Wolf schockt den RTSV

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Gettorfs Stürmer erzielt 3:2-Siegtreffer sieben Minuten vor Schluss

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07. Mai 2015, 06:00 Uhr

Der Rendsburger TSV verharrt weiter im Niemandsland der Tabelle in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost. Im Nachholspiel beim Gettorfer SC kassierte das Team von Trainer Dennis Usadel gestern Abend eine unglückliche 2:3 (2:2)-Niederlage und bleibt Zehnter des Klassements. „Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt. Aber wenn man seine Chancen nicht nutzt, kommt eben so etwas dabei raus“, meinte Usadel mit Blick auf die guten Möglichkeiten von Nico Schrum beim Stand von 2:2. Der Rendsburger stand zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich zweimal völlig blank vor dem Gettorfer Tor, drosch das Leder aber jeweils über das Quergebälk. Und das wurde bestraft. Sieben Minuten vor dem Abpfiff schockte Yannick Wolf die Gäste mit dem 3:2-Siegtreffer, als er nach einem Solo den Ball unhaltbar für Torhüter Sven Schmedemann in die Maschen drosch. Usadel: „Das ist schon Pech, so zu verlieren.“ Zudem muss der RTSV-Coach um den Einsatz von Schrum auf Sonnabend im Heimspiel gegen den Preetzer TSV II bangen. Mitte der zweiten Halbzeit wurde der Rendsburger Kreativspieler von Nils Zimmer übel gefoult und musste minutenlang behandelt werden.

Schon zu Beginn des Spiels lief alles gegen den RTSV. Es waren noch keine 120 Sekunden absolviert, da musste Schmedemann den Ball zum ersten Mal aus dem eigenen Netz holen. Yannick Wolf hatte einen schnellen Angriff der Hausherren mit dem 1:0 abgeschlossen (2.). Und nur vier Minuten später war Schmedemann ein zweites Mal geschlagen. Nach einer Ecke reagierte Gettorfs Torben Dahsel am schnellsten und drückte das Leder aus kürzester Distanz über die Linie (6.). Die in der Anfangsphase völlig überforderten Gäste standen nicht nur ob des strömenden Regens wie begossene Pudel da. Ein Debakel drohte. Doch wie aus dem Nichts waren die Rendsburger plötzlich wieder im Spiel. Gettorfs Jan-Ole Gravert sprang der Ball im eigenen Strafraum an die Hand, Schiedsrichter Lars Gruhlke (Altenholz) zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Bojan Grbavac verwandelte humorlos zum 1:2 (14.). In der 21. Minute fasste sich Chris Schöning ein Herz und zog aus 20 Metern ab – 2:2. Nach der „vogelwilden ersten Hälfte“ (O-Ton GSC-Coach Tim Rogge) beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen etwas. Erst in der Schlussphase nahm die Partie wieder Fahrt auf – mit dem bitteren Ende für den RTSV.

Rendsburger TSV: Schmedemann – Beckmann, Herzig, Buthmann, Schöning – Müller, Herzig – Grbavac, Bannow, Witt – M. Redzepowski.

SR: Gruhlke (Altenholz). – Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 Y. Wolf (2.), 2:0 Dahsel (6.), 2:1 Grbavac (15./HE), 2:2 Schöning (21.), 3:2 Y. Wolf (83.).

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