Verdienter Punkt für den TSV Hattstedt

Mit Haken und Ösen: Hattstedts Dennis Thomsen (links) im Zweikampf mit dem Husumer Angreifer Benjamin Gielow.
Mit Haken und Ösen: Hattstedts Dennis Thomsen (links) im Zweikampf mit dem Husumer Angreifer Benjamin Gielow.

Fußball-Verbandsliga Nord-West: Husumer SV gleicht im Nordfriesland-Derby erst acht Minuten vor dem Abpfiff zum 1:1 aus

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07. Dezember 2014, 14:48 Uhr

Das hatte sich Fußball-Verbandsligist Husumer SV im Derby gegen den TSV Hattstedt eigentlich etwas anders vorgestellt. Mit etwas Glück, aber durchaus verdient, kamen die Stormstädter erst in der 82. Minute zum 1:1-Ausgleich – Tobias Wetzel traf. Die Gäste rehabilitierten sich für die 1:8-Klatsche im Heimspiel eine Woche zuvor gegen Brunsbüttel. Nach einer sehr guten Vorstellung lag der Aufsteiger verdient durch das Tor von Gerrit Müller (34.) in Führung, versäumte es aber, diese auszubauen. Nach dem 1:1 drängte Husum noch mit Macht auf den Siegtreffer, aber der wollte nicht mehr fallen.

„Natürlich bin ich mit dem 1:1 nicht zufrieden, kann es nicht sein. In ein Derby geht man anders rein. Erst nach der Pause haben wir mit mehr Druck gespielt, kamen so zu einigen Chancen und auch zum Ausgleich. Insgesamt geht das Remis dann wohl in Ordnung, denn Hattstedt hatte zwischenzeitlich die Möglichkeit zum 0:2“, bilanzierte Thede.

Der Husumer Trainer lobte die Gäste für eine starke Vorstellung, die er bei seinen Spielern vor der Pause vermisst hatte. Sein Kollege Sven Heldt wusste nicht so recht, ob er sich ärgern oder freuen sollte: „Natürlich freue ich mich über das 1:1 in einem Derby in Husum. Die Mannschaft hat sich alles abverlangt und sich den Punkt wirklich verdient. Uns fehlte die Cleverness und Kaltschnäuzigkeit zum Sieg, denn die Chancen dazu hatten wir“.

Husum begann gewohnt überlegen und mit viel Druck. Aber richtige Chancen erspielten sich die Gastgeber kaum. Nach zehn Minuten kam Hattstedt immer besser ins Spiel und jetzt auch selbst zu Chancen. Nach einer Ecke stand Routinier Gerrit Müller goldrichtig am kurzen Pfosten und verlängerte den Ball zum 0:1 (34.) ins Tor. Mit viel Einsatz kauften die Gäste den Husumer Spielern den Schneid ab, zeigten deutlich mehr Engagement und gingen verdient mit der Führung in die Pause.

Im zweiten Durchgang stellte Olaf Thede sein Team deutlich offensiver auf, entschied sich für die Dreierkette und einen zweiten Stürmer. Das zeigte Wirkung. Hattstedt wurde jetzt in der Defensive mehr gefordert, setzte aber zu einigen gefährlichen Kontern an. Dominik Mohn und Stefan Nommensen scheiterten an Momme Reinhold im HSV-Tor oder am aufmerksamen Christian Herpel.

Auf der Gegenseite verhinderte erst der Pfosten den Ausgleich, und dann setzte Benjamin Gielow (70.) den Ball über das Tor. Das Derby wurde spannender und auch hektischer. Aber die Gastgeber behielten jetzt die Übersicht, Tobias Wetzel lupfte den Ball gekonnt über den herauslaufenden Christoph Niesalla zum 1:1 (82.) ins Hattstedter Tor. Jetzt gab Husum noch einmal Gas, aber die Gäste verteidigten mit großen Einsatz den Punkt bis zum Abpfiff.

Husumer SV: Reinhold – Wullenweber, Witthohn, Herpel, Wetzel – Koschenz, Lorenzen, Hornburg, Steglich, Sander – Gielow (77. Michael Petersen).

TSV Hattstedt: Niesalla – Beiser, Müller, Jasper Hansen, Reichenberg – Nagel, Jensen, Thomsen, Ludwig – Mohn, Nommensen (90.+2 Ripplinger).

Schiedsrichterin: Tanja Petersen (Peissen).

Zuschauer: 210.

Tore: 0:1 (34.) Gerrit Müller, 1:1 (82.) Tobias Wetzel.

Beste Spieler: Christian Herpel/Marco Nagel, Dominik Mohn.

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