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17. August 2017 | 00:26 Uhr

Töns Dohrn übernimmt im Sommer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Zukunft des Eckernförder SV ist geklärt. Zumindest was die sportliche Verantwortlichkeit ab der kommenden Spielzeit betrifft. Der aktuelle Ligatrainer Stefan Mackeprang (re.) wird sein Amt niederlegen, dafür übernimmt mit Töns Dohrn (li.) der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft.

Nach dieser Spielzeit wird es beim Eckernförder SV zu einem weiteren Umbruch kommen. Nachdem bereits in diesem Sommer – bedingt durch einige Abgänge – der Verbandsliga-Kader ein anderes Gesicht bekam, wird sich zur Saison 2016/17 auch etwas auf den Trainerbänken der ESV-Mannschaften tun. Der aktuelle Ligacoach Stefan Mackeprang signalisierte dem Vorstand, dass er nach der Spielzeit sein Amt abgeben wird. Mit Töns Dohrn, der seit 2013 die zweite ESV-Mannschaft in der Kreisliga coacht, wurde ein Nachfolger bereits gefunden. Für ihn wird der ehemalige ESV-Vereinspräsident und jetzige Osterbyer Trainer Uwe Wintjen die zweite Mannschaft übernehmen. Der ESV-Vorsitzende Manfred Medler sagt: „Mit diesen Entscheidungen in Sachen Trainerfrage der ersten und zweiten Mannschaft bin ich zu 100 Prozent zufrieden. Sie passen zum ESV, und ich glaube, dass Töns und Uwe sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Wie in der Vergangenheit bereits häufig, setzen die Schwarz-Weißen am Bystedtredder auf eine interne Lösung bei der Trainerfrage für die Ligamannschaft. Ob Niels Bünning, Henning Seemann, Stefan Mackeprang oder eben ab kommenden Sommer Töns Dohrn – das Aushängeschild des Klubs, also die erste Mannschaft, bleibt in der Verantwortlichkeit von Trainern, die dem Verein schon vorher angehörten. Medler erklärt: „Wir haben auch darüber nachgedacht, einen externen Trainer zu holen, aber das hat in der Vergangenheit auch nicht wie gewünscht geklappt.“

Dass Dohrn die Nachfolge von Mackeprang antritt, ist aus sportlicher Sicht wenig überraschend. Mit den überwiegend jungen Spielern der zweiten Mannschaften hatte Dohrn in den vergangenen drei Jahren großen Erfolg. In dieser Serie liegt der Punkteschnitt – trotz einiger abgegebener Leistungsträger an die erste Mannschaft – bei 2,47 Punkten pro Spiel. Zum Vergleich: Die Ligaelf holt im Schnitt 0,86. Genau das muss in der Rückserie besser werden, darin sind sich alle Beteiligten einig. Die Ligamannschaft muss so schnell es geht aus der gefährdeten Abstiegszone heraus. Mackeprang: „Dass wir jetzt nach den Spielausfällen tatsächlich auf einem Abstiegsplatz überwintern, kann uns sogar helfen.“ Und Dohrn fügt hinzu: „Es muss jedem Spieler klar sein, wie ernst die Lage ist. Wir müssen den Super-GAU unbedingt vermeiden. Dafür müssen wir jetzt noch enger zusammenrücken.“

Mit der aktuellen sportlichen Talfahrt der Ligamannschaft will Mackeprang seine Entscheidung nicht verbunden wissen. Bereits vor dieser Spielzeit habe er sich Gedanken gemacht, wie lange er den intensiven Trainerposten noch ausüben will. „Als ich vor der Saison plötzlich alleine dastand, also ohne Co- und Torwart-Trainer, wurde es natürlich noch einmal intensiver. Da ist mir die Entscheidung nicht schwer gefallen.“ Der aktuelle Coach hofft, dass sein Entschluss noch einmal Kräfte bei der Mannschaft freisetzt. „Die Jungs haben es sich verdient, die Saison vernünftig zu beenden. Ich sehe meine Rolle da eher untergeordnet. Allerdings hat es mich natürlich gefreut, dass der Verein mir in einer schwierigen Phase das Vertrauen ausgesprochen hat. Das ist nicht unbedingt normal.“ Mackeprang wird in den verbleibenden Spielen alles dem Erfolg unterordnen, „sodass Töns eine vernünftige Mannschaft im Sommer übernimmt.“ Dafür kündigt der 51-Jährige an, fortan auch unangenehme Maßnahmen zu treffen, die vielleicht dem ein oder anderen Spieler nicht gefallen. „Es gilt jetzt nur noch, kurzfristig wieder Erfolg zu haben“, sagt Mackeprang.

Damit das auch wirklich klappt, hat Medler mit Dohrn und Mackeprang vereinbart, dass der Austausch zwischen der Liga und der zweiten Mannschaft intensiviert werden soll. „Wir wollen mit Stefan und Töns aus diesem Loch wieder rauskommen“, sagt Medler. Für ihn gab es nach dem Signal von Mackeprang, nach dieser Saison aufzuhören, nur einen Kandidaten: „Töns kennt sich hier beim ESV aus, spielt wieder eine tolle Saison mit der U23 – von daher ist der Schritt zum Ligatrainer für mich ganz normal.“ Medler hofft darauf, dass mit Dohrn ein frischer Wind durch das Liga-Team weht. Denn oft wird der Mannschaft vorgeworfen, zu emotionslos auf dem Platz zu agieren. Das Bild mag sich noch dadurch verstärkt haben, dass Mackeprang und auch sein Vorgänger Henning Seemann sehr ruhig an der Außenlinie sind. Das wird unter Dohrn anders werden. Er gestikuliert lautstark, meckert auch mal gegen den Schiedsrichter oder weist seine Schützlinge in deutlichen Worten zurecht. „Ein lauterer Trainer tut dem Team sicherlich gut. Einige Spieler brauchen mal klare Ansagen. Das wünsche ich mir in der Rückserie aber auch noch mehr von Stefan Mackeprang“, sagt Medler.

Mit Uwe Wintjen hat der ESV zudem einen weiteren langjährigen Vereinsanhänger nach nur einem Jahr aus Osterby zurückholen können. „Uwe hat nach seiner Fußballpause in Osterby einenrichtig guten Job gemacht. Er hat wieder Lust auf die Arbeit mit jungen Leuten. Da war es klar, dass ich ihn frage“, erklärt Medler, dass er auch für die zweite Mannschaft seinen Wunschkandidaten bekommen hat. Zudem waren vereinsintern noch die Namen Andreas Obermüller (B-Jugendtrainer) und der ehemalige Ligatorwart und erfolgreiche Jugendtrainer Ottmar Gerlach im Gespräch. „Ich freue mich auf die Arbeit mit Uwe. Er ist eine perfekte Wahl“, sagt Dohrn. Konstanz gibt es dagegen beim ESV III, wo Jan Retzlaff Trainer bleibt.

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erstellt am 14.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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