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„Wir haben uns voll in die Krise manövriert“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Eckernförder SV unterliegt Inter Türkspor mit 1:4 – Ströh fliegt vom Platz

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erstellt am 04.Okt.2015 | 21:00 Uhr

„Die Mannschaft ist intakt. Aber unsere derzeitige Situation macht den Umbruch doch schwieriger, als ich es erwartet hätte“, sagte ESV-Trainer Stefan Mackeprang nach dem Heimspiel seiner Schützlinge gegen Inter Türkspor Kiel. Die Gäste siegten mit 4:1 und zeigten dabei insbesondere in der ersten Hälfte sehenswerten und schnellen Kombinationsfußball. Durch haarsträubende Fehler der Platzherren, ging das 0:4 zur Halbzeit sogar durchaus in Ordnung.

Mal wieder konnten die Eckernförder nahezu alle Vorgaben direkt wieder über Bord schmeißen. Drei Minuten waren gerade einmal gespielt, da zappelte der Ball bereits im Netz. Torwart Tim Steingräber sah in dieser Szene nicht ganz glücklich aus. Aber auch seine Mitspieler leisteten sich kolossale „Böcke“, wie Jannik Ewert vor dem 0:2 oder Jan Zimmer und Marc Melder vor dem 0:4. „Natürlich hat Inter tollen Fußball gespielt, aber wir werden kein Spiel gewinnen, in dem wir so krasse individuelle Fehler machen“, ist Mackeprang bedient. Immerhin die zweite Hälfte nutzten die Eckernförder um ein Debakel zu vermeiden. Jedoch war es durchaus möglich, denn allein in den ersten sieben Minuten nach Wiederanpfiff kamen die Kieler zu zwei Großchancen. Danach stand der ESV aber solide und gestaltete das Ergebnis durch einen Kopfballtreffer von Henning Ströh, nach Ecke von Nicolas Lietz, zumindest etwas freundlicher.

Das Spiel war natürlich dennoch verloren, trotzdem kam es für die Gastgeber noch knüppeldick. Erst verletzte sich Sönke Matthiesen nach einem harten Einsteigen von Jeremy Eddy Osaro (66.), danach flog Hennig Ströh nach wiederholtem Foulspiel vom Platz (71.) und zu schlechter Letzt verletzte sich auch noch Jan Zimmer kurz vor dem Ende. Da der ESV bereits drei Mal gewechselt hatte, mussten sie das Spiel zu Neunt beenden.

Mackeprang redete nach dem Schlusspfiff Klartext: „Wir haben uns jetzt voll in die Krise manövriert. Aber wir haben auch viele junge Spieler dabei, für die es jetzt keine leichte Situation ist. Da hilft es nicht, wenn 19-Jährige dann von den eigenen Zuschauern auch noch unnötige Sprüche zu hören bekommen!“


ESV: T. Steingräber – Smit, Ströh, Zimmer, Medler (46. Kaak) – Jannik Ewert, Jaron Ewert – Eggers, Matthiesen (66. Horstmann), Lietz – Carstensen (60. Hagelstein).

Inter Türkspor: Okrent – Beese, Cavdar, Ergen, Kern (46. Yarisli) –Atamtürker, Osaro (68. Rodrigues) – Erol, Daoud (65. Santos), Dauti – Kalma.

SR: Kurtovic (Flensburg). – Z.: 144.

Tore: 0:1 Cavdar (3.), 0:2 Dauti (20.), 0:3 Erol (38.), 0:4 Daoud (45., FE), 1:4 Ströh (68.).

Gelb-Rote Karte: Ströh (71., wdh. Foulspiel).


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