Weißt du, wieviel Sternlein stehen?

Liliencronschüler besuchten das Planetarium in Hamburg.
Liliencronschüler besuchten das Planetarium in Hamburg.

Zisch-Reporter lernten viel über die Planeten

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29. Dezember 2011, 08:37 Uhr

Lägerdorf/Hamburg | Jetzt, in der dunkelsten Zeit des Jahres, wo überall in den Fenstern die Lichter brennen, sind auch ein paar andere Lichter gut zu sehen. Wenn man nämlich ein wenig weiter nach oben schaut. Dies nahm die 8. Klasse der Liliencronschule in Lägerdorf zum Anlass, sich im Rahmen des Zisch-Projektes näher mit dem Sternenhimmel zu beschäftigen. Genauer gesagt mit den Planeten unseres Sonnensystems.

Doch wie viele Planeten gibt es? Einige Schüler hatten schon gehört, dass Pluto 2006 sein Planetenstatus aberkannt wurde und der alte Merkspruch "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten" somit nicht mehr gültig ist. Ein Besuch bei den Experten sollte Aufschluss bringen. Leider konnten diese aus Zeitgründen nicht für ein Interview zur Verfügung stehen.

Es ging für die 14 Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse in Begleitung ihrer Lehrkräfte Karen Helfrich, Hermann Helfrich sowie Anneke Auls und 21 Siebtklässler nach Hamburg in das Planetarium. Bezeichnenderweise in eine Show mit dem Titel "8 1/2 Planeten". Was ist das? Seit wann gibt es denn halbe Planeten?

Aha, zurückgelehnt in die bequemen Sessel, erfuhren die Schülerinnen und Schüler eine erste Definition: Ein Planet ist größer als ein Asteroid. Ein Asteroid ist dadurch gekennzeichnet, dass er kleiner als ein Planet ist. Nun, weder das war wirklich hilfreich, noch dass die Aussagen über die Anzahl der Planeten in den vergangenen Jahrhunderten sehr stark schwankten. Da ist es schon besser, sie nach ihrer Form zu unterscheiden: Während Asteroiden alle möglichen Formen haben können, sind Planeten ziemlich rund. Wie viele Planeten sind es also nach dem heutigen Stand der Wissenschaft?

Von der Sonne ausgehend bis zum Mars schien den Schülern noch alles in Ordnung. Doch statt des erwarteten Jupiters tauchte hier plötzlich der ziemlich kleine Ceres auf, gefolgt von noch mehr dieser so genannten "Zwergplaneten", zum Beispiel Pallas und Vesta. In dem Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter befinden sich mehr als eine halbe Million entdeckter Asteroiden, auch Kleinplaneten genannt, geschätzt geht ihre Anzahl wohl in die Millionen. Es könnte also gut sein, dass sich hier noch weitere Zwergplaneten verstecken.

Mit Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun tauchten nun wieder bekannte Planetennamen auf. Und schließlich Pluto. Er ist so weit von der Sonne entfernt, dass er 248 Jahre braucht, um sie einmal zu umrunden. Er wird heute als "transneptunischer Zwergplanet" kategorisiert, ebenso wie Haumea, Makemake und Eris. Auch in diesem Bereich, außerhalb der Neptun-Bahn, könnten in Zukunft noch mehr Objekte den Zwergplaneten zugeordnet werden.

Da werden die Astronomen wohl noch länger am Zählen sein - und die Schülerinnen und Schüler brauchen noch einen neuen Merkspruch für die acht Hauptplaneten.

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