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17. August 2017 | 15:46 Uhr

Vineta Audorf bringt RTSV zu Fall

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Doppelter Doppelpack von Ayendy Perez und Tim Kluck reicht zum 4:3-Derbysieg / BTSV patzt zu Hause

Es bleibt dabei: Derbys kann der TSV Vineta Audorf. Nach den Siegen gegen den Büdelsdorfer TSV und Osterrönfelder TSV zwang das Team von Trainer Norman Bock in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost nun auch den hohen Favoriten Rendsburger TSV in die Knie. Den 0:2-Pausenrückstand drehte der Abstiegskandidat vor nur 80 Zuschauern in einen umjubelten 4:3-Heimsieg. Ebenso in Feierlaune zeigte sich der OTSV, der nach fünf Niederlagen nacheinander mit dem 3:1 beim TSV Stein endlich wieder punktete. Ohne Zähler blieb der Büdelsdorfer TSV beim 1:2 gegen den Heikendorfer SV.

TSV Vineta Audorf – Rendsburger TSV 4:3 (0:2)
Dennis Usadel sorgte vor dem Anpfiff für einen Paukenschlag. Ins Tor der „Grünen“ beorderte der RTSV-Trainer den etatmäßigen Feldspieler Marco Müller. Den in der Winterpause vom BTSV verpflichteten Torhüter Christian Fanter setzte „Usi“ auf die Bank – wegen „mangelnder Trainingsbeteiligung“. Und Müller konnte sich schnell auszeichnen, entschärfte eine Großchance von Jascha Piotraschke (8.). Zwei Minuten später klingelte es auf der Gegenseite. Im Anschluss an einen Eckstoß köpfte Abwehrspieler Yannik Herzig zur Gästeführung ein. Nachdem Daniel Witt freistehend an Vineta-Torwart Malte Skarupke gescheitert war (15.), traf Vitalijs Stols per Strafstoß zum 2:0 (20.). Marc Rölke hatte RTSV-Torjäger Robin Grell von den Beinen geholt. Skarupke verhinderte mit toller Parade nach einem Grell-Schlenzer das mögliche 0:3 (44.). „Wenn wir das dritte Gegentor kassieren, gehen wir wohl unter“, mutmaßte Bock.

Doch statt zum Spielball des RTSV zu werden, drückten die Audorfer das Gaspedal in Halbzeit 2 mächtig nach unten. Während den Rendsburgern die Ordnung g verloren ging, trumpfte Vineta mit einer großartigen Einstellung auf. Ein Doppelschlag zum 2:2 von Tim Kluck (63.) und Ayendy Perez (65.) löste beim RTSV eine Art Schockwirkung aus. Dabei hatte Bocks Offensivgeist positive Auswirkungen. Mit Patrick Scheer, Tim Kluck und Jascha Piotraschke setzte der Audorfer Coach auf drei Angreifer. Ein weiterer Doppelschlag von Kluck (77.) und Ayendy (80.) sorgte für einen im Abstiegskampf wichtigen Dreier. Grell konnte nur noch auf 3:4 (82.) verkürzen. Pech hatte Grells Sturmpartner Dennis Schnepel, der mit einem tollen Fallrückzieher nur den Vineta-Pfosten traf (84.). „Wir sind in der zweiten Halbzeit zu wenig auf das dritte Tor gegangen. Das war bei uns reine Kopfsache. Wir haben aber auch schlecht verteidigt. Das hat Vineta für sich genutzt“, sagte Usadel, während Bock frohlockte: „Wir waren in der zweiten Halbzeit aktiver und haben gleich zu Beginn mehr gewagt. Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt. Mir war klar, dass der RTSV bei einem Gegentor verunsichert sein würde – und so ist es dann auch gekommen.“

TSV Vineta Audorf: Skarupke – Hansen, Rölke, Kobrock, Ehlers (60. Siekmann) – Scheer (83. Sievers), Sienknecht, Gorn. Ayendi – Kluck (89. Kalina), Piotraschke.

Rendsburger TSV: M. Müller – Herzig, Stols, Schöning – L. Celik, A. Müller (56. Rantzsch), Bock (71. F. Celik) Dollnick, Witt (77.Razaqyar) – Schnepel, Grell.
Schiedsrichter: Reichardt (Rantrum).

Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Herzig (10.), 2:0 Stols (FE/20.), 1:2 Kluck (63.), 2:2 A. Perez (65.), 3:2 Kluck (77.) 4:2 A. Perez (80.), 4:3 Grell (82.).
Gelb-Rote Karte: L. Celik (90.+2).


