Husum : Unbekannte schießen aufs Hallenbad

Mit solchen Kugeln und Muttern haben Unbekannte mehrere Gebäude in der Flensburger Chaussee beschossen. Foto: hjm
Mit solchen Kugeln und Muttern haben Unbekannte mehrere Gebäude in der Flensburger Chaussee beschossen. Foto: hjm

Sie kamen in der Nacht und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Unbekannte Täter haben auf Scheiben des Husumer Hallenbades geschossen. Der Gesamtschaden beträgt mehr als 35.000 Euro.

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10. Dezember 2011, 11:13 Uhr

Husum | Die Täter kamen wieder - zuletzt in der Nacht zum Donnerstag. Allein beim Hallenbad schossen Unbekannte auf mehr als ein halbes Dutzend Fenster- und Glasflächen. Schon in der Nacht von Sonnabend, 20 Uhr, auf Sonntag, 7.30 Uhr, hatten sie an der gleichen Stelle gewütet. Die kreisrunden Beschädigungen - sichtbares Ergebnis ihres Tuns - verteilten sich auf nicht weniger als elf Flächen im Haupteingang sowie weitere 15 im Bereich des Wintergartens. "Dabei suchten sich die Täter offenbar gezielt jenen Teil des Gebäudes aus, der von der Straße aus nicht eingesehen werden kann", sagt der Leiter des Husum-Bades, Hartmut Nissen.
Weil sich am Tatort nicht nur Stahlkugeln, sondern auch Stahlmuttern fanden, schließt die Polizei eine Zwille und/oder ein Gewehr oder eine Pistole als Waffe nicht aus. Der Schaden ist beträchtlich, denn bei den Fenstern und Glasflächen handelt es sich um Verbundsicherheitssysteme, die nicht nur höheren Sicherheitsanforderungen Genüge tun, sondern auch verhindern sollen, dass die Wärme aus der Schwimmhalle abweicht. Nissen spricht von rund 25.000 Euro.
Verdacht, dass es sich um denselben Täterkreis handeln könnte
Dass es sich nicht um einen Dummejungenstreich handelt, glaubt auch Peter Empen. Neben dem Hallenbad und der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) ist die Ferdinand-Tönnies-Schule, deren Leiter Empen ist, das zweite Zielobjekt solcher nächtlichen Attacken. Am Dienstagmorgen vor Schulbeginn entdeckte FTS-Hausmeister Lars Zimmermann bei einem Rundgang an fünf Fenstern kreisrunde Beschädigungen, die denen am Hallenbad doch sehr ähnelten und am Montagabend gegen 18 Uhr noch nicht da waren.
Dritter Geschädigter ist die WAK, die ebenfalls in der Nacht zu gestern ungebetenen Besuch bekam. Auch hier ging ein halbes Dutzend Scheiben zu Bruch, und auch hier lassen Spuren am Tatort den Schluss zu, dass Zwillen oder vielleicht sogar Schusswaffen zum Einsatz kamen. WAK-Niederlassungsleiter Stefan Schütt hat deshalb - aber auch angesichts der Nähe der drei Tatorte zueinander - den Verdacht, dass es sich um ein- und denselben Täterkreis handeln könnte.
In beiden Fällen - bei WAK wie FTS - wurden Schäden in Höhe von je 5000 Euro registriert, was die Gesamtschadenssumme auf mehr als 35.000 Euro schraubt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die werden von den Ordnungshütern unter 04841/ 830311 entgegengenommen.

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