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Christiansens Netzwelt : Wenn Hacker Feste feiern

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Alle Jahre wieder werden Spieleplattformen und Konsolen an Weihnachten lahmgelegt.

Wie haben Sie Weihnachten verbracht? Im Kreise der Familie, beim gemeinsamen Essen, mit Spaziergängen? Und wann war die erste Pause von den lieben Verwandten nötig? Dieser Moment  kommt in vielen Familien zwangsläufig, lässt sich aber unterschiedlich gestalten: ein gutes Buch, ein schöner Film oder eine Runde Zocken an der neuen Spielekonsole. Was aber, wenn kein Buch oder Film da ist – oder die Spieleplattform lahmgelegt?

Jährlich gibt es an den Feiertagen Meldungen über Systemausfälle bei Sony, Microsoft und Co. In diesem Jahr kündigte die Hackergruppe Phantom Squad an, XBox Live und Sonys PlayStation Network lahmzulegen. Die Gruppe SkidNP plante Angriffe auf die Online-Plattform Steam.

Die – erwartete – Meldung vom Datenleck bei Steam kam am ersten Weihnachtstag. Das Unternehmen selbst spricht von einem internen Fehler und einem geringen Sicherheitsrisiko während des Ausfalls. Nutzer berichteten, sie hätten unter anderem mit Kreditkartendaten und E-Mail-Adressen bestückte Profile anderer Nutzer einsehen können. Hört sich nicht so sicher an. Auch die anderen Dienste hatten Probleme.

Bleibt die Frage: Was haben haben die Hacker gegen Weihnachten? Nach eigenen Angaben stören sie sich an anderen Dingen: Sie beklagen mangelnde Sicherheit der Systeme von  Playstation, Steam und Co., vor allem aber, dass das verdiente Geld nicht zur Verbesserung der Systeme eingesetzt werde. Und sie wissen, dass sie über die Feiertage viele Menschen mit einem Systemausfall verärgern und so den Nerv der Gaming-Riesen treffen können.

Ob die Hacker damit im Sinne der Nutzer handeln und die Systeme durch diese Aktionen sicherer werden, sei dahingestellt. Aber sie schaffen damit mal wieder Raum für besinnliche und analoge Fluchtwege aus dem Feiertagsstress.

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erstellt am 28.Dez.2015 | 15:37 Uhr

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