Vorfreude auf „Finale tohuus“

Will die ganze Welt umarmen: Gettorfs Torben Dahsel (links) traf bereits nach zwei Minuten zum 1:0 gegen den ESV.
Will die ganze Welt umarmen: Gettorfs Torben Dahsel (links) traf bereits nach zwei Minuten zum 1:0 gegen den ESV.

Fußball-Kreispokal: Unterschiedliche Sichtweisen der Trainer zum Halbfinale zwischen dem Gettorfer SC und dem Eckernförder SV

shz.de von
02. Mai 2015, 06:42 Uhr

Der Gettorfer SC steht nach dem 2:1 (2:0)-Sieg vor knapp 300 Zuschauern gegen den Eckernförder SV im Finale des Fußball-Kreispokals (EZ berichtete). Dort empfängt die Mannschaft von Trainer Tim Rogge am Sonnabend, 23. Mai, um 15 Uhr den Verbandsliga-Rivalen TuS Rotenhof im Stadion am Ringweg. Der Sieger ist für den Landespokal qualifiziert. Was sagen beide Trainer zu dem Spiel? Die EZ hat nachgefragt:

Tim Rogge (Gettorfer SC): „Das war eine bärenstarke Leistung von uns. Speziell die erste Halbzeit war die beste Vorstellung, die ich in dieser Saison von meiner Mannschaft gesehen habe. Ein Lob an alle! Vermutlich war der ESV etwas überrascht, wie forsch wir in die Partie hinein gegangen sind. Mit dem frühen Tor durch Torben Dahsel lief es dann natürlich auch perfekt für uns. Ich hatte den Eindruck, dass wir das Spiel auch mehr gewinnen wollten als der ESV. Mir war allerdings klar, dass wir das Tempo nicht über die volle Zeit würden durchhalten können. Und so wurde es am Ende dann auch noch einmal eng. Auf der anderen Seite wurde der ESV allerdings auch nur durch Standardsituationen gefährlich. Wenn es einmal eng wurde, konnte wir uns im Tor auf Robin Biss verlassen, der eine sehr starke Partie gezeigt hat. Auf der anderen Seite war Torben Dahsel aber auch zwei Mal allein vor dem Tor und Yannick Wolf hat den Pfosten getroffen. Nun genießen wir erst einmal den Moment und freuen uns alle auf das ‚Finale tohuus‘ gegen Rotenhof vor einer hoffentlich wieder so großen Zuschauerzahl. Das war ein richtig schöner Rahmen.“

Stefan Mackeprang (Eckernförder SV): „Die Begegnung hat natürlich sehr unglücklich für uns begonnen. Unsere Taktik, die wir uns vorher zurecht gelegt hatten, wurde bereits nach zwei Minuten über den Haufen geworfen. Das hat einige doch verunsichert, und wir haben eine ganze Halbzeit gebraucht, um uns davon zu erholen. Beim 1:0 habe ich mich gewundert, wie frei Torben Dahsel zum Schuss kam. Einige meinten, es wäre Abseits gewesen, doch das konnte ich aus meiner Perspektive nicht beurteilen. Eigentlich ist das eine Stärke von uns. Es war allerdings auch unglücklich, einen Schiedsrichter für diese Partie anzusetzen, der in Gettorf wohnt und alle Spieler von dort mit Vornamen ansprechen konnte. Unsere Niederlage möchte ich daran aber nicht festmachen, denn er hat sonst wirklich gut gepfiffen. Auch wenn die erste Hälfte an die Gettorfer ging, fand ich deren Leistung nun auch nicht besonders stark. Nach der Pause haben eigentlich nur noch wir gespielt. Der Anschlusstreffer ist dann leider zu spät gefallen. Insgesamt hat uns die Knorrigkeit gefehlt. Robin Biss war mit seinen Paraden bester Gettorfer. Die Niederlage tat gewiss nicht not. Alles in allem haben wir sie uns aber selber zuzuschreiben. Wir haben uns selbst in die Bredouille gebracht und durch die Bank kein gutes Spiel gezeigt.“

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