Titelverteidiger muss nachsitzen

Trotz Unterzahl und hohem Rückstand kämpften die Fleckebyer bis zum Abpfiff: Hier köpft Dennis Neumann (2. von links) auf das OTSV-Tor,
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Trotz Unterzahl und hohem Rückstand kämpften die Fleckebyer bis zum Abpfiff: Hier köpft Dennis Neumann (2. von links) auf das OTSV-Tor,

Fußball-Kreispokal, 1. Hauptrunde: Gettorfer SC geht beim TuS Jevenstedt leichtfertig mit seinen Chancen um / ESV in Todenbüttel souverän

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20. Juli 2015, 12:16 Uhr

In der 1. Hauptrunde des Fußball-Kreispokals hat sich Titelverteidiger Gettorfer SC trotz etlicher Chancen erst in der Verlängerung beim TuS Bargstedt durchsetzen können. Souveräner agierte dagegen Verbandsliga-Konkurrent Eckernförder SV in Todenbüttel. In den übrigen Spielen setzten sich die Favoriten mehr oder weniger deutlich durch.

Surendorfer TS – Wittenseer SV      0:5 (0:0)
Im letzten Spiel von Dennis Braasch auf der Surendorfer Trainerbank – er wird ab dem 1.  August von Olaf Tiebusch abgelöst, hielt der Außenseiter 45 Minuten lang ein torloses Unentschieden. Erst nach der Pause, als Braasch einige Spieler aus der eigenen Zweiten einwechselte, nahm die Überlegenheit der Wittenseer immer weiter zu. Der Anfang vom Ende war ein Handspiel von Marvin Jochem, der als letzter Mann Hand spielte und so vom Platz gestellt wurde. Spieler des Spiels war der Wittenseer vierfache Torschütze Pascal Reimers, dem dabei auch ein lupenreiner Hattrick gelang. „Das war ein läuferisch sehr starkes Spiel von uns“, lobt WSV-Trainer Peter Thede.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Reimers (48., 58., 78.), 0:4 Doose (82.), 0:5 Reimers (86.)

Gelb-Rot: Jochem (Surendorf; 48.)

Osdorfer SV – TSV Karby       2:1 (0:0)
„Unser Sieg geht in Ordnung, weil wir spielerisch einen kleinen Tick besser waren“, fasst OSV-Coach Jens-Uwe Lorenzen die 90 Minuten zusammen. Die Zuschauer sahen zwei defensiv eingestellte Mannschaften, denen die frühe Saisonphase noch anzumerken war. Dennoch wurde mit hohem Tempo agiert. Nachdem Lorenzen Stürmer Tobias Vosgerau wegen schwerer Beine zur Schonung bereits nach 25 Minuten auswechselte, fehlte im Angriff etwas die Durchschlagskraft.

Tore: 1:0 Matthies (49.), 2:0 Moehl (54.), 2:1 von Spreckelsen (79.)

Vineta Audorf – SV Felm         2:1 (0:0)
Ausgerechnet Christian Wöhlk schoss Vineta in die nächste Runde. Coach Norman Bock schickte Wöhlk, der ansonsten in der Altliga kickt, in der zweiten Halbzeit aufs Welt, wohlwissend, dass der Routinier immer für ein Tor gut ist. Und der Oldie rechtfertigte Bocks Vertrauen mit dem Siegtreffer sechs Minuten vor dem Abpfiff. „Er ist halt ein Vollblutstürmer“, freut sich Bock.

Tore: 0:1 Listner (62., FE), 1:1 Ubben (74., ET), 2:1 Wöhlk (85.).

TuS Rotenhof – SG Waabs/Rieseby 4:3 (1:3)
„Wir haben wieder zu einfache Gegentore kassiert“, ärgert sich Rotenhofs Trainer Markus Passig. Für die Leistung seiner Elf nach der Pause hatte er jedoch nur lobende Worte übrig. „Klasse, wie die Jungs das Ding noch umgebogen haben. Wir hätte auch höher gewinnen können. Chancen waren genügend vorhanden.“ Doch es dauerte bis zur 89. Minute, ehe Passig und der TuS-Anhang erlöst wurden. Mit seinem zweiten Treffer schoss Sebastian Schmid die Rotenhöfer in die nächste Runde.

Tore: 1:0 Kuckenbecker (4.), 1:1 Gloyer (17.), 1:2 Gloyer (36.), 1:3 Braker (41.), 2:3 Schmidt (62.), 3:3 Ermeling (66.), 4:3 Schmid (89.).

SV Fleckeby – Osterrönfeld. TSV  2:9 (0:5)
Hauptsache nicht zweistellig verloren, sagten sich die Gastgeber aus der Kreisklasse nach dieser erwarteten Niederlage gegen den Verbandsligisten. Die Partie begann denkbar unglücklich für die Fleckebyer, die bereits in der 25. Minute Torhüter Peer Jessen ersetzen mussten, der nach einem strittigen Foul im Strafraum die Rote Karte sah. Damit musste der Außenseiter mehr als eine Stunde in Unterzahl agieren. Die Fleckebyer setzten auch immer wieder Nadelstiche und kamen in Unterzahl immerhin noch zu zwei Treffern.

