. Das Nachfolgeformat Die Spezialisten - Im Namen der Opfer tritt in große Vorabendserien-Fußstapfen.

DER UNSICHTBARE TAUCHER Das erwartet die Crew der Küstenwache beim letzten Fall

Bei einem Tauchgang auf der Ostsee werden Hauptkommissar Claas van Oyten und sein Tauchkollege angegriffen. Es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod.
Van Oyten überlebt, doch sein Partner erliegt den schweren Verletzungen. Handelt es sich bei dem Angreifer um einen tot geglaubten Ex-Marinesoldat - ein Freund von ihm und Kapitän Thure Sander?
Van Oyten ist überzeugt, dass es sich um Werner Tramp handelt. Tramp, er und Sander waren früher bei einer Spezialeinheit der Marine und enge Kumpels. Bis Tramp die Einheit verließ, um im Jemen zu heiraten, wo er jedoch einige Jahre später bei Gefechten ums Leben gekommen sein soll.
Sander ist skeptisch, was van Oytens Vermutung betrifft. Tramp ist tot, davon ist er überzeugt. Die Ermittlungen konzentrieren sich von daher zunächst auf das Arbeitsumfeld von van Oyten selber. Doch immer mehr Indizien legen in der Tat den Verdacht nahe, dass der einstige Elitesoldat vielleicht doch nicht tot ist, sondern einen Anschlag plant.
Die Küstenwache ist in höchster Alarmbereitschaft. Kann es sein, dass Tramp sich radikalisierte und einen Angriff auf einen Frachter vorbereitet, der radioaktives Uranhexafluorid transportiert? Waren ihm van Oyten und sein Tauchpartner bei den Sprengvorbereitungen in die Quere gekommen? Zugleich irritieren einige auffällige Spuren. Wurden sie bewusst von Tramp gelegt, um die Küstenwache auf die falsche Fährte zu bringen? (ZDF)

 
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