So soll der neue Markttreff aussehen

Interessierte Zuhörer ließen sich die Pläne für Heidgrabens künftigen Ortskern erklären.  Foto: asb
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Interessierte Zuhörer ließen sich die Pläne für Heidgrabens künftigen Ortskern erklären. Foto: asb

Fünf verschiedene Baupläne für Ortszentrum vorgestellt / Bau eines Kreisels noch nicht entschieden / Lärmschutz für Reihenhäuser

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29. Dezember 2011, 08:28 Uhr

Heidgraben | Mit der Zuhörerrolle begnügten sich die meisten Teilnehmer an der Einwohnerversammlung der Gemeinde Heidgraben. Bürgermeister Udo Tesch hatte zur Zusammenkunft eingeladen, um gemeinsam mit dem Städteplaner Wolfgang Maysack-Sommerfeld und dem Architekten Arne Neumann die Planungen für fünf verschiedene Baupläne in der Elmshorner Nachbargemeinde vorzustellen. Zwar ermunterte er die rund 150 Heidgrabener Anregungen einzubringen, doch sie waren zumeist damit zufrieden die neuesten Zahlen und Fakten zum Leuchtturmprojekt Markttreff zu erfahren.

Als Erstes bedauerte Tesch, dass es nicht gelungen war mit dem Straßenbauamt eine Einigung über den Bau eines Kreisels zu erreichen. Das Land ist für die Hauptstraße verantwortlich, die an das Baugebiet mit der B-Plannummer 15 angrenzt. "Als Entscheidungskriterium zieht das Land Statistiken über Unfallschwerpunkte heran", erläuterte Tesch. "Da es hier in den letzten Jahren keine Unfälle gab, wurde unser Antrag abgelehnt. Allerdings wurde dabei auch nicht die künftige Verkehrsbelastung berücksichtigt. Daher werden wir dran bleiben und früher oder später einen Kreisel bauen. Die dafür notwendigen Grundstück-Käufe haben wir getätigt."

Die Planung für das Baugebiet, das an den Markttreff angrenzt, stellte der Barmstedter Städteplaner Maysack-Sommerfeld vor. Dort werden im vorderen Bereich, der an die Hauptstraße angrenzt, rechts von der "Hauptstraße", die durch das Baugebiet führt, maximal 22 Reihenhäuser errichtet. Die Gemeinde Heidgraben stattet sie mit einen einheitlichen Schallschutz von zwei Metern Höhe aus, so dass die Gärten der Reihenhäuser lärmgeschützt sind. In dem vorderen Teil des Baugebiets liegt auch der Markttreff. Ihm vorgelagert finden sich Parkplätze.

Hinter dem Markttreff wird ein Grünwall verlaufen, der den bestehenden Graben bewahren soll. Er hat unter anderem die Funktionen Entwässerung und Lärmschutz. Dahinter entstehen weitere Bauplätze. Auf dem Gelände sollen 40 Wohneinheiten errichtet werden. "Es sind Einfamilienhäuser und Doppelhäuser zugelassen, die zweigeschossig mit einer maximalen Firsthöhe von 9,50 Metern errichtet werden dürfen", kündigte Maysack-Sommerfeld an. "Das gesamte Gebiet ist eine verkehrsberuhigte Zone. Für den vorderen Teil mit dem Markttreff gilt Tempo 30, in dem rückwärtigen Teil dagegen Tempo sieben."

Zum Bau des Markttreffs gab schließlich der Pinneberger Architekt Neumann Auskunft. Er präsentierte den neuesten Entwurf für das Projekt. "Auch hier haben wir ein Scheunengebäude als Vorbild gewählt. Gegenüber den vorigen Plänen haben wir den Giebel des Hauptgebäudes so vorgezogen, dass wir einen überdachten Eingangsbereich geschaffen haben", sagte Neumann. "Die rechts und links liegenden Nebenteile des Gebäudes bekommen eine Glasüberdachung, so dass die Besucher des Markttreffs möglichst trocken ins Gebäude gelangen können." Weiter erläuterte er, dass der Flachdachbereich zwar so vorbereitet ist, dass ein Ausbau mit Solartechnik möglich sein wird. Die Gemeinde selbst wird aber auf Solartechnik verzichten und dies den künftigen Betreibern überlassen. Da das Gebäude durch Abwässer gewärmt und gekühlt wird, so Tesch und Neumann, sei es nicht notwendig auch Solarstrom einzusetzen.

Zu guter Letzt sicherte Tesch seinen Mitbürgern zu, dass das Projekt Markttreff im Kostenrahmen von 2,2 Millionen Euro bleiben wird. "Wir bauen keine Elbphilharmonie und sind nicht in Hamburg. Wir bauen für die Kinder und die nächsten Generationen. Und wir bauen den Markttreff möglichst nah an die Hauptstraße heran, damit er auch die Menschen aus der Marsch zum Anhalten und Einkaufen animiert", erklärte Udo Tesch, wo er weitere Kunden für die Zukunft sieht.

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