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21. November 2017 | 07:42 Uhr

Spiel in Audorf abgebrochen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Torhüter des Preetzer TSV muss nach schwerer Verletzung mit dem Rettungswagen abtransportiert werden

Die Fußballer des Büdelsdorfer TSV haben den entscheidenden Schritt in Richtung Landesliga-Qualifikation verpasst. Im Kreisderby beim Eckernförder SV kassierte das Team von Trainer Rainer Menzel gestern eine 2:4-Niederlage, hat als Vierter der Verbandsliga Nord-Ost aber weiterhin gute Chancen. Auch der Osterrönfelder TSV liegt nach dem 2:0 beim TSV Kronshagen weiterhin aussichtsreich im Rennen. Der Rendsburger TSV musste hingegen bereits am Freitag mit dem 0:2 gegen den TSV Bordesholm einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Begegnung zwischen dem TSV Vineta Audorf und dem Preetzer TSV wurde nach einer schweren Verletzung eines Preetzer Spielers auf Wunsch der Gäste beim Stand von 1:1 in der 80. Minute abgebrochen. Wie das Spiel gewertet wird, ist noch offen.

TSV Vineta Audorf – Preetzer TSV abgebrochen
Gut zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fand die Begegnung beim Stand von 1:1 ein jähes Ende. In einer äußerst unglücklichen Situation ohne Foulspiel prallte Gästetorwart Thorge Beuck mit seinem Mitspieler Jesse Schlüter zusammen. Beide blieben mit Schmerzen liegen, Beuck musste sogar mit einem Krankenwagen abtransportiert werden. Nach längerer Unterbrechung ging Schiedsrichter Hakan Yilmaz (Neumünster) der Preetzer Bitte um den Abbruch nach und beendete die Partie vorzeitig. Somit steht eine Entscheidung über die Wertung noch aus. Zuvor hatte Audorf es verpasst, das Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden. Gleich zu Beginn setzten die Hausherren durch eine gute Chance von Tim Kluck ein Ausrufezeichen (2.). Die erste Gelegenheit für Preetz ergab sich in der zwölften Spielminute nach einem Fehler der Audorfer Abwehr im eigenen Strafraum. John Kisogo stand plötzlich komplett frei und prüfte Audorfs Torwart Michael Schmidt, der sich mit einer starken Parade auszeichnen konnte. In einer dann ausgeglichenen Partie gingen die Gäste in der 27. Minute in Führung. Nach einem Pass in die Schnittstelle, der die gesamte Audorfer Hintermannschaft aushebelte, ließ sich Jan Andreas Krause die Gelegenheit nicht nehmen und traf zum 1:0. Audorf zeigte sich davon aber völlig unbeeindruckt und begann sofort mit der Arbeit am Ausgleich. Tim Kluck kam alleine in der ersten Halbzeit zu sechs guten Gelegenheiten und konnte sich und seine Mannschaft schließlich kurz vor dem Pausenpfiff für den starken Auftritt belohnen. Nach gewonnenem Sprintduell erzielte er den längst überfälligen Ausgleichstreffer (43.). In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Preetz wartete auf Fehler der Heimmannschaft, um nach Ballgewinn mit seinen schnellen Spitzen zu kontern. Audorf hingegen suchte immer wieder den agilen Kluck und erarbeitete sich regelmäßig Gelegenheiten, um in Führung zu gehen. „Wir haben einfach unsere sehr guten Chancen nicht genutzt, sonst steht es hier womöglich 3:1 für uns und das Spiel ist entschieden. So ist es natürlich recht ärgerlich, aber in erster Linie gute Besserung nach Preetz an die beiden verletzten Spieler“, bilanzierte Vineta-Coach Norman Bock nach Spielschluss.

TSV Vineta Audorf: Schmidt – Sievers, Hansen, Bellgardt, Kluck, Kobrock (68. Neumann), Rölke, Sienknecht, Gorn, Perez Ayendi, Piotraschke.
Schiedsrichter: Yilmaz (Neumünster).

Zuschauer: 130.

Tore: 0:1 Krause (27.), 1:1 Kluck (43.).

TSV Kronshagen – Osterrönfelder TSV 0:2 (0:1)
Der Osterrönfelder TSV hat rechtzeitig seine kleine Krise überwunden. „Nach dem Unentschieden bei Inter Türkspor sind wir wieder in der Spur“, registrierte Coach Olaf Lehmann zufrieden. Denn auch die Leistung in Kronshagen stimmte. „Es war zwar kein berauschendes Spiel, aber der Sieg ist verdient.“ Auf schwierigem Geläuf (Lehmann: „Der Platz war total uneben und nicht gemäht.“) beschränkten sich die Gäste auf einfachste Mittel, hatten damit aber Erfolg. Das Mittelfeld wurde mit langen Pässen auf die Stürmer Florian Kuklinski und Harald Giese, die viele Bälle festmachten, schnell überbrückt. „Wir haben zwischendurch auch mal versucht, über Kurzpassspiel nach vorne zu kommen, uns dabei aber den einen oder anderen Ballverlust erlaubt. Deshalb haben wir schnell unser Spiel wieder umgestellt“, berichtete Lehmann. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde brachte Kuklinski den OTSV mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung. Zuvor hätte Kronshagens Andre Kutscher die Situation im Strafraum der Gastgeber klären können, zögerte aber zu lange und musste in einen folgenschweren Zweikampf mit Harald Giese gehen, bei dem der Osterrönfelder zu Fall kam. Auch beim 0:2 sah die Hintermannschaft des TSV nicht gut aus. Bei einem Freistoß wurde Jascha Potschko, der den Ball mit dem Hinterkopf ins Netz beförderte, nicht konsequent genug attackiert (73.).