Tore: 1:8 T. Matthiesen (70.), 2:8 Kübel (78.) – OTSV-Torschützen: Kuklinski (3), Dollnick (2), Rathjen (2), Traschke, Fleckebyer Eigentor

TuS Bargstedt – Gettorfer SC   2:5 n.V. (2:2)
Der Titelverteidiger aus Gettorf hätte bereits in der ersten Hälfte für eine Vorentscheidung sorgen können, betrieb aber Chancenwucher. „Die Gettorfer haben uns am Leben gelassen“, räumt Bargstedts Coach Frank Wolter ein. Der spielerischen Überlegenheit der Gäste setzten die Bargstedter ihr großes Kämpferherz entgegen. Und sie wurden dafür mit dem späten 2:2 durch Markus Wieben belohnt. In der Verlängerung mussten die Gastgeber ihrem kräftezehrenden Spiel Tribut zollen, zumal sie nach der Gelb-Roten Karte gegen Thies Michaelis (83.) mit einem Akteur weniger spielen mussten.

Tore: 0:1 T. Gravert (18.), 1:1 Volquardsen (67.), 1:2 Bröckler (78.), 2:2 Wieben (90.+3), 2:3 Assenheimer (95.), 2:4 Bröckler (105.), 2:5 Y. Wolf (114.).

Gelb-Rote Karte: Michaelis (Bargstedt; 85.).

Eckernförde IF – SG Felde/Stampe     2:3 (1:1)
Die Zuschauer sahen ein packendes Pokalspiel mit einer hitzigen Schlussphase, in der diesmal nicht – wie zuletzt üblich – ein Akteur der Gastgeber, sondern der Felder Doppeltorschütze Pascal Balcer wegen wiederholtem Foul mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde. Für IF reichte es in der Schlussminute aber nur noch für den Anschlusstreffer, da die Gäste in Tim Miethke ihren besten Spieler im Tor hatten.

Tore: 1:0 Heidrich (1.), 1:1 Balcer (21.), 1:2 Henning (61.), 1:3 Balcer (65.), 2:3 Moor (90.)

Gelb-Rot: Balcer (Felde; 83.)

Osterbyer SV – TuS Jevenstedt     1:3 (1:1) n.V.
Denkbar unglücklich ist der Osterbyer SV ausgeschieden. Bis in die Nachspielzeit hinein führte das Team des neuen Trainers Uwe Wintjen mit 1:0 durch das Tor von Hendrik Petersen (75.), ehe in der 95. Minute Timo Klug den Jevenstedter Ausgleich besorgte. Kurz nach dem Anpfiff der Verlängerung klärten die Jevenstedter noch einmal auf der Linie. Als die Osterbyer Alexander Kern und Philip von Lind kurz nacheinander wegen wiederholtem Foul mit Gelb-Rot vom Platz flogen, war die Gegenwehr der Gastgeber gebrochen.

Tore: 1:0 Petersen (75.), 1:1 Klug (90.+5), 1:2 Ruge (105.), 1:3 Hehnke (111.)

SV GW Todenbüttel – Eckernförder SV    0:4 (0:1)
In der vergangenen Saison trennten beide Teams noch zwei Ligen, dementsprechend konnte Todenbüttels Trainer Thomas Gosch das Ergebnis einordnen. „Das 0:4 spiegelt die Kräfteverhältnisse wider. Wir haben uns aber im Rahmen unser Möglichkeiten gut verkauft. Ich bin mit der Leistung meiner Jungs hochzufrieden.“ Einzig, dass den Gastgebern der Ehrentreffer verwehrt blieb, bedauert Gosch. „Ein Tor hätten wir verdient gehabt.“

Tore: 0:1 Heimlich (31.), 0:2 Smit (61.), 0:3 Pommerening (64.), 0:4 Lietz (81.).

FT Eider Büdelsdorf – SSV Nübbel      1:3 (1:2)

Tore: 0:1 Schmidt (10.), 0:2 Hinz (24.), 1:2 Roehr (38., ET), 1:3 Schmidt (53.).

SG Nindorf/Tappendorf – Büdelsdorfer TSV  2:4 (2:3)

Tore: 0:1 Henke (4.), 1:1, 2:1 Lohse (10., 16.), 2:2 Henke (19.), 2:3 Henke (30.), 2:4 Ellwardt (88.).

TSV Borgstedt – TSv Gross Vollst.  1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Stocks (32.).

SSV Bredenbek – Rendsburger TSV    0:5 (0:2)

Tore: 0:1 A. Müller (20.), 0:2 de Oliveira (38.), 0:3 K. Müller (46.), 0:4 Kalina (53.), 0:5 Pagel (80., ET).

Eintracht Rendsburg – TSV Lütjenwestedt   4:0 (1:0)

Tore: 1:0 Wiechmann (41.), 2:0 Bruhns (67.), 3:0 Bruhns (85.), 4:0 Grell (90.).

FC Osterstedt – FC Fockbek  6:7 N.E. (3:3, 2:2)

Tore: 1:0 Breiholz (26.), 1:1 Hilbert (43.), 1:2 Seubert (80.), 2:2 Kasch
(85.), 2:3 Seubert (94.), 3:3 Steffen Lindner (107.).

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