Wer überrascht in diesem Jahr?

Der Osterrönfelder TSV: Hintere Reihe (von links): Co-Trainer Tim Fuhrmann, Kevin Rathjen, Lasse Reimer, Hannes Persecke, Jascha Piotraschke, Eike Schneider, Dennis Kock, Sören Müller, Max Lehmann, Torwart-Trainer Matthias Galow. Mittlere Reihe (von links): Sven-Ole Schwanebeck, Dominik Sopha, Felix Weihmann, Mario Schäfer, Kai Zapfe, Frane Dundov, Florian Kuklinski, Sven Dollnick, Thore Bannow, Hauke Horstmann, Felix Mosebach, Trainer Olaf Lehmann. Vordere Reihe (von links): Ayke Arndt, Yannik Sierks, Albert Krause, Björn Schlunke, Marcel Eiper, Marius Jentsch, Fabian Möller, Nils Hüttmann, Harald Giese. Es fehlen: Niklas Wittorf, Hakan Yalcinkaya, Lennart Halver, Mirco Lobeck.
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Der Osterrönfelder TSV: Hintere Reihe (von links): Co-Trainer Tim Fuhrmann, Kevin Rathjen, Lasse Reimer, Hannes Persecke, Jascha Piotraschke, Eike Schneider, Dennis Kock, Sören Müller, Max Lehmann, Torwart-Trainer Matthias Galow. Mittlere Reihe (von links): Sven-Ole Schwanebeck, Dominik Sopha, Felix Weihmann, Mario Schäfer, Kai Zapfe, Frane Dundov, Florian Kuklinski, Sven Dollnick, Thore Bannow, Hauke Horstmann, Felix Mosebach, Trainer Olaf Lehmann. Vordere Reihe (von links): Ayke Arndt, Yannik Sierks, Albert Krause, Björn Schlunke, Marcel Eiper, Marius Jentsch, Fabian Möller, Nils Hüttmann, Harald Giese. Es fehlen: Niklas Wittorf, Hakan Yalcinkaya, Lennart Halver, Mirco Lobeck.

Beim 32. LZ-Sommer-Turnier lässt sich kein Favorit ausmachen / Gastgeber OTSV und Titelverteidiger Jevenstedt bestreiten Eröffnungsspiel

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08. Juli 2015, 18:10 Uhr

Während sich die Favoritenrolle in der Fußball-Bundesliga ganz eindeutig auf den FC Bayern München reduziert, und es mit dem VfL Wolfsburg Borussia Dortmund sowie zwei bis drei Teams dahinter kaum ernsthafte Titelanwärter gibt, sieht es beim traditionellen LZ-Sommer-Turnier ganz anders aus. Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich auch diesmal fort: Es lassen sich weder Favoriten noch Außenseiter ausmachen. Nach langer Zeit ist der Osterrönfelder TSV wieder der Gastgeber. Am Bahndamm freuen sie sich auf eine spannende Turnierwoche mit interessanten Duellen bei der inzwischen 32. Auflage.

In den letzten acht Jahren haben sechs verschiedene Sieger ihren Vereinsnamen auf den Wanderpokal eingraviert. Das ist ein Ausdruck der Ausgeglichenheit des Starterfeldes. Eine Prognose ist allerdings auch deshalb schwierig, weil alle Mannschaften noch mit urlaubsbedingten personellen Ausfällen zu kämpfen haben. Zudem nehmen alle Trainer die Beschreibung „Vorbereitungsturnier“ wörtlich und nutzen die Spiele, um das eine oder andere auszuprobieren.

Als Titelverteidiger reist der TuS Jevenstedt an und darf das Turnier am Sonnabend um 15 Uhr gegen den Gastgeber Osterrönfelder TSV eröffnen. Der Verlierer dieser Partie steht gleich unter Zugzwang, denn mit dem abermals runderneuerten Rendsburger TSV komplettiert ein großer Name die Gruppe A. Die scheinbar schlechtesten Voraussetzungen für das Erreichen der Finalspiele am Sonnabend, 18. Juli hat der TuS Rotenhof. Der Verbandsliga-Absteiger hat eine unruhige Sommerpause hinter sich. Das neue Trainergespann mit Markus Passig und Fabian Skoruppa steht mit dem Team vor einem Neuanfang. In der Gruppe B geht es gegen den souveränen Kreisliga-Meister Büdelsdorfer TSV und den TSV Vineta Audorf, der als Mitfavorit der anstehenden Kreisliga-Saison gehandelt wird.

In der heutigen Ausgabe der Landeszeitung stellen wir die Teams der Gruppe A vor, morgen folgen die Mannschaften der Gruppe B.

