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24. August 2017 | 09:41 Uhr

VfR-Gegner Werder II spekuliert auf Platz 1

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fußball-Regionalliga: In Bremen wartet heute der seit zehn Spielen ungeschlagene Tabellenzweite auf Rasensport / Lila-Weiß hofft auf einen „Lucky Punch“

Der „Erke“-Countdown läuft. Noch 13 Mal wird Uwe Erkenbrecher als Trainer des Fußball-Regionalligisten VfR Neumünster in Meisterschaftsspielen auf der Bank sitzen, ehe er zum niedersächsischen Landesligisten MTV Gifhorn wechseln wird. Die Aufgaben könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. Heute Mittag um 13 Uhr wartet eine von Herkulesgestalt. Denn der Drittletzte Rasensport (18 Punkte/24:41 Tore) gastiert beim Tabellenzweiten, der seit zehn Partien ungeschlagenen U 23 von Werder Bremen (43/57:26).

Gespielt wird auf dem legendären Platz 11 des Weserstadions, wo die Reserve der Grün-Weißen ihre beiden bislang einzigen Niederlagen kassiert hat: beim 2:4 gegen den Wintermeister Hamburger SV II und beim 1:3 gegen den Goslarer SC. Für den VfR ist Platz 11 ein Ort des Erfolges. Denn in der jüngeren Regionalligahistorie holte Lila-Weiß dort in zwei Begegnungen vier Punkte (1:1 und 3:2), während alle drei Heimspiele gegen Werder II verloren wurden, ohne dass die „Veilchen“ dabei auch nur ein einziges Tor schossen (0:5, 0:1 und zuletzt 0:2). Mit einem „Dreier“ gegen Rasensport könnten die Bremer, die heute auf den Gelb-Rot-gesperrten Jungprofi Marnon Busch verzichten müssen, zumindest für eine Nacht die Tabellenführung übernehmen. Schließlich ist der Rückstand auf den schwächelnden HSV II von elf auf zwei Zähler zusammengeschrumpft. Das ist gewiss aufsehenerregend, allerdings trug sich das Spektakulärste bei Werder II in dieser Saison Mitte Oktober vergangenen Jahres zu: Viktor Skripnik und sein „Co“ Torsten Frings wurden von der U 23 ins Bundesligateam befördert. Seitdem herrscht an der Weser wieder eitel Sonnenschein, das unvergleichliche Wir-Gefühl beim Traditionsclub ist längst zurückgekehrt. Ferner setzt Skripniks Nachfolger Alexander Nouri die erfolgreiche Arbeit des Ukrainers fort. Das Gefühl einer Niederlage kennt der frühere Coach des VfB Oldenburg, als Aktiver einst selbst im Bremer Erstligakader, mit Werder II noch nicht.

Beim VfR hoffen alle auf ein Ende von Nouris Erfolgsserie. „Denn mit normalen Ergebnissen kommen wir unten nicht raus. Uns muss jetzt auch mal ein ,Lucky Punch’ in Form einer Überraschung gelingen“, weiß Trainer Erkenbrecher um die angespannte Lage, die sich noch verschärfen könnte. Da der zwei Punkte schlechter dastehende Vorletzte Rehden gegen das Schlusslicht FT Braunschweig antritt, droht Lila-Weiß das Abrutschen auf Platz 17. Die Mannschaft habe gefasst auf seinen angekündigten Abschied reagiert und konzentriert trainiert, berichtet Erkenbrecher. Den nach einer Ampelkarte im Spiel gegen Lüneburg (1:1) gesperrten Hannes Schäfke wird wohl Winter-Neuzugang Angelos Eleftheriadis ersetzen. Auch Bodo Bönigk ist ein Kandidat. Gespannt darf man darauf sein, ob der VfR heute zum defensiveren 4-2-3-1 zurückkehren wird. Dann dürfte auch der gegen Lüneburg nicht berücksichtigte Kapitän Patrick Nagel in die Startelf rücken (anstelle von Angreifer Emanuel Bento). Vorerst ausfallen wird der neue Ersatzkeeper Tom Pöhls, der sich die Mittelhand gebrochen hat. „Bitter für ihn, er war auf einem guten Weg“, sagt Erkenbrecher, der dem Deutsch-Dänen zuletzt den Vorzug vor Marc Aaron Kassler gegeben hatte. Die beiden A-Jugendlichen Paul Falk und Philipp Lorenzen indes sind vorerst aus dem Regionalliga-Trainingsbetrieb ausgeschieden, sie sollen nun wieder ihrer eigentlichen Mannschaft SG VfR/Saxonia im Kampf um den Verbandsligatitel helfen.

Erkenbrecher legt im Übrigen Wert darauf, dass sein Co-Trainer Nikica Vrcic nicht haupt-, sondern nebenberuflich beim VfR arbeitet. „Nicht, dass noch der Eindruck entsteht, wir würden im Geld schwimmen“, betont der 60-Jährige im Rückblick auf die im Zuge seines bevorstehenden Wechsels nach Gifhorn erfolgte Berichterstattung.


VfR Neumünster: Springer - Winter, Eleftheriadis (Bönigk), Olthoff, Durak - Tenno, Pino Tellez - Laabus, Ingreso, Nagel - Kramer. – Auf der Bank: Kassler - Aboagye, Zekjiri, Abou-Khalil, Bento, Harrer. – Es fehlen: Alioua, Kuscu, Schlagelambers (alle nicht im Kader), Grothe (nach OP nicht einsatzbereit), Pöhls (Mittelhandbruch), Schäfke (Gelb-Rot-Sperre). – SR: Höhns (Dassendorf). – Hinspiel: VfR verlor mit 0:2 (Tore: Hilßner, Lukowicz). – Courier-Tipp: VfR unterliegt mit 0:3. – Außerdem spielen (in Klammern Hinrunde): heute, 13 Uhr: VfL Wolfsburg II – SV Meppen (1:3); heute, 14 Uhr: BV Cloppenburg – Hannover 96 II (1:2), Eintracht Braunschweig II – FC St. Pauli II (3:0); heute, 15 Uhr: BSV Rehden – FT Braunschweig (1:0); morgen, 14 Uhr: FC Eintracht Norderstedt – Goslarer SC 08 (3:2), ETSV Weiche – TSV Havelse (0:2); morgen, 15 Uhr: Lüneburger SK Hansa – Hamburger SV II (1:3), VfB Oldenburg – VfB Lübeck (1:2).

 

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erstellt am 21.Feb.2015 | 12:00 Uhr

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