"Wir-sion 2020" nimmt Gestalt an

Initiative von Bürgern wirbt für nachhaltige Entwicklung und Verbraucherbildung / Konzept für offene Jugendarbeit wird aktualisiert

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17. Dezember 2011, 07:25 Uhr

Neudorf | "Als Gemeinde begrüßen und unterstützten wir das Projekt ,Wir-sion 2020’", berichtet der Vorsitzende des Sozialausschusses Holger Bohrmann. "Wir-sion 2020" besteht aus circa 20 Bürgern des Dorfes, die sich in den vergangenen Monaten zusammengeschlossen haben, um Entwürfe für Kooperations- und Bildungsprojekte anzustoßen. Diese sollen für verschiedene Altersstufen und Bereiche eingerichtet werden.

Konkret sollen der Umweltschutz, Gesundheit, Verbraucherbildung, Medienkompetenz und die Bildung gefördert werden. Die Idee, Neudorf als eine Fair Trade- Stadt zu etablieren stehe dabei im Raum, so Bohrmann. Dies bedeutet, dass zum Beispiel die Schule oder die Feuerwehr nur noch Produkte, die fair gehandelt worden sind, verwenden würden. Eventuelle Kooperationspartner aus der Medienbranche seien bereits angesprochen worden, um die Medien besser in die Schule zu integrieren, so Bohrmann. Bei der konkreten Unterstützung von Projekten werde die Gemeinde im Einzelfall entscheiden. Der Sozialausschuss verlange die Nennung eines Ansprechpartners und die Klärung der rechtlichen Situation des Vereins, sagte Bohrmann.

Die Gemeinde hat Gespräche mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) über die offene Jugendarbeit geführt, da immer weniger Kinder das Angebot wahrgenommen haben. Mitarbeiterwechsel und veränderte Schulzeiten seien als Ursache seitens der Awo genannt worden. Die meisten Veranstaltungen würden um 16 Uhr angeboten, da seien viele Kinder und Jugendliche aber noch auf dem Heimweg oder in der Ganztagsschule, berichtete Bohrmann. Die Awo werde ein neues Konzept erstellen, um dem veränderten Tagesrhythmus der Schüler Rechnung zu tragen. Zudem solle das Streetworking mit einbezogen werden, um das Angebot auch für Jugendliche interessant zu gestalten.

Ebenfalls konkreter werden die Planungen für eine Betreuungsmöglichkeit für Kinder unter und über drei Jahren ab Frühjahr 2012. Die Kapazitäten der Krippe und des Kindergartens seien ausgeschöpft, darüber hinaus gebe es aber weitere Anfragen für eine Betreuung, berichtete Bohrmann. So sei eine altersgemischte Betreuung auf dem Gelände des Kindergartens geplant. "Die Eltern stehen der Idee positiv gegenüber", sagte Bohrmann. Die nächsten Schritte wie die Herrichtung der Räume und die Einholung der Genehmigung beim Kreis wurden in der Sitzung beschlossen. Der Sozialausschuss wird sich weiter mit dem Thema befassen.

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