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VfR heute unter Dampf: Ein Sieg und sonst gar nichts

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fußball-Regionalliga: Rasensport ist gegen Cloppenburg zum Erfolg verdammt / Ingreso fehlt erstmals

„Es gibt keine zwei Meinungen, wir müssen ganz einfach drei Punkte holen.“ Die Marschroute von Trainer Uwe Erkenbrecher lässt keine anderen Schlüsse zu: Sein VfR steht unter Druck. Als Vorletzter empfängt Neumünsters Fußball-Regionalligist (18 Punkte/26:45 Tore) heute um 14 Uhr an der Geerdtsstraße den nur drei Ränge, aber sechs Zähler besser postierten Abstiegskonkurrenten BV Cloppenburg (24/29:42).

Das Duell mit dem Tabellenvierzehnten hat zumindest in puncto Gruselfaktor an Bedeutung verloren. Zehn Mal in seiner Vereinsgeschichte hatte Rasensport vergeblich versucht, die Soestestädter zu bezwingen. Im elften Anlauf, dem Hinspiel der laufenden Serie, war es dann endlich so weit: Nach zuvor acht Niederlagen und zwei Unentschieden gegen den BVC setzte sich Lila-Weiß an der Friesoyther Straße mit 3:0 durch.

Der Respekt ist dennoch immens. „Cloppenburg lebt mit seinem kleinen Kader vom Teamspirit. Meine Trainerkollegen Jörg-Uwe Klütz und Mario Neumann holen dort seit Jahren das Optimum heraus. Ich habe absolute Hochachtung vor unseren heutigen Gästen“, zieht Erkenbrecher den Hut. Das jüngste Zahlenmaterial unterstreicht seine Worte, startete der „Ex-Angstgegner“ des VfR doch mit einem 1:0 beim FC St. Pauli II und einem 1:1 gegen Hannover 96 II ins neue Jahr. In letzterer Partie hätte es für den BVC beinahe auch für einen „Dreier“ gereicht, doch die Erstligareserve glich in der Nachspielzeit noch aus. Während die Torwartposition der Soestestädter als Achillesferse gilt, muss besonders der Angriff beachtet werden. Andreas Gerdes-Wurpts (neun Saisontreffer) und Tim Wernke (sieben) gelten als ausgebufft, Erkenbrecher bezeichnet sie gar als „Waffe“ und „Killer“.

Beim VfR wird erstmals in dieser Saison der häufig über dem Schnitt spielende, gelbgesperrte Mittelfeld-Allrounder Kevin Ingreso fehlen. Von den beiden am vergangenen Sonnabend in Bremen bereits vor der Pause verletzt ausgetauschten Akteure kann Jakob Olthoff definitiv nicht spielen, für ihn rückt Hannes Schäfke nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre wieder in die Startelf. Reio Laabus hingegen dürfte einsatzbereit sein. „Allerdings kann es sein, dass wir verstärkt auf die Komponente Kampf setzen, dann wäre Laabus nicht erste Wahl“, verrät Erkenbrecher. Als aussichtsreiche Kandidaten für die Anfangsformation gelten die in Bremen eingewechselten Ermir Zekjiri und Abdel Abou-Khalil, auch könnte der von einer Erkältung genesene Innenverteidiger Bodo Bönigk den Vorzug vor Winter-Neuzugang Angelos Eleftheriadis bekommen. Last but not least könnte Rasensport auf die Durchschlagskraft von Angreifer Michél Harrer vertrauen. Sollte er spielen, wären Emanuel Bento und besonders Christopher Kramer Optionen für die offensiven Außenbahnen.

VfR Neumünster: Springer - Winter, Schäfke, Bönigk (Eleftheriadis), Durak - Kramer, Tenno, Pino Tellez, Zekjiri (Abou-Khalil) - Bento, Harrer. – Auf der Bank: Kassler - Aboagye, Nagel, Laabus, Alioua. – Es fehlen: Grothe (nach OP noch nicht wieder im Training), Ingreso (Gelbsperre), Kuscu (nicht im Kader), Olthoff (Muskelfaserriss), Pöhls (Mittelhandbruch), Schlagelambers (Grippe). – SR: Zielsdorf (Haselünne). – Hinspiel: VfR gewann mit 3:0 (Tore: Abou-Khalil/2, Bento). – Courier-Tipp: VfR gewinnt mit 2:1. – Außerdem spielen (in Klammern Hinrunde): heute, 14 Uhr: VfB Lübeck - ETSV Weiche Flensburg (1:1), FT Braunschweig - FC Eintracht Norderstedt (1:2), FC St. Pauli II - BSV Schwarz-Weiß Rehden (1:1); morgen, 14 Uhr: SV Meppen - Lüneburger SK Hansa (3:1), Goslarer SC 08 - VfB Oldenburg (2:2); morgen, 15 Uhr: Hamburger SV II - Werder Bremen II (4:2), TSV Havelse - VfL Wolfsburg II (0:4). – Bereits absolviert: Hannover 96 II - Eintracht Braunschweig II 1:3.

 

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erstellt am 28.Feb.2015 | 08:00 Uhr

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