Neumünster : Spaß mit Räubern und Walküren

Auch für Kinder ab 5 Jahren leicht zu begreifen: Die angehenden Erzieher Steffen Gerrit Franzmann (25,v.l.), Lena Stamm (21), Sarah-Marie Lutz (19) und Melanie Reese (20) vegeben auch für das Kinderspiel „Deja vu“ gute Noten. Die raffinierte Memory-Variante kombiniert Konzentration und schnelles Schalten mit jeder Menge Spaß.
Auch für Kinder ab 5 Jahren leicht zu begreifen: Die angehenden Erzieher Steffen Gerrit Franzmann (25,v.l.), Lena Stamm (21), Sarah-Marie Lutz (19) und Melanie Reese (20) vegeben auch für das Kinderspiel „Deja vu“ gute Noten. Die raffinierte Memory-Variante kombiniert Konzentration und schnelles Schalten mit jeder Menge Spaß.

Die Brettspieltester der Elly-Heuss-Knapp-Schule stellen ihre Favoriten vor und laden zum Mitspielen ein.

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06. Dezember 2017, 11:00 Uhr

Neumünster | Die Nörgelei rund um den Spielplan, der vielleicht nicht ganz zufällig an die Schlei bei Haithabu erinnert, lässt nicht lange auf sich warten: „Wieso ist Benjamin schon wieder so weit vorne?“, beklagen sich Joel Böhme (28) und Jakob Froese (19) laut jaulend bei ihrem Spielpartner. Der kontert postwendend: „Was kann ich dafür, wenn ihr euch keine Walküren holt?“ Gelächter.

Wie jetzt? Männerwitze bei den Spiele-Testern der Elly-Heuss-Knapp-Schule?

Keineswegs. Walküren waren in der nordischen Mythologie weibliche Geistwesen, die die gefallenen Helden auf dem Schlachtfeld auswählten, um sie nach Wallhall, der Ruhestätte der Tapferen, zu begleiten, erklärt Joel Böhme. Und natürlich spielen Walküren auch beim Wikingerspiel „Räuber der Nordsee“ eine wichtige Rolle. Womit bewiesen wäre, dass spielen nicht nur Spaß macht, sondern auch bildet.

Welche pfiffigen, spaßigen oder eben auch bildenden Spielideen sich Deutschlands Spieleerfinder in diesem Jahr ausgedacht haben, was sie taugen und für wen sie geeignet sind, das wollen angehende Erzieher der Elly-Heuss-Knapp-Schule wieder herausfinden. Im Selbstversuch spielen sie sich derzeit in aufgekratzt- heiterer Runde durch die Vorschlagsliste des Arbeitskreises „Spiel des Jahres“, der alljährlich das Spiel des Jahres, das Kinderspiel und das Kennerspiel des Jahres kürt. Die Entscheidungen des renommierten Arbeitskreises „Spiel des Jahres“ haben alle Jahre wieder erheblichen Einfluss darauf, welche Brett- und Familienspiele zum Fest der Feste unterm Tannenbaum liegen. Beim Spieletest stimmen die Schüler, die später auch beruflich in Kindergärten, Jugendreffs oder Schulen zum spielen animieren sollen, allerdings keineswegs immer mit den Bewertungen der Spieleprofis überein. Ob endlos komplizierte Spielregeln, zerbrechliche Figuren oder schlicht eine Spielidee, die schon nach der ersten Runde langweilig wird, die Schüler verstehen sich durchaus als Kritiker aus der Praxis, wollen dabei aber auch spielbegeisterte Kinder und Erwachsene in ihren Test mit einbinden.

Am morgigen Donnerstag, 7. Dezember, laden die Schüler daher zum großen Brettspielabend ins Gemeinschaftshaus an der Domagkstraße ein. Von 18 bis 23 Uhr kann dort jedermann die jüngsten Kreationen aus der Spiel des Jahres-Vorschlagsliste nach Herzenslust ausprobieren. Rund 25 Spiele-Tester der Elly-Heuss-Knapp-Schule stellen vorab die Spiele kurz vor und erklären an den Spieltischen die Regeln. Die Teilnahme an dem Spieleabend ist kostenlos.

Welche Spiele die praxisnahen Tester der EHKS für besonders empfehlenswert halten, erfahren unsere Leser in der Sonnabendausgabe. Der Courier stellt auf einer Sonderseite Spiele vor, die die Schüler für besonders gelungen halten.

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