zur Navigation springen

VfR beklagt zu geringe Unterstützung und fehlende Klasse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neun Punkte wollten sie holen aus den drei ersten Heimspielen des Jahres 2015. Schließlich waren und sind mit Lüneburg, Cloppenburg und Rehden drei Konkurrenten im Tabellenkeller die Gäste an der Geerdtsstraße. Doch Neumünsters Rasensportler können maximal noch auf fünf Zähler aus dieser Abstiegs-Trilogie kommen. Denn für den VfR reichte es nach dem 1:1 gegen den LSK auch nur zu einem Teilerfolg gegen Cloppenburg, der ersten Nullnummer vor eigenem Publikum in dieser Saison.

„Wir haben unser Minimalziel, einen knappen Sieg, nicht erreicht“, konterte Rasensport-Coach Uwe Erkenbrecher die Aussage von Cloppenburgs Trainer Jörg-Uwe Klütz, dessen Truppe den Sechs-Punkte-Rückstand auf den VfR wahrte und der somit zu dem Schluss gekommen war: „Wir haben unser Minimalziel erreicht.“ Erkenbrecher sah ein „schönes Abstiegsduell, in dem Millimeterarbeit erforderlich war. Leider haben wir diesen einen entscheidenden Millimeter nicht gemacht. Auch war das öffentliche Interesse gering.“ Der 60-Jährige verwies auf die Kulisse von 407 Zuschauern – für ein Spiel eines seit nunmehr zehn Mal zu Hause sieglosen Clubs, der in seiner Historie sonnabends nie besonders viele Fans (an)gezogen hatte und der gegen Cloppenburg keinen ersichtlichen Gästeanhänger begrüßen durfte, war das allerdings eigentlich gar kein so schlechter Wert. Lila-Weiß ging dabei übrigens einen neuen Weg, gewährte 20 jungen Flüchtlingen aus der zentralen Aufnahmestelle des Landes freien Eintritt und stattete sie sogar mit VfR-Fähnchen aus. Dass einer von ihnen in der ersten Halbzeit zwei, drei Mal lautstark „VfL“ skandierte, war gewiss ein Freud’scher Versprecher. Überhaupt stand das Publikum im Mittelpunkt. Verteidiger Nils Winter etwa ärgerte sich darüber, dass die Unterstützung von den Rängen nicht so war, wie sie sich ein Abstiegskandidat wünscht. „Ich möchte die Fans nicht angreifen, aber es wäre so manches Mal besser gewesen, uns anzufeuern anstatt fast jede misslungene Aktion mit einem Schmähruf zu quittieren“, meinte der enttäuschte Ex-Wolfsburger.

Erkenbrecher indes kritisierte seine Truppe für die „wenig effektiven Laufwege“ und die fast ausnahmslos harmlosen Standards. „Im Training läuft das bei einem Mann wie Winter beispielsweise top. Auch hatten wir extra noch einmal Standardsituationen geprobt. Doch es fehlt uns die Klasse in derlei Momenten“, klagte der VfR-Coach.

Erkenbrechers Mannschaft war am Sonnabend eigentlich kein Vorwurf zu machen. Sie ackerte, rannte und versuchte alles. Entscheidend Zählbares kam dabei jedoch nicht heraus. Rasensport bleibt somit ein Dauergast im Tabellenkeller. Und das wird voraussichtlich auch so bleiben. Denn Lila-Weiß laufen allmählich die Spiele weg. Nur noch elf Mal wird es um Punkte gehen. 33 Zähler sind noch drin. Es wäre aber nicht die erste Rechnung, die in diesem Jahr beim VfR nicht aufgehen würde.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Mär.2015 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen