SPD-Chef: Kein Vertrauen zu Sellier

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16. Dezember 2011, 03:59 Uhr

Nordfriesland | Aufgrund schwerwiegender Differenzen mit seiner Landtagsabgeordneten Marion Sellier hat der Kreisvorstand der SPD Nordfriesland beschlossen, für den 7. Januar eine Konferenz für den Wahlkreis 1 (Südtondern) einzuberufen, um für die Landtagswahl im Mai 2012 die Kandidatenkür neu aufzurollen (wir berichteten). Mehrere Ortsvereine dieses Wahlkreises - darunter Sylt und Niebüll - wie auch die SPD-Arbeitsgemeinschaften "60plus" und "Jungsozialisten" haben Dr. Gitta Trauernicht gebeten, sich für eine Direktkandidatur zur Verfügung zu stellen.

Horst Deyerling, Vorsitzender der SPD Nordfriesland, legt laut einer Mitteilung Wert darauf, dass Marion Sellier schriftlich eingestanden hätte, ein vertrauliches Gespräch mit Vertretern des Kreisverbandes ohne Wissen der anderen auf Band aufgezeichnet zu haben. Deyerling: "Dadurch ist jede Vertrauensbasis für eine weitere Zusammenarbeit mit den Gremien der nordfriesischen SPD gestört." Dies sei der entscheidende Anlass für die Einberufung der Wahlkreis-Konferenz. Und: Die von Marion Sellier kritisierte "Miete" von Abgeordneten für das Büro der SPD in Husum würde jeglicher Grundlage entbehren. "Dieses ist in unseren Rechenschaftsberichten nachweislich dokumentiert."

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