Eutin : Spekulation über den Stern von Bethlehem: Der Halleysche Komet oder eine Super-Nova?

„Anbetung des Kindes durch die drei Weisen aus dem Morgenlande“ nannte der italienische Maler Giotto di Bondone (1266  bis 1337) dieses Bild, auf dem der Stern von Bethlehem zu sehen ist.
„Anbetung des Kindes durch die drei Weisen aus dem Morgenlande“ nannte der italienische Maler Giotto di Bondone (1266 bis 1337) dieses Bild, auf dem der Stern von Bethlehem zu sehen ist.

Um den Stern von Bethlehem, der den drei Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe wies, geht es am Donnerstag, 15. Dezember, ab 19.30 Uhr im Ostholstein-Museum.

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13. Dezember 2011, 10:48 Uhr

Eutin | Referent ist Prof. Dr. Holger Kersten vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Kiel. "Was war der Weihnachtsstern? - Astronomische Spekulationen über den Stern von Bethlehem" lautet der Titel des Vortrags, Veranstalter ist der Heimatverband Eutin. Nach dem Matthäus-Evangelium sagen die drei Weisen nach ihrer Ankunft in Bethlehem: "Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihm zu huldigen."

Weiter heißt es: "Und siehe, der Stern, den sie (die Weisen) im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis dass er kam und stand oben über, wo das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe."

Kersten stellt in seinem Vortrag die Frage, ob es einen realen Hintergrund für den Stern gibt. Wenn ja, dann muss es zweifellos eine seltene, spektakuläre und mystifizierte Himmelserscheinung gewesen sein, denn der alltägliche Anblick des Firmaments mit seinem bekannten Lauf der Gestirne wird kaum einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.

In dem Jahrzehnt vor dem "Jahre Null" gab es einige bedeutende Himmelserscheinungen, die als Vorbild des "Sterns von Bethlehem" dienen können: sei es der Halleysche Komet, der in den Jahren 12 und 11 vor Christi Geburt erschien, besondere Sternenkonstellationen von Sonne, Jupiter, Venus und Mond (6 v. Chr.) oder andere Himmelserscheinungen in den Jahren 4 bis 2 vor Christi Geburt.

Auf der Suche nach einer Antwort kommen vom astronomischen Standpunkt her vor allem drei Möglichkeiten in Frage: ein Supernova-Ausbruch, ein besonders heller Komet oder eine außergewöhnliche Planetenkonjunktion. Anhand dieser Beispiele sollen den Zuhörern im Vortrag auf unterhaltsame Weise astronomische Kenntnisse nahe gebracht werden.

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