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Handball-Bundesliga : THW Kiel fehlt noch ein Sieg zum Meistertitel

vom

Die deutsche Meisterschaft ist Kiel kaum noch zu nehmen. Der Handball-Rekordmeister braucht nur noch einen Sieg, um erneut vorzeitig feiern zu können. Beim TBV Lemgo gewann der THW mit 31:28.

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 04:57 Uhr

Kiel | Thierry Omeyer machte seinem Ruf als Meister seines Fachs einmal mehr alle Ehre. Der französische Olympiasieger im Tor des THW Kiel lieferte am Sonntag im entscheidenden Moment reihenweise Paraden ab und sicherte damit dem Handball-Rekordmeister den wichtigen 31:28 (13:16)-Auswärtserfolg beim TBV Lemgo. Auch dank des trotz seiner zahllosen Titel weiter erfolgsbesessenen Omeyer kann Kiel nun die Sause zur 18. deutschen Meisterschaft planen. Denn mit einem Heimsieg am Dienstag gegen die Rhein-Neckar Löwen können die "Zebras" vorzeitig den Titel und damit zumindest schon mal das Double perfekt machen.
Doch den 26. Saisonsieg musste sich der Favorit hart erkämpfen. Nach einer guten Anfangsphase geriet das THW-Spiel ins Stocken und die vom sicheren Keeper Carsten Lichtlein angeführten Gastgeber zogen davon. Zwischenzeitlich lag Kiel mit vier Toren zurück, aber am Ende war es wie so oft: Der Pokalsieger behielt die Nerven, vertraute auf seine Stärken und kam so zum verdienten Erfolg. "Wir waren nahe dran, aber im entscheidenden Moment war Kiel einfach cleverer", sagte bei Sport1 Lemgos Hendrik Pekeler, der bis 2010 für Kiel spielte.

Essen steht als Absteiger fest


Während sich Kiel und die Löwen für das Titel-Duell rüsten, ist für Alt-Meister TuSEM Essen das Abenteuer Bundesliga nach nur einem Jahr wieder vorbei. Die 25:27 (11:13)-Niederlage bei MT Melsungen besiegelte den dritten Abstieg des Aufsteigers aus der "stärksten Liga der Welt" binnen acht Jahren: 2005 wurde die Lizenz verweigert, 2009 war der Traditionsclub insolvent, diesmal hat es sportlich nicht gereicht.
Nur acht Punkte aus 31 Spielen sind Beleg dafür, dass Essen nicht bundesligatauglich ist. Bis zum 14. Spieltag stand der EHF-Pokalsieger von 2005 gar komplett ohne Punktgewinn da. TuSEM kassierte mit dem 20:40 bei der SG Flensburg-Handewitt die höchste Niederlage aller Teams in dieser Saison und stand nur an einem Spieltag nicht auf dem letzten Platz. "Unsere wiederum dezimierte Mannschaft hat große Moral gezeigt und toll gekämpft", konstatierte TuSEM-Trainer Christian Prokop nach der 26. Niederlage gefasst.
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