Später, aber verdienter Ausgleich für Eider

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05. Dezember 2011, 08:05 Uhr

FT Eider Büdelsdorf: Schmedemann - Drewes, J. Ostermann, Schultz, von Levern, Struve (75. Schwanebeck), M. Lehmann, H. Ostermann, Vones, Lass, Rogge.

SV Todesfelde: Heskamp - Peters, Haldau, Reining, Nagel, Zebold, Frank , Lembke (64. Bernoth), Lübcke, Studt (85. Zienkiewicz), Bossert (72. Testa).

SR: Röpke (Altenholz).

Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Zebold (11.), 1:1 Lass (61.), 1:2 Studt (81.), 2:2 Rogge (90./+2).

Rote Karte: Ersatztorhüter Julian Barkmann (Todesfelde) wegen einer Tätlichkeit nach Spielschluss.

Und wieder schlugen die Büdelsdorfer in der Nachspielzeit zu. Am Sonnabend lief in der Partie der Fußball-SH-Liga zwischen der FT Eider und dem SV Todesfelde bereits die 92. Minute, da passte Sven-Ole Schwanbeck den Ball scharf in den Todesfelder Fünfmeterraum, wo Peer Rogge goldrichtig stand und das glückliche, aber nicht unverdiente 2:2 für die Gastgeber erzielte. Während die konsternierten Gäste so eben im Begriff waren zu realisieren, dass sie in letzter Sekunde den Sieg verspielt hatten und die Büdelsdorfer Rogge in einer Jubeltraube unter sich begruben, pfiff Schiedsrichter André Röpke (Altenholz) die Begegnung ab. "Man, man, man", atmete Eider-Coach Olaf Lehmann nach Spielende erleichtert auf. "Dass wir das immer so spannend machen müssen".

Es war nicht das erste Mal, dass seine Mannschaft einem Spiel in der Schlussphase noch eine entscheidende Wende gab. Die Büdelsdorfer sind so etwas wie die Spezialisten für späte Tore. In der Vorwoche sicherte Bennit Struve seinem Team in der vierten Minute der Nachspielzeit mit dem 2:1 beim Heider SV drei wichtige Punkte. Auch gegen den TSV Kropp (3:2), Husumer SV (2:1), SV Schackendorf (2:1) und Holstein Kiel II (2:2) fielen die entscheidenden Treffer für die FT kurz vor dem Abpfiff. Während der spielende Co-Trainer André Drewes die physischen Qualitäten der Mannschaft lobt ("Wir sind topfit und können 90 Minuten und mehr Vollgas geben."), ist es für Lehmann vor allem eine Frage der Moral. "Die Jungs geben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen, das zeichnet sie aus."

Selbst Todesfeldes Co-Trainer Sascha Sievers, der den erkrankten Thomas Möller vertrat, zeigte sich überrascht von der ungebrochenen Moral der Gastgeber. "Die haben auch nach dem 1:2 nie aufgegeben und immer an sich geglaubt. Von daher geht das Unentschieden auch in Ordnung." Allerdings machte Sievers seiner Mannschaft den Vorwurf, die vorzeitige Entscheidung verpasst zu haben. In der 84. Minute scheiterte zunächst Jorrit Bernoth an Sven Schmedemann, anschließend parierte der Büdelsdorfer Keeper auch noch den Nachschuss von Dennis Studt. "Wenn da das 3:1 fällt, sind wir durch", mutmaßte Sievers und lobte im gleichen Atemzug Schmedemann. "Die beiden Schüsse muss man erst einmal halten." Und überhaupt, so Sievers weiter, sei Schmedemann "bester Mann auf dem Platz" gewesen. Schon in der Anfangsphase hatte Eiders Schlussmann zwei Großchancen der Gäste durch Sebastian Bossert (3., 5.) zunichte gemacht. Auch Bosserts dritte gute Möglichkeit vereitelte Schmedemann (50.), ebenso blieb auch Studt nach rund einer Stunde nur zweiter Sieger. Bei weiteren guten Möglichkeiten der Gäste wäre allerdings auch Schmedemann machtlos gewesen, doch Studt zielte in der 54. Minute frei vor dem Tor vorbei (54.), in der 75. Minute traf er nur den Pfosten.

Auf der anderen Seite hatten auch die Büdelsdorfer mehr als eine Handvoll bester Einschussgelegenheiten. Doch weder Marcel Vones (22.), noch Kai Lass (38., 42.), Markus Schultz (41., 83.) Bennit Struve (61., 66., 71.), Hendrik Ostermann (52., 64.) oder Peer Rogge (71.) brachten das Spielgerät im gegnerischen Tor unter. "Das Spiel hätte auch zwölf zu acht für uns ausgehen können", meinte Olaf Lehmann. So hieß es am Ende von 92 turbulenten Minuten aber nur 2:2. Oliver Zebold hatte die Gäste in Führung gebracht (11.), Kai Lass nach gut einer Stunde ausgeglichen. Als Dennis Studt zehn Minuten vor dem Abpfiff das 2:1 für Todesfelde erzielte, wähnten sich die Gäste schon auf der Siegerstraße. Doch sie hatten die Rechnung ohne die Spezialisten für die späten Tore gemacht.

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