Verschwunden: Der Nagelrochen

Junger Nagelrochen und Eikapsel im Multimar Wattforum in Tönning.
Junger Nagelrochen und Eikapsel im Multimar Wattforum in Tönning.

Er ist das Opfer der Überfischung: Der Nagelrochen war einst im schleswig-holsteinischen Wattenmeer heimisch. Bereits im 16. Jahrhundert hat man ihn vor Sylt gefangen.

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24. Juli 2008, 10:38 Uhr

"Im großen Stil allerdings erst im 19. Jahrhundert", berichtet Christof Goetze. Damals waren es vor Föhr 400 Tiere pro Tide, vor Amrum sogar bis zu 1000. Ende der 1950er Jahre war schließlich Ebbe - es gab keine Nagelrochen mehr vor der Nordseeküste. Heute weiß man: Die Nagelrochen legen nur 14 bis 20 Eier in einer Kapsel ab. Darin benötigen die jungen Tiere ein halbes Jahr, bis sie sich entwickelt haben. Die Weibchen werden mit 1,20 Metern 50 Zentimeter größer als die Männchen. Der Name Nagelrochen leitet sich von seinem Äußeren ab. Die Tiere haben Hautschuppen, an deren Ende Dornen sitzen.

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