Malente : Wasserpreis in Malente steigt erneut

Das Wasserwerk in Benz: Hier muss kräftig investiert werden. Foto: Schröder
Das Wasserwerk in Benz: Hier muss kräftig investiert werden. Foto: Schröder

Eine weitere kräftige Erhöhung der Trinkwassergebühren steht den Malentern bevor.

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14. Dezember 2011, 12:32 Uhr

Malente | Um 24 Cent auf 1,84 Euro soll 2012 der Kubikmeterpreis steigen. Über diesen im Werkausschuss einmütig befürworteten Vorschlag entscheidet die Gemeindevertretung am kommenden Dienstag ab 17 Uhr im Kursaal. Auf dem Tisch liegt dort auch Anhebung der Grundgebühren. Für den gebräuchlichsten Zähler, der bisher jährlich mit knapp 45 Euro zu Buche schlug, sollen künftig 60 Euro bezahlt werden.

Im Vorwege lieferte gestern der Werkleiter der Gemeindewerke Malente, Olaf Bennühr, eine Begründung für die Erhöhungen: "Aufgrund dringend notwendiger Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen am Wasserwerk Benz sowie allgemeiner Kostensteigerungen für Strom und Personal und dem ständigen Rückgang der Wasserabnahme sind eine Erhöhung des Wasserentgeltes und der Grundgebühren im Jahre 2012 unumgänglich." Ohne die Sanierung des Wasserwerks Benz sei die Trinkwasserqualität nicht dauerhaft zu sichern. "Mittelfristig wäre damit die Trinkwasserversorgung in der Gemeinde gefährdet, da das Wasserwerk in der Ringstraße die Versorgung des gesamten Gebietes allein nicht leisten kann", sagte Bennühr.

Die Anlagen in Benz sind teils über 40 Jahre in Betrieb. Zwar werden die Grenzen der Trinkwasserverordnung noch eingehalten, doch kommt es durch das unzureichende Beseitigen von Eisen und Mangan zu hohen Ablagerungen im Rohrnetz, die kostenintensiv entfernt werden müssen. Die Sanierungskosten werden mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt; ein Neubau würde noch teurer werden und müsste ebenfalls über die Gebühren finanziert werden.

Bürgermeister Michael Koch verwies darauf, dass sich nach dem Vorschlag Werkausschusses der Wasserpreis 2012 für einen durchschnittlichen Ein-Personenhaushalt um knapp 2 Euro, für einen Drei-Personenhaushalt um rund 3,70 Euro im Monat erhöhen werde. Koch: "Im Gegenzug erhalten die Bürger ein modernes Wasserwerk, das den zukünftigen Anforderungen gerecht wird und die Versorgungssicherheit wieder über Jahrzehnte sicherstellt."

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