Elmshorn : Viel Platz für Begegnungen

Sie realisieren Elmshorns neue Mitte: Koordinator Manfred Keil (v.l.), Architekt Thomas Ritscher, Pröpstin Christiane Zimmermann und Claus Buchholz. Foto: url
Sie realisieren Elmshorns neue Mitte: Koordinator Manfred Keil (v.l.), Architekt Thomas Ritscher, Pröpstin Christiane Zimmermann und Claus Buchholz. Foto: url

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17. Dezember 2011, 07:16 Uhr

Elmshorn | "Sportlich" nennt der neue Projektkoordinator der Groß-Projektes in der Kirchenstraße, Manfred Keil, die Zeitvorgaben. Bereits im Spätsommer 2012 soll Baubeginn sein, Fertigstellung des rund 8,5 Millionen teuren Gebäudes, das die "neue Mitte" Elmshorns optisch stark verändern wird, ist für Ende 2013 vorgesehen.

Für die Realisierung des Projektes ging man von Kirchenseite auf fünf Architektenbüros in Bielefeld, Elmshorn, Berlin, Hamburg und Lübeck zu. Deren Vorschläge wurden anonymisiert einer Fachpreisjury, (kirchliche und städtische Architekten) sowie Sachpreisrichtern (Kirchengemeindevorstand, Kirchenvorstand St. Nikolai und Pröpstin Christiane Zimmermann) vorgelegt, die sich einstimmig für einen Entwurf aussprach, der vom GRS Reimer Architektenbüro Elmshorn vorgelegt wurde. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, erklärt Diplom-Ingenieur Claus Buchberger, der zum Kirchenvorstand der Friedenskirchengemeinde gehört. Nach rund sieben Stunden reger Diskussion habe man sich auf den inhaltlich überzeugendsten Entwurd geeinigt. So überzeugte vor allem die Idee zweier Eingänge (vom Alten Markt und "um die Ecke" auf Höhe des jetztigen Einganges) aus, dem großen, lichtdurchfluteten und von außen einsehbaren Foyer mit vielen Begegnungsmöglichkeiten. "Der Plan muss so aber noch nicht realisiert werden", so die Pröpstin, er sei kein Bauplan sondern ein Siegerentwurf, an dem man nun inhaltlich zu arbeiten habe. Das aus den 60er-Jahren stammende Gebäude Kirchenstraße 1 bis 3 wird abgerissen, das Haus Alter Markt 16 - hier ist die Diakonie beheimatet - soll möglichst unangetastet bleiben. Doch habe Thomas Ritscher von GRS Reimer Architekten vorgeschlagen, das Gebäude durch eine neue Verblendfassade optisch dem 80 Meter langen Neubau an der Kirchenstraße anzugleichen. "Aber auch hier sind wir noch offen", so Zimmermann, es sei noch keine klare Farbaussage geplant. Der Architkektenentwurf plant ein viergeschossiges Gebäude zuzüglich einer Tiefgarage mit 35 Auto-Stellplätzen. Im rund 3000 Quadratmeter großen Neubau sollen sowohl kirchliche als auch externe Nutzer ihr neues Zuhause finden. Im linken Gebäudeteil (Richtung Alter Markt) kommen Kirchengemeinde St. Nikolai, Kirchenkreis/Dienste und Werke, Kirchengemeindeverband sowie allgemeine Bereiche (christlicher Buchladen, Gastronomie der "Brücke S-H", Bewegungs- und Therapiezentrum sowie die jüdische Gemeinde mit Betsaal und Küche für koschere Essenszubereitung) unter. Im rechten Teil (Richtung Schulstraße) liegen 15 öffentlich geförderte Wohnungen (50 und 75 Quadratmeter groß) sowie der auf zwei Etagen verteilte Kindergarten mit einer 500 Quadratmeter großen Außenspielfläche im Erdgeschoss sowie auf der Dachterrasse.

Bauherr der "neuen Mitte Elmshorns" ist der Kirchengemeindeverband, der für rund fünf Millionen Euro "geradestehen" müsste. Denn vieles werde bei der Summe 8,5 Millionen refinanziert, rechnet Manfred Keil. So habe die Stadt zwei Millionen Euro für die Kita eingestellt, die Wohnungen werden über die Investitionsbank gefördert, Hausnutzer zahlen Miete und der Kirchenkreis investiert eine Million Euro, die noch aus Rantzauer Zeiten stammen, als man plante, das Gebäude in der Kirchenstraße zu sanieren. Das Geld wurde auf der letzten Synode umgewidmet und für den Neubau als Anschubfinanzierung aufgespart. Desweiteren kann der Kirchengemeindeverband eigene Mittel aus möglichen Immobilienverkäufen zur Verfügung stellen.

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