Büdelsdorfer TSV – Heikendorfer SV 1:2 (0:0)
„Unser altes Problem der fehlenden Konstanz hat uns die drei Punkte gekostet, da wir nur die ersten zwanzig und die letzten zehn Minuten guten Fußball gespielt haben“, resümierte BTSV-Trainer Rainer Menzel, für den der Sieg der Gäste deshalb auch in Ordnung ging. Seine Mannschaft begann forsch und besaß durch Marvin Jessen nach einer Ecke die erste Gelegenheit (4.), und auch Medin Isovic bot sich früh die Chance zum 1:0, als er sich aus acht Metern um seinen Gegenspieler drehte, jedoch zu unplatziert direkt auf HSV-Keeper Thomas Bohrmann abschloss (12.). Doch allmählich fand der HSV besser ins Spiel. „Während wir uns zunehmend im Kurzpassspiel verzettelten, hat Heikendorf mit einfachen Mitteln schnörkellos umgeschaltet“, sah Menzel diese Variante als probateres Mittel auf katastrophalen Platzverhältnissen an. So hätte Oliver Axt, der die BTSV-Abwehr immer wieder ganz alleine beschäftigte, die Gästeführung besorgen können, scheiterte aber am reaktionsschnellen Büdelsdorfer Schlussmann Yannick Lowasser (23.). Die Heikendorfer Führung resultierte schließlich aus einem 18-Meter-Flachschuss von Philip Süss (48.). „Wir haben fortan zu häufig die sogenannten zweiten Bälle nicht erobern können, um Torgefahr zu entwickeln“, monierte Menzel, der sich mit den Einwechslungen von Niklas Knutzen und Mats Henke (60.) vergeblich mehr Durchschlagskraft erhoffte. Stattdessen traf Mahsun Dogan zum 2:0 für den HSV (80.). Die druckvolle Schlussoffensive der Hausherren brachte lediglich noch den Anschluss durch Rune Hardt, der den Ball nach Ermeling-Ecke einköpfte (88.). „30 Minuten reichen eben nicht, um so einen Gegner zu schlagen“, zeigte sich Menzel enttäuscht.

Büdelsdorfer TSV: Lowasser – Reiser, Bienwald, Peters, Rechner – Isovic (60. Knutzen), Ermeling, Hardt, Kaak – Rausch (46. Bruhns), Jessen (60. Henke).

Schiedsrichter: Kermer (TSV Malente).

Zuschauer: 80.


Tore: 0:1 Süss (48.), 0:2 Dogan (80.), 1:2 Hardt (88.).



TSV Stein – Osterrönfelder TSV 1:3 (0:0)
Der Osterrönfelder TSV ist pünktlich zum letzten Saisondrittel wieder in die Erfolgsspur eingebogen. Nach sechs sieglosen Partien (ein Remis, fünf Niederlagen) hatte die Elf von Trainer Olaf Lehmann aufgrund der überlegen geführten zweiten Halbzeit verdient die Nase vorn.

Vor dem Wechsel hatten sich beide Teams noch einen offenen Kampf geboten. Henning Knuth und Florian Kuklinski hatten für die Gäste zwei Einschussmöglichkeiten ausgelassen, Karsten Tolle und Patrick Wirbel bei zwei guten Chancen für den TSV Stein das mögliche 1:0 verpasst. Insbesondere Letztgenannter hätte die Führung markieren können. Felix Flemming hatte Wirbel bedient, der den Ball aus Nahdistanz aber über das OTSV-Tor bugsierte. Unmittelbar nach der Pause gelang Mustafa Korkmaz per Kopfball nach Flanke von Jannik Sierks die Gästeführung, die den heimischen Abstiegskandidaten sichtlich aus dem Rhythmus brachte. Die Heimelf verlor nun den Zugriff auf die Partie. Harald Giese aus spitzem Winkel (61.) und Hauke Horstmann (66.) bestraften die Unkonzentriertheiten der Steiner Defensive und profitierten dabei auch von Fehlern Patrick Lührs. Steins Keeper sah bei den Gegentoren zum 1:2 und 1:3 jeweils nicht gut aus. Felix Flemming gelang dann nur noch Ergebniskosmetik (77.).

Osterrönfelder TSV: Schlunke – Giese, Reimer, Mosebach, Sopha, Lehmann, Müller, Sierks (79. Zapfe), Knuth (25. Hüttmann), Kuklinski, Korkmaz (66. Horstmann).

Schiedsrichter: Möller (Kellinghusen).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Korkmaz (47.), 0:2 Giese (61.), 0:3 Horstmann (73.), 1:3 Flemming (77.).

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erstellt am 03.Apr.2017 | 06:03 Uhr

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