Osterrönfelder TSV: Schlunke – Mosebach, Reimer, Cavdar, Sopha, Lehmann, Horstmann (65. Korkmaz), Müller, Giese, Kuklinski (80. Knuth), Potschko (84. Steltner).
SR: Haake (Krogaspe).
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Kuklinski (17., FE), 0:2 Potschko (73.).

Rendsburger TSV – TSV Bordesholm 0:2 (0:0)
Mit hängenden Köpfen und Schultern sowie ausdruckslosem Gesicht schlichen die Spieler des Rendsburger TSV nach der 0:2-Heimniederlage gegen den Tabellendritten TSV Bordesholm am Freitagabend (wir berichteten) vom Platz. Wieder hatte man drei wichtige Punkte im Kampf um Platz 7 und die damit verbundene Qualifikation zur Landesliga liegen gelassen. „Wir haben durch unglückliche Tore verloren. Die Mannschaft hat engagiert gespielt“, meinte RTSV-Spielertrainer Dennis Usadel, der nach Blinddarm-OP und Verletzung wieder dabei war. Sein Mitwirken gab dem RTSV-Spiel mehr Struktur – doch am Ende reichte es nicht, um diese Bordesholmer zu schlagen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie bestraften die Gäste die Fehler der Hausherren gnadenlos. Nach rund einer Stunde brachte Felix Schlagelambers den Tabellendritten mit 1:0 in Führung. Schlagelambers schoss einen Freistoß aus 20 Metern an der schlecht platzierten Rendsburger Mauer vorbei ins untere kurze Eck. Keeper Sören Wiechert tauchte ab, konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend abwehren (62.). Und nachdem die Hausherren in der Schlussphase gute Chancen nicht nutzen konnten, besiegelte ein Eigentor von Nico Rantzsch in der Nachspielzeit endgültig die vierte Niederlage der Rendsburger in Folge. Beim Versuch einen Schuss von Bordesholms Nick Lemke zu klären, bugsierte Rantzsch den Ball über die eigene Torlinie (90.+2). „Aus eigener Kraft können wir die Landesliga nicht mehr schaffen“, zeigte sich Usadel nach Spielschluss als Realist. Ganz sicher in der Landesliga wird hingegen Yannick Herzig spielen. Der Abwehrspieler wechselt vom RTSV zum Tabellenzweiten Gettorfer SC.

Rendsburger TSV: Wiechert – Schöning, Fischoeder (45. Sheik Mohammed), Razaqyar, Rantzsch, L. Celik, Dollnick, Usadel, F. Celik, Schneider, Grell.

Schiedsrichter: Ohde (Kücknitz).

Zuschauer: 80.

Tore: 0:1 Schlagelambers (62.), 0:2 Rantzsch (90.+2, ET).

Eckernförder SV – Büdelsdorfer TSV 4:2 (1:0)
Die Gäste hatten deutlich mehr Ballbesitz als die Eckernförder. „Aber nur Ballbesitz zu haben bringt einem auch nichts. Wir haben uns aus der anfänglichen Dominanz keinen echten Vorteil erspielt“, stellte Büdelsdorfs Trainer Rainer Menzel fest. Niklas Knutzen übersah den besser postierten Johannes Kaak, Mats Henke scheiterte an ESV-Keeper Tim Steingräber (29.). Aus dem Nichts ging der ESV dann nur drei Minuten später in Führung. Ole Altendorfs Versuch wurde nach einem Konter noch abgeblockt, doch Jan-Ole Jürgensen bekam das Leder vor die Füße und bugsierte es aus dem Stand heraus ins obere rechte Toreck. Altendorf verpasste das 2:0, als er freistehend an Christian Wulff im BTSV-Tor scheiterte (36.). Nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff verursachte Steingräber einen Foulelfmeter an Knutzen. Dennis Bienwald scheiterte zwar an Steingräber, aber den Abpraller netzte Marvin Jessen ein. „Danach sind wir 15 Minuten lang ganz böse geschwommen“, sah Dohrn sein Team in der Folge verunsichert. Jedoch waren die Gäste an diesem Tag einfach nicht clever genug, um den ESV zu besiegen. Eine dumme Gelb-Rote Karte von Bienwald sorgte für Eckernförder Überzahl. Zudem fiel aus dem Freistoß, der zum Platzverweis führte, noch das 2:1 durch Marc Medler (57.). Christopher Nommels legte schnell das 3:1 nach (61.). Entschieden war die Partie aber noch nicht, da der BTSV durch Henke erneut verkürzte (72.). Erst als Jürgensen das 4:2 erzielte (86.), war der ESV-Sieg fix. Max-Niklas Lipka holte sich in der Nachspielzeit noch die zweite Gelb-Rote Karte gegen den BTSV ab.

Büdelsdorfer TSV: Wulff – Hesse, Rennwald, Lipka, Rechner – Ermeling (81. Bruhns), Roller – Henke, Kaak – Jessen, Knutzen (61. Isovic).

Schiedsrichter: Ohde (TSV Kücknitz).

Zuschauer: 180.

Tore: 1:0 Jürgensen (32.), 1:1 Jessen (46.), 2:1 Medler (57.), 3:1 Nommels (61.), 3:2 Henke (72.), 4:2 Jürgensen (86.).

Gelb-Rote Karten: Bienwald (BTSV) nach wiederholtem Foulspiel (56.), Lipka (BTSV) nach wiederholtem Foulspiel (90.+4).

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