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11. Dezember 2017 | 10:55 Uhr

VfR: Die Vorzeichen lassen Böses erahnen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fußball-Regionalliga: Rasensport empfängt morgen Lüneburg / Vier Personal-Fragezeichen bereiten Sorgen

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 13:00 Uhr

Spätestens ab morgen sind die schlechten Resultate in der Vorbereitung Schall und Rauch, denn für den abstiegsbedrohten Fußball-Regionalligisten VfR geht es fortan ums nackte Überleben in der Viertklassigkeit. Um 14 Uhr erwartet Rasensport zum Meisterschafts-Jahresauftakt beziehungsweise am 21. Spieltag als Drittletzter (17 Punkte/23:40 Tore) den Tabellendreizehnten Lüneburger SK Hansa (23/24:34).

Sinnvolle Wintertransfers und eine strukturierte Personalplanung bei vielen Ligarivalen, im Gegensatz dazu ein auf Tauchstation befindlicher Vorstand in Neumünster, ferner sieben Vorbereitungsspiele gegen ausnahmslos tieferklassige Gegner mit nur einem einzigen Sieg, lediglich ein Winter-Neuzugang als Ergänzung des qualitativ dünnen Kaders, überhaupt eine wacklige Personallage und eine noch laufende Negativserie mit acht Heimpleiten hintereinander: Selten ist der VfR unter derart schlechten Voraussetzungen in eine Restrunde gestartet wie diesmal. Lila-Weiß ist ein glasklarer Abstiegskandidat, muss bis zum letzten Spieltag am 22. Mai über seine Grenzen hinaus gehen. „Wir müssen 14 Mal überdurchschnittlich rennen und rackern, um die Klasse zu halten“, weiß auch Trainer Uwe Erkenbrecher und gibt für morgen die Parole aus: „Wir müssen für frischen Wind sorgen – mit einem Heimsieg!“

Vier Personalien bereiten ihm große Sorgen. Denn es wird sich erst kurzfristig entscheiden, ob Angreifer Michél Harrer, Mittelfeldmann Kevin Ingreso (beide Zerrung), Topscorer Christopher Kramer (acht Tore, acht Assists/Weisheitszahn-OP) und Rechtsverteidiger Nils Winter (Haarriss im Fuß) auflaufen können. „Wir sind eine Wundertüte“, kommentiert Erkenbrecher die vier Fragezeichen hinter praktisch unverzichtbaren Akteuren.

An der Geerdtsstraße gibt es morgen übrigens Fußball satt. Denn im Vereinsheim wird der um 15.30 Uhr beginnende Nord-Süd-Klassiker FC Bayern gegen HSV auf Großbildleinwand übertragen.

Mit dem Duell VfR gegen LSK werden Erinnerungen wach. 1979 und 1980 trafen die beiden Clubs in der legendären Oberliga-Aufstiegsrunde aufeinander. In Neumünster hatte zwei Mal Rasensport gegen Lüneburg die Nase vorn: am 13. Juni 1979 mit 2:1, ein Jahr und einen Tag später mit 2:0. Vielleicht ist ja wenigstens das ein gutes Omen für morgen ...


VfR: Springer - Durak (Winter), Schäfke, Olthoff, Nagel - Laabus, Tenno, Pino Tellez, Zekjiri (Ingreso) - Bento (Kramer), Abou-Khalil (Harrer). – Auf der Bank: Kassler - Bönigk, Eleftheriadis; eventuell Aboagye, Alioua, Kuscu und/oder Schlagelambers. – Es fehlen: Falk (Trainingsrückstand nach Bänderriss), Grothe (nach OP nicht im Training), Pöhls (nicht im Kader). – SR: Porsch (Barsbüttel). – Hinspiel: VfR gewann mit 2:0 (Tore: Abou-Khalil, Zekjiri). – Courier-Tipp: 1:1. – Bilanz der VfR-Vorbereitung: sieben Spiele/ein Sieg, drei Remis, drei Niederlagen (Hamburger SV U 19/A 1:3, Rot Weiss Ahlen/N 1:1, FC Hansa Rostock II/N 0:1, Holstein Kiel II/A 2:4, FC Dornbreite Lübeck/A 5:2, SV Todesfelde/N 2:2, Klub Kosova Hamburg/A 1:1). – VfR-Treffer in der Vorbereitung: Abou-Khalil (3), Bento (2), Bönigk, Durak, Harrer, Laabus, Olthoff, Schlagelambers, Zekjiri (je 1). – Weiter spielen (in Klammern Hinrunde): heute, 13 Uhr: Hannover 96 II – Werder Bremen II (0:3), Hamburger SV II – VfL Wolfsburg II (3:1); heute, 14 Uhr: TSV Havelse – VfB Oldenburg (1:0), VfB Lübeck – Eintr. Norderstedt (0:3), FT Braunschweig – Goslarer SC (0:1), FC St. Pauli II – BV Cloppenburg (2:1); heute, 15 Uhr: BSV Rehden – Eintracht Braunschweig II (1:1); morgen, 14 Uhr: SV Meppen – ETSV Weiche (1:0).

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