Osterrönfelder TSV


Nimmt man die nackten Zahlen als Maßstab, gehört der Osterrönfelder TSV zu den Favoriten auf den Turniersieg. Mit Platz 3 in der abgelaufenen Saison der Verbandsliga Nord-Ost weist der Gastgeber die beste Bilanz aller teilnehmenden Mannschaften auf. Olaf Lehmann aber will davon überhaupt nichts wissen. Der erfahrene Trainer weiß, dass Vorbereitungsspiele nicht immer die größte Aussagekraft haben. Zudem betont er stets: „Um zu gewinnen, muss jeder einzelne meiner Mannschaft immer an die Leistungsgrenze gehen.“ Ob das zu einem so frühen Zeitpunkt der Vorbereitung bereits möglich ist, wird sich zeigen. Zeigen werden sich aller Voraussicht nach eine ganze Menge Spieler beim OTSV. Ein Großteil des starken A-Jugend-Jahrgangs, der Platz 3 in der Verbandsliga Nord belegte, ist in den Herrenbereich gewechselt, und mit Hauke Horstmann (zurück vom TSV Groß Vollstedt), Harald Giese (TuS Rotenhof) und Thore Bannow (Rendsburger TSV) sind verbandsligaerfahrene Offensivspieler zum Kader gestoßen. Mit ihrer Verpflichtung konnte Lehmann die größte Baustelle im Kader beheben, denn außer Torjäger Florian Kuklinski hatte bisher kein weiterer Akteur Stürmerblut in seinen Adern. Vor eigenem Publikum können auch die Neuen zeigen, was in ihnen steckt. Und ein Turniersieg am Bahndamm wird auch niemand ablehnen. Der letzte Triumph liegt immerhin schon vier Jahre zurück. „Wir wollen auf jeden Fall am Finaltag mit dabei sein. Das Spiel um Platz 3 sollte es schon mindestens sein“, lautet Lehmanns Zielvorgabe.

TuS Jevenstedt


In den letzten Jahren avancierte der TuS Jevenstedt immer mehr zu einer Talentschmiede im Kreis Rendsburg-Eckernförde. 2014 wurde der Schleswig-Holstein-Ligist TSV Kropp auf die Fähigkeiten von Top-Torjäger Mirko Mrosek aufmerksam und lotste ihn schließlich an die Norderstraße. In diesem Jahr beklagt Trainer Michael Rohwedder den Verlust von Spielmacher Piet Gömpel. Auch ihn zog es in die höchste Spielklasse des Landes zum SH-Liga-Aufsteiger TSB Flensburg. „Das ist nach Mirko natürlich ein weiterer herber Verlust für uns, den wir kaum auffangen können. Aber wir werden das wieder mit unserer mannschaftlichen Geschlossenheit versuchen zu kompensieren“, erklärt Rohwedder. Die Suche nach annähernd adäquatem Ersatz war einmal mehr erfolglos. Mit Sven Grosser wurde man schließlich im eigenen Stall fündig. Die junge Offensivkraft ging nach erfolgreicher Jugendzeit zuletzt in der Reserve auf Torjagd. Auf seine Treffsicherheit hofft Rohwedder nun in der Kreisliga. Beim LZ-Turnier kann Grosser den Nachweis seiner Fähigkeiten schon einmal erbringen. Möglicherweise gelingt den Jevenstedtern sogar die erfolgreiche Titelverteidigung. Dieses Kunststück vollbrachte zuletzt die FT Eider Büdelsdorf im Jahr 2007.

Rendsburger TSV


Die Begriffe Umbruch und RTSV gehören seit den vergangenen Jahren so sehr zusammen wie Rendsburg und der Nord-Ostsee-Kanal. Immer wieder wurde am Nobiskrug der Neuanfang ausgerufen, der allerdings regelmäßig scheiterte. In diesem Jahr soll es endlich gelingen. Dennis Usadel übernahm die Mannschaft bereits im Herbst des vergangenen Jahres und startet nun in seine erste vollständige Saison als Cheftrainer. Mit ihm soll die lang ersehnte Kontinuität beim RTSV Einzug halten. Dazu hat der Coach, der als Spieler noch ein Jahr dranhängt, auch versucht, das Umfeld des Traditionsclubs zu verbessern. Parallel dazu wartet eine weitere Mammutaufgabe auf Usadel, denn er muss aus einem völlig neu zusammengestellten Kader eine Mannschaft formen. Nicht weniger als acht neue Spieler begrüßten er und Co-Trainer Sven Schmedemann zum ersten Training. Die sportliche Leitung ist überzeugt, dass die Spieler sowohl sportlich als auch charakterlich zusammenpassen. Auch deshalb legt Usadel die Latte bei der Frage der Zielvorgabe hoch. „Ich mache als Spieler noch ein Jahr weiter, um meine aktive Laufbahn mit der Meisterschaft zu beenden“, erklärt ein selbstbewusster RTSV-Spielertrainer. Beim LZ-Turnier können er und sein Team diese Ambitionen unterstreichen und den elften Titel holen.
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