zur Navigation springen

Stallbrand in Klixbüll : Tierrechtler stellen Strafanzeige

vom

Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert den Umgang mit Nutztieren und klagt

Nachdem bei  einem   Brand in einem Stall  in  Klixbüll in der Nacht vom 3. auf den 4. August  15 Schweine starben (wir berichteten), hat die Tierrechtsorganisation Peta jetzt Strafanzeige gegen den Stallbesitzer gestellt.  Der Vorwurf: Durch unzureichende Brandschutzmaßnahmen sei  möglicherweise billigend in Kauf genommen worden, dass die Schweine bei einem Feuer qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen, begründet Peta in einer Pressemitteilung   die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Flensburg.

„Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall stirbt, wurde grob fahrlässig getötet“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei Peta Deutschland. „Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: Wenn viele Tiere in einem Stall eingesperrt sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten – dieses Risiko wird billigend in Kauf genommen.“

Die Tierrechtler  kritisierten  in der Vergangenheit wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen,  in denen ein Schutz der Tiere  nur unzureichend  geregelt sei.   Durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung komme es bei derartigen Bränden häufiger zu Zeitverzögerungen, die eine Rettung der Tiere verhindere, sind sich die Aktivisten sicher. Es  sei noch zu ermitteln, ob dies beim aktuellen Einsatz auch der Fall gewesen sei. 

Hier will  Klixbülls Wehrführer  Peter Andresen klar widersprechen – er leitete den Einsatz vor einer Woche: „Mit zwei funktionstüchtigen Hydranten war die Versorgung mit Löschwasser vollkommen ausreichend.“ Die Lage der Schweine im Stall sei zudem von Beginn des Einsatzes  an aussichtslos gewesen.  „Die Tiere waren schon bei unserem Anrücken  nicht mehr zu retten.“ Auch habe man einen  Gastank  auf dem Gelände sichern müssen.  „In der Rückschau war das ein vorbildlicher Einsatz“, sagt Peter Andresen über die Aktion, an der rund 60 Feuerwehrkräfte aus umliegenden Gemeinden  beteiligt waren. nje

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen