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Cockpit-Beleuchtung blendet : Syrien-Einsatz: Tornado-Piloten können nachts nicht fliegen

vom

Mit sechs Tornados will die Bundeswehr den IS ausspähen. Doch es gibt ein Problem: Aufklärung ist nur am Tag möglich.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 09:59 Uhr

Wegen zu stark reflektierender Cockpit-Beleuchtung sind nach einem Zeitungsbericht nächtliche Aufklärungsflüge der Bundeswehr-Tornados gegen die Terrormiliz Islamischer Staat nicht möglich. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Aussagen der Bundeswehr-Luftwaffe.

Der Syrien-Einsatz gilt als eine der heikelsten Missionen in der Geschichte der Bundeswehr. Er ist eine Reaktion auf die Terroranschläge in Paris im November 2015. Deutschland spricht offiziell nicht von einem Krieg, schickt aber Soldaten zur Unterstützung seiner Bündnispartner. Der Großteil der Truppe kommt aus Jagel im Kreis Schleswig-Flensburg.

Grund für die Probleme sei die jüngste Aufrüstung der Flieger mit neuer Soft- und Hardware. Das bestätigte ein Luftwaffen-Sprecher. Die Luftwaffe arbeite an einer „zeitnahen Zwischenlösung“, sagte der Sprecher. Bis Ende des Jahres hoffe die Luftwaffe, die Probleme grundsätzlich beheben zu können.

Seit Anfang 2016 beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die Terrormiliz. Seit vergangenen Mittwoch sind alle sechs deutschen Tornados auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik (Türkei) voll einsatzbereit. Vier Maschinen kommen vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ aus Jagel. Insgesamt sind 210 Bundeswehrsoldaten im Einsatzkontingent, davon derzeit 131 aus Jagel.

Bundeswehr in Syrien
Foto: dpa
 

Der Einsatz sei durch die Nachtflug-Probleme nicht gefährdet, hieß es bei der Luftwaffe. Die Aufklärungsergebnisse seien bei Tag ohnehin besser.

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