Ulf Ciechowski: „Disziplin ist das Wichtigste“

Fußball-SH-Liga: Neuer Trainer des TSV Altenholz will schnellstmöglich Punkte für den Klassenerhalt einfahren

shz.de von
19. Januar 2015, 11:32 Uhr

Die Hinrunde in der Fußball-SH-Liga ist für den TSV Altenholz enttäuschend verlaufen. In der Vorsaison spielte das Team von Trainer Harry Witt noch bis zum Schluss um Platz zwei mit, nun ging es als Zwölfter in die Winterpause. Jetzt hat der Verein reagiert und will versuchen statt mit Witt und seinem Co-Trainer Stefan Büning mit Ulf Ciechowski und Kristian Hamm wieder weiter nach oben zu klettern.

„Angesichts der Platzierung und des Leistungsvermögens der Mannschaft kam die Entscheidung nicht völlig überraschend“, sagt Büning. „Doch die Art und Weise war nicht unbedingt schön. Ich hatte das Gefühl, die ganze Sache wurde arg übers Knie gebrochen. So kann man mit einem Harry Witt nach all den Jahren nicht umgehen.“ Kurios war auch seine eigene Situation. „Harry hatte mich als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Dies wurde vom Vorstand auch beratschlagt. Daraufhin wurde ich gefragt. Ich hatte mir einen Tag Bedenkzeit erbeten. Als ich eine Nacht drüber geschlafen hatte, bin ich zu dem Entschluss gekommen, es mit Ulf Ciechowski als meinem Assistenten zu machen. Doch bevor ich meine Entscheidung äußern konnte, bekam ich einen Anruf von Lars Rosenstein (Vorstandsvorsitzender der Fußballer; die Red.) in dem er mir mitteilte, dass sich der Vorstand für Ciechowski entschieden hätte. Ich nehme Lars ab, dass er es nicht persönlich gemeint hat, aber das war ganz sicher nicht die feine Art. Ich wünsche Ulf, mit dem ich ja noch zusammen gespielt habe, und Kristian dennoch alles Gute. Ich werde jetzt meine Freizeit genießen und vielleicht mal Yoga und Kampfsport ausprobieren. Nach all den Jahren werde ich aber das Miteinander mit den Jungs sicherlich schon vermissen.“

Auch für Ulf Ciechowski kam das alles „doch überraschend schnell. Ich wusste, dass es da ein paar Ungereimtheiten gab, doch nun ist es so, wie es ist. Kristian und ich müssen versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.“ Der Physiotherapeut hat mehrere Spiele seiner neuen Mannschaft als Zuschauer verfolgt. Gründe für den Einbruch nach dem guten Start hat er aber auch noch nicht richtig gefunden. „Da rätseln viele drüber. Ich auch. Wenn man wüsste, woran es liegt, würde man es natürlich sofort abstellen. Liegt es an der Einstellung? Sind einige nicht selbstkritisch genug? Das müssen wir schnellstmöglich versuchen, herauszufinden. Die Mannschaft hat viele Tore durch Nachlässigkeiten kassiert und vorne trotz vieler Chancen verhältnismäßig wenig Treffer erzielt. Da reicht es nicht, wenn man hinterher sagt, dass man doch die bessere Mannschaft gewesen sei. Dann ist es halt auch die eigene Abschlussschwäche, die verbessert werden muss. Ich gehe jedenfalls völlig frei und unvorbelastet an die Aufgabe heran. Jeder Spieler bekommt die Möglichkeit zu zeigen, dass er in die Mannschaft gehört.“ Wo er als erstes ansetzen wird, weiß Ciechowski schon: „Wir müssen wieder über den Kampf zu unserem Spiel finden. Dafür erwarte ich von jedem absolute Disziplin. Sie ist im Mannschaftssport das Wichtigste.“ Trainingsbeginn ist nach der Endrunde der Hallenkreismeisterschaften am 26. Januar.

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